Legacy-Systeme aufwerten

Couchbase gibt Tipps zur Datenbankmigration

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Aktuelle Use Cases bringen Legacy-Datenbanken schnell an ihre Grenzen.
Aktuelle Use Cases bringen Legacy-Datenbanken schnell an ihre Grenzen. (Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Für den Umstieg von relationalen auf NoSQL-Datenbanken gibt es viele Gründe. Allerdings ist nicht immer eine sofortige Migration die beste Wahl. Der Datenbankspezialist Couchbase gibt fünf Tipps, wie Unternehmen zunächst in kleinen Schritten vorgehen können.

Semistrukturierte Daten, wie sie etwa rund um das Internet der Dinge oder Big-Data-Anwendungen anfallen, stellen hohe Anforderungen an Datenbanksysteme. Klassische relationale Varianten sind diesen Herausforderungen häufig nicht mehr optimal gewachsen. NoSQL-Datenbanken bieten hier Vorteile in Sachen Performance, Agilität und Skalierbarkeit, speziell beim Einsatz semi- und unstrukturierter Daten aus verteilten Quellen.

Gezielt vorgehen

Der NoSQL-Spezialist Couchbase betont aber, dass die sofortige Migration von Legacy-Systemen auf moderne NoSQL-Datenbanken häufig gar nicht nötig ist. Stattdessen sollten Unternehmen lieber in kleinen Schritten vorgehen. Couchbase schlägt die folgenden Maßnahmen vor:

Flaschenhälse ausfindig machen: Produktkataloge, auf die viele Kunden mobil zugreifen, Asset-Tracking-Services, Content-Management-Dienste, Customer Management Services oder Streaming-Dienste für Videos stellen hohe Anforderungen an die Datenbank. Gibt es Applikationen im Unternehmen, die nicht performant laufen und deren Skalierbarkeit und Verfügbarkeit zu wünschen übrig lassen, dann könnte eine moderne NoSQL-Datenbank die Lösung sein.

Big Data und hohe Arbeitslasten effizient managen: Viele aktuelle Use Cases können von NoSQL-Datenbanken performanter und kostengünstiger bedient werden. Dazu zählen Terabytes von Daten, die verteilt in mehreren Rechenzentren abgespeichert sind, semistrukturierte JSON-Dokumente oder Caching-Services, die hunderte Millionen gleichzeitiger Zugriffe bewältigen müssen. NoSQL-Lösungen, die plattformunabhängig in Containern laufen und mit Kubernetes orchestriert werden, überzeugen durch eine überlegene Flexibilität in der Architektur. Teure Zusatzinvestitionen in traditionelle Hardware-Systeme sind nicht nötig.

Zugriffsmuster identifizieren: Wer greift wie, wann und mit welchen Anforderungen auf die Datenbank zu? Die Architektur einer NoSQL-Datenbank kann für unterschiedliche Zugriffsmuster optimal angepasst werden. Die Daten stehen in Echtzeit zur Verfügung und können sofort weiterverarbeitet werden.

Migration anstoßen: Ein Datenmigrationsplan muss die Datenmodelle des Ausgangs- und des Zielsystems exakt aufeinander abbilden. Die meisten NoSQL-Datenbanken arbeiten mit JSON-Dokumenten, die flexibler einsetzbar und erweiterbar sind als die starren relationalen Tabellen der Legacy-Systeme. Welcher Dokumententyp zum Einsatz kommt und den besseren Match zwischen relationaler Tabelle und NoSQL-Objekt liefert, hängt von der Struktur der Tabelle und den relationalen Verknüpfungen ab.

Proof of Concept messen und testen: Erfüllt der Proof of Concept alle vorgegebenen KPIs wie Performanz, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit, dann ist neue Datenbankarchitektur reif für die Implementierung im Unternehmen.

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