Agentenbasierte Automatisierung für Unternehmen Box bringt KI-Agenten für Daten und Workflows

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Box will unstrukturierte Unternehmensdaten nutzbar machen – mit KI-Agenten, die Inhalte extrahieren, Prozesse steuern und Dashboards bedienen. Die neuen Lösungen Box Extract, Box Automate und Box Apps sollen Workflows automatisieren, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben.

Box kündigt auf der BoxWorks 2025 Extract, Automate und Apps an: Agenten für Extraktion, Workflows und Dashboards.(Bild:  Box)
Box kündigt auf der BoxWorks 2025 Extract, Automate und Apps an: Agenten für Extraktion, Workflows und Dashboards.
(Bild: Box)

Box hat auf seiner jährlichen Konferenz BoxWorks drei neue Lösungen vorgestellt, die agentenbasierte Workflows in Unternehmen ermöglichen sollen. Die vorgestellten Produkte – Box Extract, Box Automate und die erweiterte Lösung Box Apps – setzen auf eine Kombination aus KI-Modellen, Low-Code-Interfaces und systemübergreifender API-Integration.

Im Zentrum steht der Umgang mit unstrukturierten Daten. Laut einem von Box gesponsertem IDC-Whitepaper sind rund 90 Prozent der unternehmensinternen Informationen nicht direkt auswertbar. Box Extract soll dies ändern, indem Dokumente wie Verträge, Lieferscheine oder gescannte PDFs durch sogenannte „Enhanced Extract Agents“ analysiert und in strukturierte Datenformate überführt werden. Dabei werden Inhalte nicht nur erkannt, sondern auch semantisch zugeordnet. Die Agenten lassen sich laut Anbieter für spezifische Formate anpassen und in bestehende Systeme einbinden.

Box Automate erweitert diesen Ansatz um die Orchestrierung von Geschäftsprozessen. Anwender sollen mit einer Low-Code-Oberfläche eigene Agenten konfigurieren und diese mit bestehenden Box-Diensten wie Forms, Doc Gen oder Sign kombinieren können. Ein Drag-and-Drop-Builder dient als zentrales Werkzeug für die Prozessmodellierung. Aufgaben können dabei kontextabhängig zwischen Menschen, Agenten und Systemen verteilt werden. Box nennt dies eine „End-to-End-Automatisierung“.

Box Apps wiederum soll es ermöglichen, Dashboards zu erstellen, die Inhalte, Metadaten und Workflows in einer Oberfläche vereinen – inklusive direktem Zugriff auf agentenbasierte Funktionen. Analysen per natürlicher Sprache, KI-gestützte Filter und Visualisierungen sollen helfen, Entscheidungen schneller zu treffen. Eine typische Anwendung sei laut Box das Lease-Management in Immobilienunternehmen – inklusive Fristenüberwachung und Vertragsklassifikation.

Die neuen Dienste lassen sich über Box AI Studio konfigurieren. Dabei können Unternehmen zwischen verschiedenen Sprachmodellen wählen, darunter Anthropic, OpenAI, Google, IBM und xAI. Die Einbindung erfolgt über den Remote-Box-MCP-Server, der den Zugriff auf Inhalte unter Einhaltung unternehmensspezifischer Sicherheitsrichtlinien regeln soll. Erste Integrationen in bestehende Ökosysteme – etwa Salesforce Agentforce oder Microsoft 365 Copilot – sind bereits verfügbar oder angekündigt.

Auch die Sicherheit will Box weiter absichern: Mit „Shield Pro“ kündigt das Unternehmen eine neue Lösung zur Klassifikation sensibler Inhalte und zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten an.

Die Lösungen richten sich an Unternehmen mit „Enterprise Advanced“-Tarif und sollen in den kommenden Monaten schrittweise ausgerollt werden.

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