Pizza oder asiatisch – Talend gibt Antworten

Delivery Hero betreibt Marktforschung mit Big Data

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Die Business-Analysten konnten zwar schon früher Analysen erstellen, hatten dabei jedoch nur Zugriff auf lokal vorliegende Daten. Ein Blick über den Tellerrand in andere Länder war nicht möglich. Grund dafür war das Fehlen eines zentralen Data-Warehouses und vor allem, dass die unterschiedlichsten Tabellenverarbeitungen und Datenbanken genutzt wurden und werden. Die Palette reicht dabei von MySQL über PostgreSQL bis hin zu Excel.

Unterschiedliche Datenquellen unter einen Hut bringen

Benötigt wurde eine Lösung, die sicher und flexibel die lokalen Daten weltweit einsammelt, transformiert und in einem zentralen Data-Warehouse ablegt – möglichst binnen weniger Minuten, damit man auf aktuellsten Daten aufsetzen kann. Darüber hinaus wurde eine Integration zwischen Salesforce, dem eingesetzten System für Vertrieb und Kundenservice, und der Backend-Datenbank benötigt.

Auch ein API für die Analyse von Big Data stand auf der Wunschliste sowie die Unterstützung von Tools wie Excel, BIME und GoodData. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass nicht nur Business-Analysten, sondern auch Anwender aus anderen Fachabteilungen Berichte erstellen und abrufen können.

Der Versuch, die Anforderungen mit Pentaho und Shell-Scripts zu lösen, schlug aus Performance- und Flexibilitätsgründen fehl, sodass sich das Data-Warehouse Team auf die Suche nach einer Datenintegrationslösung begab. Dabei evaluierte das Team zuerst die Lösung des Open-Source-Anbieters Talend. Einer der Manager aus dem Data-Warehouse Team hatte bereits in der Vergangenheit erfolgreich mit der Plattform gearbeitet.

Demo vor Ort beim Kunden

Um zu sehen, ob die Lösung den Anforderungen gewachsen ist, wurde ein Consultant engagiert, der vor Ort beim Kunden demonstrieren sollte, wie sich die Software in die bestehende IT-Umgebung einfügen und nutzen lässt. Dazu verknüpfte dieser Datenbanken aus drei Ländern, lud deren Daten herunter und transformierte diese „live“ in eine lokale Datenbank in Berlin.

Aus diesem Datenbestand wurden dann testweise Analysen erstellt, die den Erfolg des Proof of Concept (PoC) bestätigten. „Der Test war so erfolgreich, dass wir keine weiteren Marktstudien benötigten. Zumal Open Source nahe beim für uns wichtigen Thema Java angesiedelt ist“, blickt Brian Leonard zurück.

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