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Big Data und intelligente Assistenzsysteme Daten sind die Goldgrube des 21. Jahrhunderts

| Autor / Redakteur: Ulrike Kogler / Nico Litzel

Big Data ist heute nicht nur ein oft gebrauchtes Buzzword, sondern in den meisten Unternehmen Realität. Archiv- und Speichermedien wurden in den letzten Jahren immer günstiger – auf weniger Platz können mehr Daten gespeichert werden – verglichen mit dem realen Leben wäre das ein Lagerraum mit laufend steigender Kapazität.

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Die Autorin: Ulrike Kogler ist Trendscout und Wissensmanager bei Mindbreeze
Die Autorin: Ulrike Kogler ist Trendscout und Wissensmanager bei Mindbreeze
(Bild: Mindbreeze )

Steigt allerdings die gelagerte Gütermenge ins Unermessliche, findet man sich oft nur schwer zurecht. Ähnlich geht es heute vielen Unternehmen. Verteilt auf unzähligen Systemen schlummern die Daten und genießen ihre „Ruhe“. Jetzt liegt es an den Unternehmen, die Daten aus Ihrem „Dornröschenschlaf“ zu holen, Informationen zu extrahieren und zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Mehrere Unternehmensportale

Viele Unternehmen kennen die Situation. Sie verwenden mehrere Unternehmensportale, beispielsweise Microsoft SharePoint, SAP oder andere Intranet-Anwendungen zum Speichern ihrer Daten. Benötigt man nun eine bestimmte Information oder ein Dokument, das irgendwo auf einem dieser Portale abgelegt ist, gilt es, jede Anwendung danach zu durchsuchen. Das kostet viel Zeit, ist für die Mitarbeiter auch oft frustrierend aber insbesondere leidet die Qualität und Effizient des Business darunter.

Besonders wenn es darum geht, Informationen in unstrukturierten Daten zu finden, stoßen einfache Anwendungen oft an ihre Grenzen. Der Anwender wurde vom Internet geprägt und er hat gelernt, dass es möglich ist, mit einer Suchabfrage alle Informationen zu erhalten und nach Wunsch zu verfeinern. Diese Einfachheit bei der Informationsbeschaffung muss auch in die Unternehmen transferiert werden. Abhilfe schaffen hier intelligente Enterprise-Search-Lösungen, die über alle Datenquellen hinweg Informationen analysieren, semantisch aufbereiten, finden und vernetzen.

Rechteprüfung bei jeder Abfrage

Unabhängig davon, ob der Mitarbeiter über ein mobiles Endgerät, Notebook oder PC sucht, sind die Daten immer abrufbar und Dokumente in einer Vorschauansicht verfügbar. Die Rechte werden bei jeder Abfrage geprüft. Die Lösung fungiert hier als zentraler Punkt zwischen den einzelnen Datenquellen, die mittels Konnektoren angebunden werden, bei minimalem IT-Aufwand. Sind alle Datenquellen angebunden, werden die vorhandenen Daten analysiert und in einem Index abgelegt.

Wie in einem Nachschlagewerk suchen die Mitarbeiter nun im Index und erhalten daraus die Ergebnisse rechteabhängig angezeigt. Erst wenn die Daten bearbeitet werden, wechselt der Anwender in das Quellsystem, dort werden die Änderungen auch wieder gespeichert.

Best Practice

Die Bekleidungsexperten von s.Oliver haben sich nach einer umfassenden Evaluierung führender Hersteller für die Unternehmenssuchlösung von Mindbreeze entschieden. Die Mindbreeze-InSpire-Suche kommt bei s.Oliver nahtlos innerhalb der SAP-Portallösung zum Einsatz.

Die Suchanwendung findet dabei Informationen innerhalb von SAP ebenso wie aus allen weiteren angebundenen Datenquellen. Dadurch finden die Mitarbeiter Informationen zu Kunden, Zulieferern, Marketingaktionen oder Filialen, die in unterschiedlichen Datenquellen gespeichert sind, innerhalb des Portals. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Daten strukturiert oder unstrukturiert gespeichert wurden. Die Zugriffsrechte werden bei jeder Abfrage erzwungen und die Ergebnisse entsprechend angezeigt.

Agieren statt reagieren

Eine wesentliche Stärke von Enterprise Search und Big Data ist, Zusammenhänge dort zu erkennen, wo Menschen nur noch Datenchaos sehen. Da die Daten in allen Bereichen ständig wachsen, werden immer häufiger intelligente Systeme benötigen, die bei der Bewältigung der riesigen Datenmengen unterstützen. Somit entwickeln sich Big-Data-Analysen und Enterprise-Search-Systeme immer mehr zu den kleinen digitalen Assistenten, die helfen, intelligenter zu agieren, um sich gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung zu verschaffen.

Beispielsweise als sinnvolle Ergänzungen in Fahrzeugen. Dabei geht es nicht um Entertainment, sondern um den Einsatz im Businessumfeld. Idealerweise nutzt man die vorhandene IT auch für die Vorbereitung eines Geschäftstermins, dazu ist aber ein Zugriff auf die Unternehmensdaten nötig. Dieser Zugriff könnte beispielsweise mittels integrierter Suche funktionieren. Nach Authentifikation gibt der Fahrer den Suchbegriff ein und die Suchlösung durchforstet alle angebunden Datenquellen im Unternehmen. Alle relevanten Informationen werden direkt im Display des Autos angezeigt, sozusagen als Warm-up für den Termin.

In ferner Zukunft könnte das Navigationssystem auch die Adresse des nächsten Geschäftstermins aus dem Kalendereintrag übernehmen und parallel dazu die Route berechnen. Während der Fahrt zum Termin wird eine Übersicht aller relevanten Informationen zu dem Termin oder Geschäftspartner erstellt. Die Darstellung erfolgt in einem Informations-Dashboard kompakt und übersichtlich. Ein Zugriff auf nicht autorisierte Daten ist über die Anwendung nicht möglich, da im Hintergrund bei jeder Abfrage eine Rechteprüfung abgesetzt wird. Damit stehen die tatsächlich aktuellsten Informationen zu Verfügung, es könnte ja sein, dass die offene Postenliste vom Vortag heute bereits erledigt ist, da Zahlungseingänge gebucht wurden. Aus Business-Sicht betrachtet kann das viele Vorteile bringen. Wie weit Unternehmen jedoch diesen neuen, spannenden Kommunikationskanal nutzen werden – die Frage bleibt offen.

Fazit

Big Data ist eine Goldgrube. Intelligente Enterprise-Search-Lösungen unterstützen dabei, die Unternehmens(daten)schätze zu erschließen und zum eigenen Vorteil einzusetzen. Dabei sollte der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang immer im Vordergrund stehen.

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