KI-Agenten für Workflow-Automatisierung n8n bekommt eigene KI-Agenten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Das Open-Source-Werkzeug n8n hat einen neuen Agententyp vorgestellt. Statt jeden Schritt selbst zu bauen, beschreibt der Nutzer in normaler Sprache, was der Agent tun soll. Den Weg zum Ziel findet der Agent allein. Das Feature steckt noch in der Preview-Phase.

n8n führt eigenständige KI-Agenten ein. Die Einheiten lassen sich zentral konfigurieren und über Workflows, Chat oder MCP-Schnittstellen nutzen.(Bild:  n8n)
n8n führt eigenständige KI-Agenten ein. Die Einheiten lassen sich zentral konfigurieren und über Workflows, Chat oder MCP-Schnittstellen nutzen.
(Bild: n8n)

Bisher hieß Automatisieren in n8n: Man legt jeden Schritt auf der Arbeitsfläche fest und verbindet ihn mit dem nächsten. Für viele Aufgaben ist das laut n8n auch weiterhin der richtige Weg. Beim neuen Agenten dreht sich die Logik um. Der Nutzer gibt ein Ziel vor, weist ein Sprachmodell sowie passende Werkzeuge und Workflows zu, und der Agent überlegt selbst, in welcher Reihenfolge er vorgeht.

Dazu gehören vorhandene n8n-Workflows, Integrationen und MCP-Server. Ein Agent kann also nicht nur eine Antwort formulieren. Er kann auch einen vorbereiteten Prozess starten, Daten aus einem angebundenen Dienst abfragen oder Informationen an ein anderes System weitergeben.

Agenten greifen auf vorhandene Abläufe zu

n8n nutzt wohl Workflows, die Nutzer bereits gebaut haben, als Werkzeuge für Agenten. Ein solcher Workflow kann zum Beispiel Daten aus mehreren Anwendungen sammeln, einen Datensatz ändern oder ein Ticket anlegen. Der Agent entscheidet anhand der Anfrage, ob er dieses Werkzeug aufrufen soll.

Als Eingänge nennt n8n Slack, Telegram, Discord und Linear. Auch zeitgesteuerte Starts seien möglich. Wer einen Agenten nicht über einen Chat-Dienst ansprechen will, kann ihn aus einem anderen Workflow heraus aufrufen. Dafür führt n8n den Node „Message an Agent“ ein.

Das soll klassische Abläufe und offene Anfragen verbinden. Ein Mitarbeiter könnte etwa in Slack nach dem Stand eines Vorgangs fragen. Der Agent könne dann den dafür eingerichteten Workflow starten, Daten abrufen und das Ergebnis in den Chat zurückschreiben.

Für heikle Aktionen sollen sich zusätzlich manuelle Freigaben erzwingen lassen. Markiere der Nutzer ein Werkzeug als sensibel, halte der Agent an und warte auf ein „Genehmigen“ oder „Ablehnen“. Jedes Werkzeug laufe zudem mit den Zugangsdaten, die ihm zugewiesen wurden. Der Agent selbst habe damit nie die Schlüssel zur gesamten n8n-Instanz.

Fertig vorkonfiguriert statt selbst gebaut

Jeder Agent bringe Gedächtnis, Sitzungen, Kanäle, Versionen und Freigaben bereits mit. Ein Agent kann sich damit auf Informationen beziehen, die ihm zuvor bereitgestellt wurden. Er kann nach Angaben des Unternehmens auch spezialisierte Sub-Agenten aufrufen.

Für den Zugriff auf externe Systeme unterstützt n8n auch MCP-Server. MCP steht für Model Context Protocol. Das Protokoll soll KI-Anwendungen einen einheitlichen Weg geben, auf Datenquellen und Funktionen zuzugreifen. In n8n stehen MCP-Server neben den eigenen Integrationen und Workflows als auswählbare Werkzeuge bereit.

Welche Daten ein Agent sieht und welche Aktionen er auslösen darf, entscheidet sich damit nicht allein im Prompt. Maßgeblich sind auch die Berechtigungen der verbundenen Dienste und die Konfiguration der Workflows.

Cloud sofort in der Preview, Enterprise später

Die Funktion befindet sich aktuell in der Preview und steht Nutzern der n8n Cloud sowie in selbst gehosteten Installationen ab der Version 2.32.3 zur Verfügung. Eine Enterprise-Fassung soll folgen. Einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit ist noch nicht bekannt.

Zum Ausprobieren bedarf es keinen eigenen API-Schlüssel eines KI-Anbieters. Bestehende Workflows mit dem bisherigen KI-Knoten bleiben laut Hersteller unverändert lauffähig.

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