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Textilien 4.0 auf der LOPEC Smarte Mode wird alltagstauglicher

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das Thema „Smarte Kleidung“ wird auch auf der LOPEC vertreten sein, der Weltleitmesse für gedruckte Elektronik. Schon jetzt ist abzusehen, dass die smarten Textilien immer alltagstauglicher werden.

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Auf der kommenden LOPEC sind auch smarte Textilien ein Thema.
Auf der kommenden LOPEC sind auch smarte Textilien ein Thema.
(Bild: obs/LOPEC/Theodoros Chliapas)

Designer entwerfen schon jetzt Kleidung mit integrierten Sensoren, Smartphonefunktionen, Leucht- und sogar Antriebselementen. „Elektronische Komponenten für Kleidungsstücke müssen nicht nur hauchdünn und leicht, sondern auch dehn- und waschbar sein“, erklärt Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer des Industrieverbandes für organische und gedruckte Elektronik OE-A. „Materialforschern ist es jetzt gelungen, die allgemeine Belastbarkeit der Bauteile deutlich zu steigern. Dabei markiert besonders die Waschbarkeit der smarten Textilien einen technologischen Durchbruch“, ergänzt er.

Bauteile aus dem Drucker

Die nötigen Bauteile müssen klein, leicht, flexibel und robust sein. Eine kosteneffiziente Fertigung macht dabei den Weg für die Massenproduktion frei. Dafür sorgen elektronische Druckverfahren: Statt Farben werden dabei elektronische Funktionsmaterialien Schicht für Schicht aufgetragen. Auf diese Weise entstehen Elektroden, Schaltkreise oder Leuchtstoffe direkt auf dem Gewebe oder auf dünn aufgetragenen Folien. In Zukunft ist sogar Kleidung denkbar, die vollständig aus leitfähigem Material besteht. So entwarf etwa das Londoner Modehaus Cutecircuit ein Haute-Couture-Kleid aus Graphen, einem leitfähigen Kohlestoffmaterial. Eingewobene Sensoren verzeichnen das Atmungsmuster der Trägerin, ein Prozessor analysiert die Daten und ändert die Farbe der integrierten Leuchtdioden entsprechend. Die Technologie wird auch auf der kommenden LOPEC zu sehen sein, die von 13. bis 15. März in München stattfindet.

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