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Lünendonk-Marktstichprobe 2014

Markt- und Umsatzentwicklung von Business Intelligence in Deutschland

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Optimismus in der BI-Branche

Business-Intelligence-Anbieter blicken auf Grund der aktuellen Marktlage optimistisch in die Zukunft. Dies zeigt sich daran, dass Anbieter die Entwicklung ihres eigenen Umsatzes wesentlich stärker einschätzen als das Marktwachstum. So gehen die von Lünendonk befragten Software-Anbieter von einem durchschnittlichen Marktwachstum von 9,6 Prozent für 2014 aus, während sie im Durchschnitt mit einem eigenen Wachstum von 15,9 Prozent Inlandsumsatz rechnen.

Betrachtet man den Auslandsumsatz zum Vorjahr der im zweistelligen Bereich lag, erkennt man einen relativ geringen Anstieg von nur drei Prozent für 2013. Über die Gründe des vergleichsweise schwachen Auslandsumsatz hatten Nathalie Többen, zuständig für Public Relations bei Corporate Planning, Monika Düsterhoff, Mitglied der Geschäftsleitung bei IDL und Bodo Herlyn, Geschäftsführer bei Board, unterschiedliche Meinungen.

Bodo Herlyn äußerte sich dazu: „Ich habe den Eindruck, dass sich gerade im letzten Jahr einige deutsche Wettbewerber insgesamt im Ausland aus verschiedenen Gründen schwer getan haben und das die Statistik beeinflusst. Es ist zu hoffen, dass sich die deutschen Unternehmen international verankern können. Es ist sehr wichtig international aufgestellt zu sein.“

Monika Düsterhoff meinte dazu: „Es kommt immer darauf an, wo man den Umsatz anrechnet und wer den Umsatz macht. Ist es die Muttergesellschaft in Deutschland oder die Tochtergesellschaften im Ausland? Ein weiterer Punkt durch den die Schwankung zu Stande kommen kann, sind die Applikationen Cloud und Mobilität, die im Kommen sind. Dadurch wird natürlich auch mehr Einkauf und globales Wachstum in den angrenzenden Ländern entstehen.“ Bodo Herlyn dazu: „Oder es verhält sich anders herum, in den letzten Jahren sind viele internationale Unternehmen in den deutschen Markt eingetreten, wie „QlikView“ oder „Tableau“. Das bedeutet natürlich auch, dass klassische deutsche Unternehmen sich schwer tun.“ Auch die große Risikobereitschaft ausländischer Investoren in internationale Unternehmen sei ein weiterer Punkt. Deutsche Unternehmen seien zu konservativ und nicht genug risikobereit eingestellt.

„Dieser Einbruch wurde erwartet“, so Mario Zillmann, Leiter Professional Services und Studienautor beim Kaufbeurer Marktforschungsunternehmen Lünendonk. Jedoch hätte er den Auslandsumsatz etwas höher eingeschätzt.

BI-Software als angehender Investitionsschwerpunkt

Neben den IT-Trendthemen Cloud, Security und Mobile Enterprise sollen sich laut den ersten Ergebnissen der Lünendonk-Marktstichprobe 2014 „Business Intelligence als Kernkompetenz – Der Markt für Business‐Intelligence‐Standard‐Software in Deutschland“, in den kommenden zwei Jahren ein Investitionsschwerpunkt bei Business Intelligence und Business Analytics bilden.

„Es zeigt sich, dass Fachbereiche und CIOs derzeit massiv in Software-Lösungen investieren, die den Unternehmen dabei helfen, die Digitalisierung und die damit verbundene Komplexität in der Unternehmenssteuerung zu beherrschen“, kommentiert Zillmann die Marktentwicklung.

Inhalte des BI-Portfolio

Nähere Untersuchungen wurden auch bezüglich des BI-Portfolio gemacht. Der Hauptbestandteil des Portfolio ist das sogenannte Front-End, das aus den Anwenderwerkzeugen besteht. Diese machen 49,6 Prozent aus. Das Front-End besteht aus den vier Punkten Reporting-Tools (29,6 Prozent), Analyse (29,3 Prozent), Planung (24,4 Prozent) und Finanzkonsolidierung (16,7 Prozent).

26,1 Prozent macht das Back-End mit der Datenintegration aus. 20,4 Prozent sind Business-Analytics-Produkte, also Fachlösungen mit integrierter Analysemöglichkeit für Massendaten. Die restlichen 3,9 Prozent bestehen aus dem Customer Relationship Management.

Ganzheitliche BI-Lösung

Als Hauptziel und Umsatzgarant gelten laut Marktumfrage, Standardisierung und Business Performance Management. Über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Lösung sind sich Nathalie Többen und Monika Düsterhoff einig. Dazu Nathalie Többen: „Corporate Planning verfolgt schon seit einigen Jahren diesen ganzheitlich integrierten Ansatz. Es ist wichtig Unternehmen eine Lösung zu geben, damit diese die Möglichkeit besitzen ihr System weiter wachsen zu lassen und nicht auf weitere Lösungen zurückgreifen müssen.“

Weitere Betrachtungspunkte und Herausforderungen mit Business Intelligence, finden Sie auf der nächsten Seite.

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