Ratschläge von One Data Fünf Tipps für den Umgang mit KI

Ein Gastbeitrag von Dr. Andreas Böhm, Gründer und Geschäftsführer von One Data 4 min Lesedauer

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Das Trendthema KI ist längst in Alltag und Unternehmen präsent. Allerdings wagt noch nicht jeder die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema, was der „AI Literacy“ nicht zugutekommt. Der KI-Spezialist One Data hat deshalb fünf Tipps rund um den Umgang mit KI zusammengestellt.

Berührungspunkte mit KI sind mittlerweile im Alltag reichlich zu finden.(Bild:  One Data)
Berührungspunkte mit KI sind mittlerweile im Alltag reichlich zu finden.
(Bild: One Data)

Achtsamkeit statt Angst

Unbestritten bieten KI-Tools eine Reihe von Vorteilen und können viele Aufgaben im beruflichen wie im privaten Alltag erleichtern. Wer KI-Tools wie ChatGPT selbst ausprobiert und ihre Funktionsweisen spielerisch kennenlernt, wird ein Gefühl für die Möglichkeiten bekommen. Aber: Personenbezogene oder geschäftskritische Daten sollten nicht an diese Tools übermittelt werden. Für solche Zwecke sollten Unternehmen auf spezialisierte, DSGVO-konforme Angebote zurückgreifen.

KI im Alltag erkennen

Seit dem Launch von ChatGPT im Jahr 2022 ist Künstliche Intelligenz in aller Munde – aber die Technologie dahinter war schon seit Jahrzehnten in der Entwicklung und schon lange Teil unseres Alltags, auch wenn uns das vielleicht nicht immer bewusst ist: So basieren etwa die Spracherkennungssysteme hinter Siri und Alexa auf Künstlicher Intelligenz.

Nur langsam entwickelt sich ein Bewusstsein für KI im Alltag: In einer Studie von One Data gaben bereits 84 Prozent der Studienteilnehmer an, grundsätzlich mit Künstlicher Intelligenz in Berührung zu kommen. Etwa ein Drittel hat mehrmals in der Woche oder sogar täglich mit KI zu tun. Mehr als die Hälfte der Befragten erkennt außerdem, dass Künstliche Intelligenz bei der Nutzung von Social Media zum Einsatz kommt. Drei von zehn Teilnehmern nutzen aktiv KI-basierte Übersetzungs-Tools wie DeepL. Sich bewusst zu machen, wo und wann im eigenen Alltag KI zum Einsatz kommt, ist der erste Schritt in Richtung „AI Literacy“ und den dadurch möglichen selbstbestimmten Umgang mit den neuen Technologien.

Cyber Security, Ethik und Datenschutz von Anfang an verankern

Die gute Nachricht ist: Man kann Technologien wie beispielsweise ChatGPT datenschutzrechtlich sauber, ethisch unbedenklich und sicher einsetzen. Es ist wichtig, das Team zu ermutigen, KI spielerisch auszuprobieren. Aber: Unternehmen müssen ein eigenes Konzept entwickeln. Sie sollten relevante und hilfreiche KI-Anwendungen identifizieren und sicherstellen, dass auch alle im Team diese kennen. Gleichzeitig ist es wichtig und lösbar, Unternehmensdaten zu schützen: Mitarbeiter sollten in KI-Sicherheitsmaßnahmen unterwiesen und Vorkehrungen zum Schutz vor potenziellen Gefahren getroffen werden.

Jede Fachkraft, die KI nutzt, sollte KI und die Funktionsweise der KI-Algorithmen grundsätzlich verstehen, um zuverlässige und ethische KI-gestützte Entscheidungen treffen zu können. Ein unzureichendes Verständnis von KI kann zu Schwachstellen oder zum Missbrauch von KI-Technologien führen, wodurch sensible Daten gefährdet werden. Es empfiehlt sich die Sensibilisierung für Fragen der Ethik, Fairness, Transparenz und die Formulierung von Regeln für Verantwortlichkeit bei KI-gestützten Entscheidungen. Die notwendige Infrastruktur und Lernkultur sollten entstehen, damit Abteilungen und Teams KI-Wissen und -Erfahrungen austauschen und weiterentwickeln können.

In KI-Kompetenz investieren

Lediglich fünf Prozent der Befragten der One-Data-Studie schätzen die Technologie als bloßen Hype ein – KI wird voraussichtlich langfristig relevant bleiben. Dennoch möchten sich aktuell nur 36 Prozent im Bereich KI weiterbilden. Hier droht eine KI-Kluft in der Gesellschaft, die die digitale Teilhabe in der Bevölkerung gefährdet. Entsprechende Kurse, Schulungen oder Trainings gibt es inzwischen viele – auch unabhängig vom Arbeitsplatz oder betrieblichen Angeboten: Institutionen wie die Fraunhofer-Gesellschaft oder verschiedene Industrie- und Handelskammern haben entsprechende Angebote, die oft auch kostenlos sind. Auch um die eigenen Perspektiven auf den Arbeitsmarkt zu wahren und zu verbessern, sollten Menschen Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen, denn Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren nahezu alle Branchen beeinflussen. Heute kann sich, wer über KI-Skills verfügt, auf dem Arbeitsmarkt noch positiv von anderen abheben. Doch schon bald werden viele Arbeitgeber diese Fähigkeiten bei Bewerberinnen und Bewerbern voraussetzen.

Viele Befragte haben Vorbehalte gegenüber Künstlicher Intelligenz und sicher ist sie nicht in allen Bereichen unseres Lebens sinnvoll einsetzbar. Aber auch und gerade Skeptiker sollten ihre KI-Kompetenzen stärken: Die eigenen Annahmen und Vorurteile über KI-Anwendungen lassen sich schließlich am besten aus eigener Hand prüfen.

KI nutzen, um Prozesse zu vereinfachen

Schon angesichts des Fachkräftemangels werden alle Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten müssen. Gerade bei der Optimierung repetitiver und zeitintensiver Routineaufgaben kann Künstliche Intelligenz ein echter Gamechanger sein und Angestellten mehr Zeit für anspruchsvollere Aufgaben, strategische Prozesse und Innovationen verschaffen.

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Künstliche Intelligenz eröffnet zudem auch neue Möglichkeiten, die im Rahmen rein menschlicher Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit nur mit immensem Zeit- und Kostenaufwand möglich wären: Bei komplexeren Vorgängen wie der Verarbeitung großer Datenmengen ist KI ein unschlagbares Werkzeug, das etwa in Form von Software für die Erstellung von Datenprodukten zum Einsatz kommt, mit denen sich Prozesse optimieren lassen und ungeahnte Werte im Unternehmen sichtbar werden.

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