Angriff auf die Blackbox-Ökonomie Turbotic öffnet seine KI-Automatisierung

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit einer Open-Source-Community-Edition stellt das schwedische Unternehmen Turbotic seine KI-Automatisierungsplattform unter ein offenes Entwicklungsmodell. Der Schritt zielt nicht nur auf Entwickler, sondern berührt zentrale Fragen von Transparenz, Governance und Skalierbarkeit agentischer Systeme.

Das schwedische Unternehmen Turbotic veröffentlicht eine Open-Source-Community-Edition seiner KI-Automatisierungsplattform. Der Code liegt auf GitHub, inklusive Dokumentation und Contribution-Guidelines.(Bild:  Turbotic)
Das schwedische Unternehmen Turbotic veröffentlicht eine Open-Source-Community-Edition seiner KI-Automatisierungsplattform. Der Code liegt auf GitHub, inklusive Dokumentation und Contribution-Guidelines.
(Bild: Turbotic)

Bisher war der Markt für intelligente Automatisierung (IA) und Hyperautomatisierung weitgehend von geschlossenen, kostspieligen Systemen geprägt, die primär für Großkonzerne erschwinglich waren. Mit der Veröffentlichung der Community Edition auf GitHub bricht Turbotic dieses Paradigma auf. Entwickler erhalten nun direkten Zugriff auf den Quellcode, die Integrationen und die technologische Basis der Plattform, um Automatisierungslösungen transparenter und skalierbarer zu machen.

Agentic AI: Wenn die KI den Code selbst repariert

Ein technisches Highlight der Plattform ist die sogenannte „Self-Healing Engine“. Im Gegensatz zu klassischen Robotic-Process-Automation-Ansätzen, die oft an spröden Workflows und geänderten APIs scheitern, nutzt Turbotic generative KI, um Automatisierungen in Echtzeit zu überwachen und bei Fehlern autonom neuen Code zu generieren.

Die Plattform basiert auf Node.js und TypeScript und verfolgt einen „API-first“-Ansatz. Nutzer können Workflows in natürlicher Sprache beschreiben (Natural Language Automation), woraufhin das System ausführbaren Code erstellt, diesen testet und eigenständig optimiert. Nach Unternehmensangaben erreichte die Code-Genauigkeit der hauseigenen Modelle bereits im Mai 2025 von über 95 Prozent.

Deep Search und LLM-Orchestrierting

Die Community Edition biete native Schnittstellen zu führenden KI-Services. Bemerkenswert wäre die tiefe Integration von Perplexity für forschungsbasierte Automatisierung sowie der Zugriff auf OpenAI- und Azure-Modelle. Damit könnten sich komplexe agentische Workflows realisieren lassen, die über einfaches Trigger-Aktion-Verhalten hinausgehen und kontextbasierte Entscheidungen treffen können.

„Wenn wir Automatisierung wirklich demokratisieren wollen, müssen wir unsere Technologie teilen. Community-getriebene Entwicklung beschleunigt Ideenzyklen und schafft Vertrauen in die Systeme, die unsere Arbeit transformieren“, sagt Theo Bergqvist, Gründer und CEO von Turbotic. Bergqvist, der zuvor bei Ericsson globale KI-Strategien leitete, verfolgt die Vision der „Self-Driving Company“, in der sich Geschäftsprozesse weitgehend autonom steuern und optimieren.

Die wichtigsten Features im Überblick:

  • Vibe Automation: Erstellung komplexer Workflows via Chat.
  • Self-Healing: KI-gestützte Fehlererkennung und autonome Code-Korrektur.
  • ROI-Tracking: Echtzeit-Dashboards für eingesparte Arbeitsstunden und Kosten.
  • Kollaboration: GitHub-Repository für Community-getriebene Plug-ins und Integrationen.

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