Neue Arbeitsgruppe für „Zertifizierte KI“ BSI und Fraunhofer machen Unternehmen fit für KI-Prüfungen

Autor / Redakteur: Christoph Kurth / Nico Litzel

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, haben eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die standardisierungsreife Prüfgrundlagen und Kriterienwerke für KI-Systeme definieren soll.

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Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter Fraunhofer IAIS
Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter Fraunhofer IAIS
(Bild: Fraunhofer IAIS)

Die Arbeitsgruppe soll darüber hinaus auch die Anschlussfähigkeit an bestehende Prüfschemata und die Kompatibilität mit den Anforderungen der geplanten EU-Regulierung für KI berücksichtigen.

KI-Prüfkatalog

Eine Grundlage der Arbeitsgruppe bildet der 160-Seiten-KI-Prüfkatalog des Fraunhofer IAIS. Dieser richtet sich laut Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter Fraunhofer IAIS, an zwei Zielgruppen: „Mit dem KI-Prüfkatalog haben wir jetzt ein praxistaugliches Dokument, das von unabhängigen Prüforganisationen als Grundlage für zukünftige Produktprüfungen genutzt werden kann. Gleichzeitig stellt er Unternehmen das Handwerkszeug zur Verfügung, mit dem sie bereits im Entwicklungsprozess ihre Systeme selbst evaluieren und verbessern können und sich so auf zukünftige regulatorische Anforderungen vorbereiten können.“

Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen

Da beispielsweise die Anforderungen bei der automatisierten Analyse von Bewerbungsdokumenten anders zu bewerten sind als bei Bilderkennungsverfahren zur Qualitätssicherung von Autokarosserien, sind konkrete Anforderungen und Leitlinien nötig.

Für Unternehmen soll der KI-Prüfkatalog eine Möglichkeit bieten, KI-Systeme zu prüfen und zertifizieren. So können Organisationen ihre KI-Systeme nach hohen Qualitätsstandards entwickeln.

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