Agenten-Orchestrierung für hybride KI-Infrastrukturen UiPath verkoppelt Copilot – Microsofts KI wird steuerbar

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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UiPath erweitert seine Plattform um eine bidirektionale Integration mit Microsoft Copilot Studio. Die neue Orchestrierung über Maestro soll KI-Agenten aus verschiedenen Welten zusammenführen – und zeigt, wohin sich Automation als Ökosystem entwickeln könnte.

UiPath integriert Microsoft Copilot Studio in Maestro. Die neue Orchestrierung vernetzt KI-Agenten plattformübergreifend.(Bild:  KI-generiert)
UiPath integriert Microsoft Copilot Studio in Maestro. Die neue Orchestrierung vernetzt KI-Agenten plattformübergreifend.
(Bild: KI-generiert)

UiPath hat neue Funktionen vorgestellt, die Microsoft-Copilot-Studio-Agenten direkt in die eigene Orchestrierungsplattform Maestro einbinden. Diese Integration sei Teil einer wachsenden Strategie, KI-Agenten plattformübergreifend zu verknüpfen. Entwickler sollen nun sowohl Copilot- als auch UiPath-Agenten aus einem zentralen Interface steuern können – zusätzlich zu Drittanbieter-Agents.

Laut UiPath ermöglicht das Zusammenspiel eine übergreifende Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse. Die Integration basiere auf der kürzlich eingeführten bidirektionalen Plattformverknüpfung mit Microsoft. Automatisierungen lassen sich dadurch kontextbezogen skalieren, Copilot-Funktionalitäten werden direkt in UiPath Studio nutzbar – und umgekehrt.

Orchestrierung jenseits von Silos

Mit dem Fokus auf ein „offenes Ökosystem“ möchte sich UiPath von Plattformansätzen mit proprietärem Charakter abgrenzen. In der Praxis hieße das: Unternehmen müssen sich nicht auf eine einzelne Agententechnologie festlegen. Maestro übernehme die Koordination unterschiedlicher Agenten – etwa für die Verarbeitung von E-Mails, Dokumenten oder Benutzerinteraktionen – auch wenn sie ursprünglich in verschiedenen Toolchains entwickelt wurden.

„Man kann einen Prozess nicht isoliert automatisieren, sondern muss ihn über Technologiegrenzen hinweg integrieren, um echte Auswirkungen auf das Geschäft zu erzielen“, sagt Ramnath Natarajan von Johnson Controls. Dessen Unternehmen habe die Orchestrierung bereits eingesetzt und berichtet von 18.000 eingesparten Arbeitsstunden pro Jahr.

Realwelt-Test: Automatisierte Dokumentenprüfung

Ein Beispiel aus der Praxis: Johnson Controls hatte bestehende Automatisierungen aus UiPath und Power Automate um einen neuen UiPath-Agenten ergänzt, der auf vertrauensbasierte Dokumentenextraktion spezialisiert ist.

Das Ergebnis laut Unternehmen: eine Investitionsrendite von 500 Prozent. Der Case zeigt, wie sich agentenbasierte Automatisierung entlang bestehender Workflows erweitern ließe– ohne tiefgreifende Neuimplementierungen.

Agenten bauen mit LangChain und Python

Parallel zur Integration mit Copilot öffne UiPath seine Plattform auch für Open-Source-nahe Entwicklerumgebungen. Agenten, die mit LangGraph erstellt wurden, sollen sich jetzt nativ auf der UiPath-Plattform ausführen lassen. Damit würde die Notwendigkeit entfallen, Code umzuschreiben oder anzupassen zu müssen. Entwickler würden die Flexibilität von Python-Toolchains behalten, aber die Governance- und Sicherheitsfunktionen von UiPath nutzen.

Ein weiteres Modul: der UI Agent. Dieser soll autonome Entscheidungen bei der Navigation durch Unternehmensanwendungen treffen – auf Basis der Intention des Nutzers. Noch befinde sich die Funktion in der privaten Vorschau. Aber eines sei klar: Mensch, Roboter und Agent sollen sich künftig ohne harte Schnittstellen abstimmen lassen.

Microsoft als Partner, nicht nur Plattform

UiPath und Microsoft sprechen von einer „gemeinsamen Vision“ agentischer Automation. Die Zusammenarbeit umfasse neben Copilot auch Azure-Komponenten, etwa die Integration von AI Foundry oder Autopilot-Erweiterungen in Microsoft 365. Im Hintergrund stehe der Anspruch, Automatisierung in Office-Workflows tief zu verankern – von Teams über PowerApps bis in Backend-Systeme.

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