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Definition Was ist Eclipse Mita?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Nico Litzel

Eclipse Mita ist eine speziell für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) konzipierte Programmiersprache. Sie ermöglicht die Programmierung von IoT-Embedded-Devices verschiedener Plattformen und basiert auf XDK Live von Bosch. Die quelloffene Sprache lässt sich beispielsweise für Plattformen wie Arduino oder Raspberry Pi nutzen.

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(Bild: © aga7ta - stock.adobe.com)

Bei Eclipse Mita handelt es sich um eine noch recht junge Programmiersprache für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Sie ist für Embedded Devices und verschiedene Plattformen wie Arduino oder Raspberry Pi einsetzbar und trennt strikt zwischen der Applikationslogik und der Plattform. Hervorgegangen ist die quelloffene Programmiersprache aus Boschs XDK Live. Sie wird von der Eclipse Foundation bereitgestellt.

Der Fokus der Programmiersprache liegt auf der Vereinfachung der Programmierung von IoT-Devices und der Nutzung unterschiedlicher technischer Plattformen. Auch Entwickler ohne spezifische Erfahrungen in der Programmierung von eingebetteten Geräten können sie verwenden. Die Programmierer sind dank Eclipse Mita produktiver und entwickeln Anwendungen für Embedded Devices in kürzerer Zeit. Systemressourcen, Sensoren oder die Konnektivität zu anderen Geräten sind einfach zu deklarieren und in die Programme einzubinden.

Die zentralen Merkmale der Programmiersprache Eclipse Mita

Zu den zentralen Merkmalen der Programmiersprache Eclipse Mita zählt die kompakte, übersichtliche Syntax. Sie orientiert sich an modernen Programmiersprachen und besitzt in einigen Bereichen Ähnlichkeiten mit TypeScript. Programmierer können auf moderne Programmierfunktionen wie dynamische Arrays zurückgreifen. Eclipse Mita arbeitet Event-gesteuert und trennt deutlich zwischen dem Plattformsystem und der Applikationslogik.

Integrierte Generatoren wandeln den erstellten Programmiercode mit seinen Logikelementen wie Schleifen in gültigen C-Code um. Dieser lässt sich direkt auf den Embedded Devices einsetzen. Der Plattformteil der Programmiersprache kann auf Daten wie Sensordaten zugreifen und Register mit Werten beschreiben. Die Trennung zwischen Logik und Plattform führt zu einer starken Vereinfachung der Programmierung unterschiedlicher Hardwareplattformen. Für die verschiedenen Geräte sind nur die Codegeneratoren und Definitionsdateien bereitzustellen, um die Applikationslogik passend zu übersetzen.

Vorteile bei der Entwicklung von IoT-Anwendungen mit Eclipse Mita

Die Programmiersprache bietet für die Entwicklung von Geräten des Internets der Dinge zahlreiche Vorteile. Diese Vorteile sind beispielsweise:

  • kompakte, leicht zu erlernende Programmierung
  • moderne Programmiersprache mit deklarativer Struktur
  • dank Trennung von Applikationsebene und Plattformebene für unterschiedliche Embedded-Systeme und Plattformen geeignet
  • Einfacher Plattformwechsel während der Entwicklungsphase ohne Veränderung der Applikationslogik
  • schnelle Umsetzung und Realisierung von Anwendungen auf verschiedenen Hardwaresystemen
  • einfaches und schnelles Erstellen von Prototypen
  • Generierung eines schnell und effizient arbeitenden C-Codes
  • Reduzierung genereller Entwicklungszeiten
  • geringere Entwicklungskosten

Neben diesen Vorteilen unterstützt Eclipse Mita viele IoT-typische Funktionen und Anwendungen. Es lassen sich unterschiedlichste Sensordaten auslesen, Meldungen per Machine-to-Machine-Kommunikationsprotokoll Message Queuing Telemetry Transport (MQTT) versenden oder Verbindungen über unterschiedliche Netzwerkmedien wie Bluetooth oder WLAN herstellen. Im Gegensatz zu High-Level-Programmiersprachen wie JavaScript oder Python ist der generierte C-Code sehr effizient auf eingebetteten, vernetzten Geräten einsetzbar. Gleichzeitig ist C einfacher zu lesen und zu verstehen als Low-Level-Programmiersprachen wie Assemblersprachen.

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