Microsoft Build 2026 GitHub stellt Copilot App zum Dirigieren mehrerer KI-Agenten vor

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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GitHub bündelt seinen Copilot in einer eigenständigen Desktop-Anwendung. Sie soll als Kommandozentrale dienen, von der aus Entwickler mehrere KI-Agenten parallel steuern, ihre Arbeit prüfen und Pull Requests bis zum Merge begleiten. Die App startet als Technical Preview.

In der Copilot App arbeiten Entwickler mit mehreren parallel laufenden Agenten, deren Sitzungen jeweils in isolierten Git-Worktrees ablaufen.(Bild:  GitHub)
In der Copilot App arbeiten Entwickler mit mehreren parallel laufenden Agenten, deren Sitzungen jeweils in isolierten Git-Worktrees ablaufen.
(Bild: GitHub)

Auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build 2026 hat GitHub die GitHub Copilot App vorgestellt, eine Desktop-Anwendung, die der Hersteller als „agent-native“ bezeichnet. Der Grundgedanke: Wer nicht mehr einen, sondern mehrere KI-Agenten gleichzeitig beschäftigt, braucht eine zentrale Oberfläche, statt zwischen Fenstern, Logs und Pull Requests zu wechseln. GitHub beschreibt das bisherige Arbeiten mit Agenten als fragmentiert, mit verstreutem Kontext und unklaren Nachweisen darüber, was ein Agent versucht und validiert hat.

Die App ist ab sofort als Technical Preview für bestehende Abonnenten der Tarife Copilot Pro, Pro+, Business und Enterprise verfügbar. Über eine zentrale Ansicht namens „My Work“ sollen Nutzer laufende Sitzungen, Issues, Pull Requests und Hintergrund-Automationen über verbundene Repositories hinweg im Blick behalten. GitHub knüpft damit an den im Mai 2025 vorgestellten Copilot Coding Agent an und hebt das Prinzip auf die Ebene der parallelen Orchestrierung.

Eigene Worktrees und automatisierter Merge

Laut GitHub läuft jede Agentensitzung in einem eigenen Git-Worktree, also einer isolierten Kopie des jeweiligen Branches, damit parallele Agenten einander nicht in die Quere kommen. Die Verwaltung dieser Worktrees übernehme die App nach Herstellerangaben vollständig. Eine Funktion namens „Agent Merge“ soll einen Pull Request anschließend durch Review, Checks und Merge begleiten, indem sie die Continuous Integration überwacht und auf fehlgeschlagene Prüfungen reagiert. Wie weit die Automatisierung gehen darf, legt dem Hersteller zufolge der Nutzer fest.

Canvas als gemeinsame Arbeitsfläche

Neben der App führt GitHub sogenannte Canvases ein, nach Angaben des Unternehmens bidirektionale Arbeitsflächen, auf denen Menschen und Agenten gemeinsam operieren. Ein Canvas könne einen Plan, einen Pull Request, ein Terminal oder einen Deployment-Status abbilden. Agenten aktualisieren die Fläche während der Arbeit, Entwickler können dort eingreifen, umsortieren oder freigeben. Ergänzend erhalten Agenten über lokale und Cloud-Sandboxes eine abgegrenzte Umgebung, um Code auszuführen und zu testen, ohne die Produktion zu berühren.

Flankiert wird die App von einem Copilot Code Review mit neuer „Medium“-Stufe für ein Modell mit höherer Reasoning-Leistung sowie dem Copilot SDK, mit dem sich eigene Werkzeuge auf derselben Agenten-Laufzeit bauen lassen.

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