Anbieterstudie von ISG

IoT-Markt konsolidiert sich schneller als erwartet

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Dr. Henning Dransfeld, Principal Advisor von ISG
Dr. Henning Dransfeld, Principal Advisor von ISG (Bild: ISG)

Die Information Services Group (ISG) hat ihren Anbietervergleich „ISG Provider Lens Germany 2019 – Internet of Things (I4.0) Platforms, Services & Solutions“ veröffentlicht. Die Erhebung zeigt eine schnellere Marktkonsolidierung, als bislang vorhergesagt.

ISG verzeichnet einige wenige IoT-Plattformen, um die sich vielfältige Ökosysteme aus Spezialanbietern entwickelt haben. Eines der am stärksten wachsenden Marktsegmente ist das Geschäft mit Edge Computing: Mit einem Jahreswachstum von durchschnittlich mehr als 30 Prozent erwarten die Marktforscher kurz- bis mittelfristig einen regelrechten Boom. „Die Anforderungen an Rechenzentren verändern sich im Zuge der Digitalisierung dramatisch. Vor allem reichen die Antwortzeiten zwischen den Endgeräten und der zentralen IT oft nicht mehr aus. Vielmehr benötigt IoT sehr kurze Latenzzeiten für die Datenverarbeitung. Dies beschleunigt den Bedarf an Edge Computing-Lösungen immer weiter“, erklärt Dr. Henning Dransfeld, Principal Advisor von ISG.

Datenhaltung vor Ort

Zahlreiche Produktanbieter haben deshalb ihr Portfolio um schlüsselfertige Micro-Rechenzentren erweitert oder stehen kurz vor deren Einführung. Als Herausforderung beim Edge Computing gilt, für eine sichere Umgebung ähnlich einem großen Datacenter zu sorgen. Laut Dransfeld lösen viele Anbieter dieses Problem, indem sie Partnerschaften mit anderen spezialisierten Unternehmen eingehen. „Angesichts der explosionsartigen Vermehrung datenverarbeitender Geräte und Sensoren ist eine Datenhaltung vor Ort in Form von Edge Computing ein Muss. Nur so lässt sich die zunehmend kritische Last auf zentralen Infrastrukturen und Datenströmen abfedern“, verdeutlicht der Experte.

Konsolidierung weit fortgeschritten

Im Markt der IoT-Plattformen ist die Konsolidierung schon jetzt sehr weit fortgeschritten. Laut ISG verfügen die führenden Anbieter über eine robuste Technologiebasis und machen es ihren Partnern leicht, neue Applikationen und Services einzubinden. Diese Partnerunternehmen konzentrieren sich vor allem auf Diversifizierung und Skalierbarkeit ihrer Angebote. ISG hat auch weitere Teilmärkte analysiert: So liegt der Schwerpunkt im Bereich industrieller IoT-Plattformen vor allem auf der Automatisierung von Prozessen. Sie werden gerne zur Optimierung von Lieferketten und dem Tracking von Produktionsgütern genutzt. In der Logistikbranche findet dagegen ein Wechsel von der Güternachverfolgung zur Fahrzeugautomation statt. Entsprechende IoT-Lösungen umfassen teilweise bereits das komplette Flottenmanagement für Schiffe, Lkw und Züge. Im Handel ermöglichen IoT-Systeme zum Beispiel „smarte Regale“ mit Verbindung zu den Lieferketten oder Beacons für die Kundennavigation in Ladengeschäften.

Weitere Informationen zur Studie sind auf der ISG-Website zu finden.

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