KI-Agenten: Von smarter Automatisierung zur echten Intelligenz Drei Anforderungen für superschlaue KI-Agenten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz ist nur so schlau wie ihre Daten. Doch Daten allein reichen nicht, um agentische KI-Systeme wirklich leistungsfähig zu machen. Erst durch intelligentes Kontextverständnis, smarte Datenintegration und spezialisierte Werkzeuge werden KI-Agenten zu einem echten Gamechanger in Unternehmen.

Agentische Systeme - also KI-Anwendungen, die als eigenständige Einheiten agieren und Entscheidungen treffen – sind nur so gut wie die Daten, auf die sie Zugriff haben. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Agentische Systeme - also KI-Anwendungen, die als eigenständige Einheiten agieren und Entscheidungen treffen – sind nur so gut wie die Daten, auf die sie Zugriff haben.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) geht rasant voran. Statt nur einfache Aufgaben zu automatisieren, sollen agentische KI-Systeme eigenständig agieren, Entscheidungen treffen und echte Mehrwerte liefern. Doch viele Unternehmen stoßen hier schnell an Grenzen. Die Ursache: Datenchaos, fehlende Integration und mangelnder Kontext. Was braucht es also, damit KI-Agenten wirklich leistungsfähig werden? Laut den Experten von Knime sind vor allem drei Faktoren entscheidend.

1. Kontext ist entscheidend: Mehr als nur Datensammlung

Ein KI-Agent ist nur so gut wie sein Verständnis für den Kontext. Ein CRM-System liefert Daten über Kundeninteraktionen, doch ohne ERP-Daten, Support-Tickets oder externe Marktdaten bleibt das Bild lückenhaft. Ein smarter Kühlschrank erkennt, welche Zutaten vorrätig sind, doch ohne zu wissen, ob Gäste erwartet werden oder welche Ernährungspräferenzen bestehen, bleibt sein Nutzen begrenzt. Erst durch die Verknüpfung verschiedener Informationsquellen entstehen wirklich intelligente Agenten.

In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen eine ganzheitliche Sicht auf ihre Daten entwickeln müssen. Der Trend geht daher weg von isolierten Datensilos hin zu Data-Mesh-Architekturen, bei denen Daten in ihrem natürlichen Umfeld bleiben und erst bei Bedarf integriert werden. Ohne ein solches Framework bleibt KI stärker beschränkt als ihr volles Potenzial erlaubt.

2. Daten intelligent integrieren: Weg vom Kopieren, hin zur Verknüpfung

Viele Unternehmen lösen das Problem der Datenintegration mit der Holzhammermethode: Sie kopieren alle relevanten Informationen in ein zentrales Data Warehouse. Doch dieses Vorgehen birgt gravierende Nachteile. Strukturinformationen gehen verloren, der Speicherbedarf explodiert und die Synchronisation kostet wertvolle Zeit. Die Folge: Die KI arbeitet mit veralteten oder unvollständigen Daten.

Besser ist ein integrativer Ansatz, bei dem Agenten direkt auf die originalen Datenquellen zugreifen. Statt statische Datenkopien zu nutzen, werden Schnittstellen und Metadaten-Schichten eingesetzt, um relevante Informationen in Echtzeit zu aggregieren. Unternehmen, die auf diese Architektur setzen, profitieren von einem genaueren und effizienteren Datenfluss – und machen ihre KI-Agenten deutlich smarter.

3. Die richtigen Werkzeuge: Agenten brauchen spezialisierte Tools

Ein leistungsfähiger KI-Agent ist keine monolithische Blackbox, sondern ein System aus mehreren spezialisierten Komponenten. Statt alle Aufgaben selbst zu bewältigen, greift der Hauptagent auf spezialisierte Unteragenten oder Tools zurück. So wie frühere Chatbots keine Berechnungen durchführen konnten und auf externe Rechentools angewiesen waren, brauchen moderne KI-Agenten ebenfalls Zugriff auf spezialisierte Werkzeuge für Datenanalyse, Entscheidungsfindung und Prozesssteuerung.

Ein gutes Beispiel ist die Kundenanalyse. Anstatt alle CRM-, ERP- und Support-Daten in einem einzigen System zusammenzuführen, werden spezialisierte Module genutzt, die für bestimmte Anfragen relevante Daten extrahieren und bereitstellen. Das Ergebnis: Ein skalierbares, flexibles und effizient arbeitendes Agenten-Framework.

Fazit: Ohne Struktur bleibt KI dumm

Agentische KI ist eine der vielversprechendsten Technologien der nächsten Jahre. Doch ohne intelligenten Datenzugriff, umfassendes Kontextverständnis und spezialisierte Werkzeuge bleiben KI-Agenten ineffektiv.

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