Der Business-Intelligence-Spezialist ThoughtSpot hat die dritte Version seines KI-Agenten Spotter vorgestellt. Damit seien Endanwender und Datenanalysten in der Lage, nicht nur strukturierte, sondern auch unstrukturierte Daten auszuwerten und grafisch darzustellen. BigData-Insider sprach mit dem neuen Country Manager für die Region Central EMEA, Jochen Olbrich.
Spotter 3 ist das KI-gestützte Analyse-Werkzeug von ThoughtSpot, das dem Nutzer Antworten auf Fragen in natürlicher Sprache liefert.
(Bild: ThoughtSpot)
Olbrich berichtet, dass sich für 2026 eine spannende Entwicklung abzeichne: „Immer mehr Unternehmen verabschieden sich von statischen Dashboards und setzen auf eingebettete, agentische KI, die Daten direkt in Workflows integriert. ThoughtSpot will diese Transformation u. a. in der DACH-Region aktiv vorantreiben.“
Solche KI-Agenten können idealerweise auf alle Daten eines Unternehmens oder einer Organisation zugreifen. „Dafür müssen die Barrieren zwischen den Datensilos beseitigt werden, um so abteilungsübergreifende Analysen uneingeschränkt zugänglich zu machen“, so Olbrich bei seiner Vorstellung des KI-Agenten Spotter 3.
Spotter 3 als Agentic Analyst
Spotter 3 ist ein KI-Agent für die Echtzeit-Analyse von strukturierten und unstrukturierten Daten in der Cloud. „Es ist ein Chatbot mit einer semantischen Schicht“, so Olbrich, „und soll sukzessive zu einem autonomen KI-Agenten ausgebaut werden.“
Auf die Frage nach der Erreichung des Umsatzziels kann Spotter 3 KI-gestützte Antworten liefern.
(Bild: ThoughtSpot)
Angetrieben vom Agentic Analyst Spotter 3, vereinheitliche die Plattform also alle Unternehmensdaten. Dabei sei es nicht von Belang, ob diese strukturiert in Datenbanken wie SAP, Databricks oder Snowflake lägen oder unstrukturiert in Apps wie Slack, Salesforce oder anderen. Die ThoughtSpot-Plattform integriert diese Daten dank Agentic Intelligence in alltägliche Anwendungen und Workflows und erleichtere es Teams in den Abteilungen so, die Arbeit effizient zu erledigen und die Daten zu monetarisieren.
„Es ist beispielsweise einfach, Umsätze nach Region und Produkt auszuwählen, zu bilanzieren und grafisch als Diagrammtyp darzustellen“, erläutert Olbrich. „Auch KMUs können in Echtzeit Datenanalysen ausführen und werden von einem Chatbot unterstützt.“
Übergreifende Entscheidungsunterstützung
Mit benutzerdefinierten Aktionen, Webhooks und dem neuen Agentic MCP Server endet die Intelligenz nicht mehr bei den Erkenntnissen, sondern führe zu handlungsstützenden Ergebnissen. Weil Spotter als MCP-Host fungiere, könnten Teams Aktionen in Tools wie Salesforce oder Slack auslösen, Workflows in ihrem gesamten Ökosystem orchestrieren und die Intelligenz von Spotter sogar KI-Plattformen wie ChatGPT, Claude und Cursor verwenden.
Durch die direkte Einbindung von Künstlicher Intelligenz in die täglichen Prozesse können Unternehmen von passiver Berichterstattung zu einer aktiven, agentischen Entscheidungsfindung übergehen. Dank seines Forschungsmodus zerlegt Spotter 3 komplexe Ziele in mehrstufige Fragen und Argumentationen und validiert Annahmen. So liefert er End-to-end-Erkenntnisse und -Empfehlungen, damit Führungskräfte strategische Entscheidungen mit Zuversicht treffen können.
Semantische Schicht
Diese Seite zeigt die „AI Highlights“: links eine Zusammenfassung der Geschäftsergebnisse als IST- SOLL-Vergleich. Die Prozentzahlen sprechen Bände. Rechts wird ein Detail für eine Woche angezeigt.
