Mehr Schatten als Licht bei Generativer KI Netskope warnt vor zunehmender Schatten-KI in Unternehmen

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Laut dem aktuellen Threat Labs Report ist die Nutzung von generativen KI-Plattformen in Unternehmen stark gestiegen. Doch mit dem Wachstum steigen auch die Schattenseiten: Mehr als die Hälfte der KI-App-Nutzung findet außerhalb des offiziellen IT-Rahmens statt.

Mehr als 50 Prozent der genAI-Nutzung in Unternehmen erfolgt ohne Freigabe der IT. Netskope warnt vor neuen Sicherheitsrisiken durch Schatten-KI und autonome Agenten.(Bild:  KI-generiert)
Mehr als 50 Prozent der genAI-Nutzung in Unternehmen erfolgt ohne Freigabe der IT. Netskope warnt vor neuen Sicherheitsrisiken durch Schatten-KI und autonome Agenten.
(Bild: KI-generiert)

Netskope verzeichnet einen rasanten Anstieg bei der Nutzung generativer KI-Plattformen (GenAI) in Unternehmen: In den drei Monaten bis Mai 2025 wuchs der Einsatz um 50 Prozent. Gleichzeitig steigt die Zahl nicht autorisierter KI-Anwendungen – sogenannter Schatten-KI – die erhebliche Risiken für die Unternehmenssicherheit darstellen können. Das geht aus dem Threat Labs Report hervor.

Insbesondere Plattformen wie Azure OpenAI (29 Prozent), Amazon Bedrock (22 Prozent) und Google Vertex AI (7,2 Prozent) gewinnen an Bedeutung. Der mit ihrer Nutzung verbundene Netzwerkverkehr legte im Vergleich zum Vorquartal um 73 Prozent zu. Schon 41 Prozent der Unternehmen setzen laut Netskope mindestens eine GenAI-Plattform ein.

Doch die wachsende Zahl autonomer KI-Agenten und selbst entwickelter KI-Anwendungen auf Basis dieser Plattformen stellt Sicherheitsteams vor neue Herausforderungen. „Das rasante Wachstum von Schatten-KI zwingt Unternehmen dazu, herauszufinden, wer neue KI-Apps und KI-Agenten mithilfe von GenAI-Plattformen entwickelt und wo diese entwickelt und eingesetzt werden“, erklärt Ray Canzanese, Director of Netskope Threat Labs. „Sicherheitsteams wollen die Innovationsbestrebungen der Endanwender nicht behindern, aber die Nutzung von KI wird nur zunehmen. Um diese Innovation zu schützen, müssen Unternehmen ihre KI-App-Kontrollen überarbeiten und ihre DLP-Richtlinien so weiterentwickeln, dass sie Elemente des Benutzer-Coachings in Echtzeit einbeziehen.“

Die Dynamik betrifft dabei nicht nur Cloud-basierte Lösungen. Auch On-premises-KI erlebt einen Aufschwung: 34 Prozent der Unternehmen nutzen lokale LLM-Schnittstellen wie Ollama, LM Studio oder Ramalama. Zudem greifen zwei Drittel der Unternehmen per API direkt auf Dienste wie OpenAI oder Anthropic zu.

Bei der Verbreitung von KI-Agenten liegt GitHub Copilot mit 39 Prozent vorn. Darüber hinaus setzen 5,5 Prozent der Nutzer lokal generierte Agenten ein. Die zunehmende Interaktion mit SaaS-Diensten erfolgt dabei vermehrt über API-Endpunkte anstelle klassischer Browser-Nutzung.

Während sich die Zahl verfügbarer GenAI-SaaS-Apps seit Februar von 317 auf über 1.550 fast verfünffacht hat, zeigt sich erstmals ein Rückgang bei ChatGPT – bislang die populärste Plattform. Im Gegenzug verzeichnen Gemini, Claude, Perplexity AI und Grok steigende Nutzungszahlen.

Um die KI-Nutzung unter Kontrolle zu bringen, empfiehlt Netskope eine Reihe von Maßnahmen: darunter das Erfassen genutzter Tools, das Festlegen erlaubter Anwendungen, granulare Zugriffssteuerung, kontinuierliches Monitoring sowie Echtzeit-Coaching für Nutzer.

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