Studie von Splunk

Dark Data bleibt meist unter dem Radar

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Tim Tully, Chief Technology Officer von Splunk
Tim Tully, Chief Technology Officer von Splunk (Bild: Splunk)

Der Datenauswertungsspezialist Splunk hat eine Studie rund um Dark Data veröffentlicht. Sie zeigt, dass Unternehmen viele potenziell wertvolle Daten ignorieren oder nicht über die nötigen Ressourcen für deren Nutzung verfügen.

Laut der von Splunk und True Global Intelligence durchgeführten Studie sind sich Führungskräfte der Wertschöpfung durch die Nutzung aller verfügbaren Daten durchaus bewusst. Dennoch handelt es sich bei mehr als der Hälfte (55 Prozent) aller Unternehmensdaten um sogenannte Dark Data. Dabei handelt es sich um Daten, von deren Existenz Unternehmen entweder nichts wissen oder sich im Unklaren darüber sind, wie sie die Informationen finden, aufbereiten, analysieren oder nutzen können. Die Studie kommt daher zu dem Ergebnis, dass Daten zwar die volle Aufmerksamkeit erhalten, entsprechende Handlungen aber oft weit hinterherhinken.

„Es ist schwer, mit Daten zu arbeiten, weil das Volumen mit alarmierender Geschwindigkeit anwächst und das Strukturieren und Organisieren sich daher schwierig gestaltet. Daher fühlen sich Unternehmen in dieser chaotischen Landschaft leicht hilflos“, meint Tim Tully, Chief Technology Officer von Splunk.

Ergebnisse im Überblick

Rund 76 Prozent der Befragten in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Japan und Australien sind der Meinung, dass sich die Unternehmen mit der höchsten Datennutzung durchsetzen werden. Als größte Hindernisse für die Bewältigung von Dark Data werden die schiere Masse der Daten sowie der Mangel an notwendigem Know-how und Ressourcen genannt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer räumt ein, dass der Begriff „datenbezogen“ in ihrem Unternehmen nur eine Parole ist.

Gerade in der Führungsetage spielt auch das Alter eine Rolle: 53 Prozent der Befragten halten sich für zu alt, um neue Datenkompetenzen zu erwerben. Allgemein fehlt es an der Unterstützung entsprechender Projekte: 66 Prozent der Studienteilnehmer nennen mangelnde Rückendeckung durch die obere Führungsebene als Herausforderung, etwa jeder Fünfte (21 Prozent) moniert allgemein mangelndes Interesse seitens der Chefetage.

KI-Chancen und regionale Unterschiede

71 Prozent sehen Potenzial beim Einsatz von KI zur Datenanalyse. Dies könnte möglicherweise sogar Qualifikationslücken in der IT ausgleichen, meinen 73 Prozent der Befragten. Derzeit setzen nur 12 Prozent KI beim Ausrichten ihrer Geschäftsstrategie ein. Allerdings erwarten 61 Prozent, dass ihr Unternehmen den KI-Einsatz in den kommenden fünf Jahren ausweiten wird.

Die Studie zeigt auch teils deutliche regionale Unterschiede: So schätzen die Befragten in Frankreich, Deutschland und Japan den Wert von Daten für ihre Karriere im Durchschnitt um 25 Prozent weniger hoch ein als Kollegen aus anderen Ländern. Die größte Begeisterung für KI herrscht demnach in China, während in Australien die niedrigsten Akzeptanzraten zu verzeichnen sind. Ein weiterer auffälliger Wert der hiesigen Befragten: Nur 58 Prozent der deutschen Führungskräfte sind der Ansicht, dass Daten im Laufe des kommenden Jahrzehnts an Wert gewinnen werden. International betrachtet liegt der Durchschnitt bei 71 Prozent.

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