(Bild: ThoughtSpot)
All das basiert auf der semantischen Schicht von ThoughtSpot, der integrierten Governance und der Cloud-agnostischen Architektur. Sie verbindet KI-Agenten mit einer einzigen, vertrauenswürdigen Quelle für Geschäftsinformationen. Das wiederum gewährleistet, dass die von der KI erzeugten Erkenntnisse richtig, konsistent und nachvollziehbar sind.
Analyst Studio, ein weiteres Add-on in ThoughtSpot, ist hingegen ein spezifischer Arbeitsbereich, der es Datenexperten ermöglicht, mit einer kollaborativen Umgebung zum Zusammenführen von Daten und Erstellen von Modellen schneller Erkenntnisse aus Rohdaten zu gewinnen.
Einsatz in Fachbereichen
Spotter kann verschiedene Grafiken erzeugen, um Geschäftszahlen zu veranschaulichen. Hier sind drei verschiedene Typen zu sehen.
(Bild: ThoughtSpot)
Olbrich betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit Kunden, um deren spezifische Geschäftsmodelle zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Spotter eigne sich grundsätzlich für alle Fachabteilungen, doch gerade in Finanzabteilungen sei der Zugang für Olbrichs Verkaufsteam schwierig gewesen, denn vielfach seien diese Fachabteilungen noch zu einem hohen Grad von Microsoft Excel abhängig, da die Daten oft noch nicht in einer Cloud-Umgebung bereitgestellt werden. ThoughtSpot zählt bereits Bosch, die Bayer AG und Verivox zu seinen Kunden.
ThoughtSpot Embedded
„ThoughtSpot Embedded (TSE), das Unternehmen bei der Bereitstellung von Smart Apps unterstützt, erlebt einen Boom: Die Gartner Group prognostiziert, dass bis 2026 über 80 Prozent der Geschäftskunden intelligente Unterstützung und eingebettete Analysen gegenüber traditionellen Dashboards bevorzugen“, berichtet Olbrich.
Stand: 08.12.2025
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„Spotter lässt sich in zahlreiche Anwendungen einbetten“, weist Olbrich hin. Mit flexiblen Einbettungsoptionen über SDK, API oder MCP ermögliche „ThoughtSpot Embedded“ Teams, diese Intelligenz in ihre Anwendungen und Workflows einzubringen und Endnutzern zu helfen, intelligentere Entscheidungen zu treffen, wo immer sie arbeiten.
Spotter 3 zeigt die Umsatzzahlen des letzten Quartals oder der letzten Woche an. Alle Veränderungen in der Umsatzentwicklung lassen sich analysieren. Im Schaubild rechts sind die einzelnen Verkäufe aufgeschlüsselt und in drei Kategorien sortiert.
(Bild: ThoughtSpot)
Spotter sei mit Slack und Teams synchronisierbar, sodass die verfügbaren Spotter-Daten immer auf dem aktuellen Stand seien. „Wenn ThoughtSpot in eigene Anwendungen integriert werden soll, können Liveboards, Visualisierungen oder Agenten mithilfe des Developer Playgrounds, dem ThemeBuilder und der Mobile SDK integriert werden.“ ThoughtSpot Embedded ermögliche die Integration von Analysen direkt in Anwendungen und Services. Zu den Kunden zählen unter anderem Lyft, Cigna, Capital One, Comcast, Schneider Electric und Matillion.
„Der Markt ist im Wandel und bereit, KI und Agenten einzusetzen”, resümiert der CEMEA-Chef. „Der Einsatz von KI ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor. Unsere Kunden erkennen, dass sich ein echter Mehrwert nur erzielen lässt, wenn KI integraler Bestandteil der Datenarchitektur ist“, sagt Ketan Karkhanis, CEO von ThoughtSpot. „Wir erleben den Beginn eines grundlegenden Technologiewechsels: KI wird zur neuen Business Intelligence.“ Bislang würden mehr als 52 Prozent der ThoughtSpot-Kunden das Produkt aktiv nutzen, um echte Self-Service-Analysen zu erzeugen“, ergänzt Olbrich.