Microsoft Fabric als Data-Lakehouse-Lösung Plusnet baut zentralisierte Datenplattform auf

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Das Telekommunikationsunternehmen Plusnet hat mit der Implementierung von Microsoft Fabric einen zentralen Datenpool geschaffen, der eine stringente Datenkultur etablieren soll. Unterstützt wurde das Unternehmen vom Data-&-Analytics-Spezialisten Qunis. Durch einen metadatengetriebenen Ansatz verwalten Fachbereiche ihre eigenen Datenprodukte, während automatisierte Prozesse für Effizienzsteigerungen sorgen.

Plusnet baut Data Lakehouse mit Microsoft Fabric auf.(Bild:  Plusnet)
Plusnet baut Data Lakehouse mit Microsoft Fabric auf.
(Bild: Plusnet)

Angesichts wachsender Anforderungen an die Datenanalyse suchte das Telekommunikationsunternehmen Plusnet nach einer konsolidierten Lösung für das Datenmanagement. Die Wahl fiel auf Microsoft Fabric, eine cloudbasierte Analyseplattform, die unterschiedliche Funktionen wie Data Integration, Engineering, Reporting und Advanced Analytics in einer einheitlichen Umgebung vereint. Die Implementierung erfolgte in Zusammenarbeit mit Qunis, einem auf Data Analytics spezialisierten Dienstleister.

Microsoft Fabric setzt auf ein Lakehouse-Modell, das die Vorteile von Data Lakes und Data Warehouses kombiniert. Während klassische Data Warehouses mit strukturierten Daten arbeiten, ermöglicht das Lakehouse-Prinzip die Verarbeitung sowohl strukturierter als auch semi-strukturierter und unstrukturierter Daten. Damit wird ein Single Point of Truth (SPOT) geschaffen, der die Grundlage für datengetriebene Entscheidungen bildet.

Metadatengetriebene Architektur als Kernkonzept

Ein zentrales Merkmal der neuen Plattform sei der metadatengetriebene Entwicklungsansatz. Anstatt eine starre Architektur vorzugeben, setze Plusnet auf ein flexibles Modell, in dem Datenprodukte von den jeweiligen Fachbereichen eigenständig verwaltet werde. Die Abstimmung mit dem Business Intelligence Team erfolge über ein Data Dictionary, das in Microsoft Fabric integriert werde. Dieses Dictionary diene als Steuerungsinstanz und sorge dafür, dass neue Datenprodukte automatisiert in die bestehende Architektur eingebunden werden.

Laut Britta Mörike, Teamleiterin Business Intelligence bei Plusnet, resultiert aus diesem Ansatz eine deutliche Effizienzsteigerung: „Qunis hat das Analytics-Modell ganzheitlich auf unser Business hin zugeschnitten. Durch den metadatengetriebenen Ansatz werden dabei ausschließlich Daten ins Lakehouse übernommen, die auch wirklich im Business gebraucht werden.“

Die Fachbereiche profitieren somit von größerer Autonomie und können eigene Datenanforderungen ohne lange Abstimmungsprozesse umsetzen. Gleichzeitig bleibt die zentrale Governance durch das BI-Team gewährleistet.

Automatisierung reduziert manuelle Aufwände um 80 Prozent

Die Implementierung der Plattform bringt eine deutliche Reduzierung manueller Prozesse mit sich. Durch die Automatisierung vielfältiger Aufgaben konnten laut Plusnet bis zu 80 Prozent der bisherigen manuellen Aufwände eliminiert werden. Das betrifft insbesondere die Bereitstellung neuer Use Cases, die in der Vergangenheit mit hohem Entwicklungsaufwand verbunden waren.

Der skalierbare Ansatz erlaube es, neue datengetriebene Anwendungen schneller bereitzustellen und bestehende Workflows effizienter zu gestalten. Erste Erfahrungen mit dem System zeigen, dass Plusnet auf Basis standardisierter Verfahren anscheinend flexibel auf neue Anforderungen reagieren kann. Laut Unternehmensangaben erweist sich das Lakehouse-Modell als nachhaltige Datenarchitektur, die sowohl aktuelle als auch künftige Anwendungsfälle abdecken kann.

Mit der Implementierung von Microsoft Fabric hat Plusnet den Grundstein für eine zukunftsfähige Datenstrategie gelegt. Der Fokus auf Metadaten und Automatisierung sorge nicht nur für Effizienzgewinne, sondern auch für eine nachhaltige Skalierbarkeit der Datenprozesse.

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