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Studenten, Server und Chips für künstliche Intelligenz Baidu investiert in Cloud und KI

Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Elke Witmer-Goßner

Der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu will seine Position als führender Anbieter einer Plattform für Künstliche Intelligenz (KI) festigen. Die konkreten Schritte hierfür hat das Unternehmen nun skizziert.

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Baidu plant mit Millionen intelligenter Server und KI-Experten.
Baidu plant mit Millionen intelligenter Server und KI-Experten.
(Bild: © graphiCrash - stock.adobe.com)

Bei Baidu heißt es offenbar „Nummer 5 lebt!“. Der chinesische Anbieter bezieht sich in einer aktuellen Mitteilung zwar nicht direkt auf den Film aus den 1980ern, würzt seine strategischen Zukunftspläne für KI und Cloud jedoch mit etlichen Fünfen, die beim Autoren unweigerlich zu Assoziationen mit Science-Fiction führten.

Dabei plant der Anbieter bis zu einer Zukunft im Jahr 2030. Dann wolle man fünf Millionen intelligenter Cloud-Server betreiben. Bereits innerhalb der kommenden fünf Jahre werde man zudem fünf Millionen KI-Experten ausbilden, die entsprechende Anwendungen vorantrieben – und das in unterschiedlichsten Bereichen von Transport und Stadtentwicklung über Finanzwesen, Energieversorgung und Gesundheitssektor bis hin zu einer Produktion mit „industrial intelligence“.

Seminare für 200 Hochschulen

Hierfür wird Baidu mit über 200 chinesischen Hochschulen zusammenarbeiten, um Seminarinhalte für die Themenfelder künstliche Intelligenz und Deep Learning zu entwickeln. Bereits jetzt will der Anbieter an der Ausbildung von einer Million KI-Experten beteiligt gewesen sein.

Patente, Chips und Referenzen

Baidu selbst sieht sich für das Thema KI gut aufgestellt. Mit einer Zahl von 7.000 habe man die meisten Patentanträge zu KI in China gestellt. Die Plattform Baidu Brain stelle 250 essentielle KI-Funktionen bereit und werde von über 1,9 Millionen Entwicklern genutzt. Mit Kunlun und Honghu zähle man zudem leistungsstarke KI-Chips zum eigenen Portfolio.

Und auch um konkrete Referenzen ist der Anbieter nicht verlegen. Mit Baidu Brain for Cities unterstütze man beispielsweise die Städte Chongqing und Suzhou dabei, ihre Ressourcen und Räume intelligent zu verwalten.

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