Markteinblick

7 spannende Start-ups aus dem Sensorik-Bereich

| Autor / Redakteur: Lisa Marie Waschbusch / Nico Litzel

Start-ups gibt es heute wie Sand am Meer und nahezu in allen Bereichen. Wir zeigen einige aus dem Sensorik-Bereich.
Start-ups gibt es heute wie Sand am Meer und nahezu in allen Bereichen. Wir zeigen einige aus dem Sensorik-Bereich. (Bild: Pexels / CC0)

Intelligente Sensoren kommen in der Industrie vermehrt zum Einsatz. Und der Markt wächst weiter – eine Technologie mit Zukunftspotential also. Das sehen auch viele junge Unternehmen: Wir stellen sieben interessante Start-ups aus dem Sensorik-Bereich vor.

„Jedes intelligente technische System benötigt neuartige intelligente Sensoren, sie machen Industrie 4.0 erst möglich“, schreibt Edmund Schiessle in seinem Fachbuch „Industriesensorik – Sensortechnik und Messwertaufnahme”. Und damit hat er insbesondere in Zeiten der digitalen Transformation sicherlich Recht – denn ohne „smarte“ Sensoren wären viele Anwendungen, die wir aus der heutigen Industrie 4.0 kennen, wie beispielsweise Predictive Maintenance, nicht möglich. Intelligente Sensoren sammeln Daten und vernetzen sich, Maschinen und Roboter selbstständig miteinander. Sie gelten als Informationsquelle für die Industrie 4.0 – ohne die richtigen Sensoren sind alle übergeordneten Systeme zur Dateninterpretation „blind“.

Die Nachfrage nach intelligenten Sensoren wächst daher auch stetig weiter: Laut einer Studie der Robert-Berger-Stiftung steige das Absatzvolumen von intelligenten Sensoren jährlich um 17 Prozent – zwischen 2015 und 2020 werde sich deshalb die Zahl der verkauften Einheiten voraussichtlich auf 30 Milliarden verdoppeln. Automatisierte Fahrzeuge, Internet der Dinge und Industrie 4.0 seien der Grund dafür.

Sensorik-Markt ist hart umkämpft

Dieses Zukunftspotential erkennen auch immer mehr junge Unternehmen: Neben bereits etablierten Sensorik-Unternehmen wie SICK, Pepper+Fuchs oder Ifm electronic wollen mehr und mehr Start-ups auf dem Gebiet mitmischen. Die wohl bekanntesten sind Blickfeld und Konux aus München.

Doch auch abseits der Metropolen wird Innovation groß geschrieben: Das Würzburger Start-up iNDTact wurde 2016 mit dem Deutschen Gründerpreis geehrt. Es hat hochempfindliche Sensoren entwickelt, die Alarm schlagen, wenn Auto- und Flugzeugteile verschleißen oder Maschinen sich abnutzen. Somit sollen Reparaturen frühzeitig durchgeführt und gefährliche Unfälle verhindert werden können. iNDTact-Sensoren sollen jede Vibration, jedes Geräusch und jede Bewegung wahrnehmen und machen Bauteile fühlend, ähnlich dem Nervensystem bei Menschen.

Große Investments in Start-up-Szene

Einige der Start-ups durften sich in den vergangenen Jahren über großzügige Investitionen aus der Wirtschaft freuen. Neben Milliardär und Google-Investor Andreas von Bechtolsheim als Geldgeber soll sich auch der US-amerikanische Seriengründer Michael Baum an Konux beteiligt haben. Wie Gründerszene berichtete, haben auch die Business Angels Warren Weiss und Lothar Stein sowie die Kapitalgeber New Enterprise Associates, MIG, UnternehmerTUM und Upbeat Ventures investiert. Die Deutsche Bahn zählt zu den größten Kunden des jungen Unternehmens, der Konux mit seiner Technik dabei helfen will, Fehler an Weichen frühzeitig zu erkennen, um Verspätungen und Ausfälle zu vermeiden.

In das Start-up Blickfeld sollen unter anderem Fluxunit, High-Tech Gründerfonds, Tengelmann Ventures, und Unternehmertum Venture Capital Partners investiert haben. Die Münchener haben sich auf Sensorsysteme für autonome Fahrzeuge spezialisiert. Eine achtstellige Summe soll Unternehmensangaben zufolge auch in das Start-up Tacterion geflossen sein. Alleiniger Investor sei die Unger Unternehmensgruppe, hinter der der Unternehmer Peter Unger steht, wie Gründerszene berichtete. Das Start-up hat eine flexible, taktile Sensortechnologie entwickelt, mit der Objekte fühlen sollen wie ein Mensch.

Dieser Artikel stamm von unserem Partnerportal Industry of Things.

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