Tableau-Studie zeigt Nachholbedarf auf Datenkompetenz: Es fehlt an Weiterbildung

Von Martin Hensel

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Nur knapp ein Drittel (30 Prozent) der deutschen Führungskräfte bieten ihren Angestellten Trainings im Umgang mit Daten an. Dabei sind derartige Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter häufig ein Argument gegen einen Jobwechsel.

Wie Tableau berichtet, bieten Unternehmen Datenkompetenz-Weiterbildungen nicht immer allen Mitarbeitern an.
Wie Tableau berichtet, bieten Unternehmen Datenkompetenz-Weiterbildungen nicht immer allen Mitarbeitern an.
(Bild: Tableau )

Forrester Consulting hat im Auftrag von Tableau eine Studie zur Datenkompetenz in Unternehmen durchgeführt. Untersucht wurden die Relevanz des Daten-Know-hows für bessere Geschäftsergebnisse sowie die diesbezügliche Wahrnehmung des Managements und der Angestellten.

Demnach schätzen Unternehmen datenkompetente Mitarbeiter, da sie ihrer Meinung nach bessere und schnellere Entscheidungen treffen und zudem produktiver und innovativer sind. Knapp vier von fünf Führungskräften (77 Prozent) sehen die Innovationsfähigkeit erhöht, wenn Daten richtig eingesetzt werden. Über die Hälfte (53 Prozent) sieht Potenzial für Umsatzsteigerungen. Die Angestellten sehen das ähnlich: 88 Prozent meinen, dass sie datengestützt bessere Entscheidungen treffen. Laut Tableau nimmt mit dem Grad der Digitalisierung im Unternehmen auch der Bedarf an Datenkompetenz zu.

Weiterbildung hinkt hinterher

Obwohl das Bewusstsein dafür vorhanden ist, hapert es oft an entsprechender Weiterbildung. Sind Fortbildungen möglich, beschränken sie sich häufig auf die vorhandenen Experten. So meinen 43 Prozent der Führungskräfte, dass Weiterbildungen im Umgang mit Daten nur für traditionelle Funktionen wie etwa Analytik oder Datenwissenschaft relevant sind. Nur etwa ein Drittel (34 Prozent) bietet der gesamten Belegschaft entsprechende Schulungen an. Dabei bringen Weiterbildungsinitiativen laut Forrester klare Vorteile mit sich. Dazu zählen verbesserte Leistung, Kunden- und Angestelltenzufriedenheit sowie Mitarbeiterbindung. Drei Viertel der Angestellten bleiben demnach lieber in einem Unternehmen, das ihnen die erforderlichen Datenkenntnisse vermittelt.

„Daten bieten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Der geschäftliche Erfolg hängt davon ab, dass alle Fachbereiche eines Unternehmens geschult werden, um Daten für bessere Entscheidungen nutzen zu können“, erklärt Mark Nelson, President und CEO von Tableau. Um das Potenzial von Daten freizusetzen, sollten Unternehmen in ihre wichtigste Ressource investieren – ihre Angestellten. „Dabei sollten sie Weiterbildung über die traditionellen datenorientierten Rollen hinaus anbieten“, ergänzt Nelson.

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