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Industrie 4.0

Industrie-4.0-Allianz mit gut besuchter Auftaktveranstaltung

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4.0-Pilotprojekte des Waschmaschinenherstellers

Was Miele selbst in Richtung Indsutrie 4.0 in die Wege leitet, erklärte anschließend Werksleiter Dr.-Ing. Stefan Breit, der die Frage aufwarf, ob Industrie 4.0 tatsächlich mehr sei als nur Automation im neuen Gewand – eine Antwort blieb er bewusst schuldig. Denn genau solche Fragen zu erörten, dazu wollen er und die Zukunftsallianz Mitglieder und Unternehmen ermuntern.

  • Anschauliche Beispiele zur Integration von Industrie 4.0-Aktivitäten etwa aus dem Bereich Shopfloor/Automation zeigen etwa die Logistikoptimierung durch ein fahrerloses Transportsystem im Werk Gütersloh und ein Staplerleitsystem, bei dem die Fahrer automatisch neue Transportaufträge auf webbasierte Touchterminals erhielten.
  • Im Bereich der Fertigung werden Leichtbauroboter direkt in die Montageabläufe integriert, ohne spezielle Schutzkonzepte. Sie erledigen monotone und belastende Arbeiten und schonen die Gesundheit der Mitarbeiter
  • In einem Pilotprojekt im Werk Bünde wird die Montage um eine Industrie 4.0-Montage erweitert, in der einzelne Arbeiter Dampfgarer komplett zusammensetzen und dabei von Sensoren, Hallen-GPS, Tablets und intelligenten Werkzeugen unterstützt werden.

Chancen der Digitalisierung

Dr. Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Aufsichtsrats bei DMG Mori und Geschäftsführender Gesellschafter des Institute for Manufacturing Excellence, gab Einblicke in die FLEAN Produktion – die flexible und schlanke Gestaltung von Prozessen und Systemen. Und er warnte eindringlich davor, die Wirtschaftsmacht China nicht zu unterschätzen. Denn nach wie vor sei das Land die Fabrik der Welt, mit einer weltweiten Produktionsleistung von 46,5 % im Jahr 2013 (1990 lag dieser Wert noch bei 26,5 %).

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Außerdem sei ein Paradigmenwechsel in der Produktion nötig, der nicht nur Faktoren wie Kosten, Qualität und Zeit berücksichtige, sondern auch Individualität (von LEAN zu FLEAN). Es brauche, eigentlich unvereinbar, flexible Standards, die jedes Unternehmen für sich selber finden und definieren müsse.

Die Chancen und die Unaufhaltbarkeit der Digitalisierung untermauerte Klinkner mit beeindruckenden Zahlen: Bis 2018 steige die weltweite monatliche Datenmenge auf 131.553 PB, steigend dabei vor allem der Gebrauch von Smartphones und Tablets. Die Veränderungen der traditionellen Geschäftsmodelle erläuterte Klinkner anhand von prominenten Beispielen anderer Branchen, etwa Spotify in der Musikindustrie, Amazon beim Handel oder Air BNB in der Tourismusbranche.

Die nächste Veranstaltung der Zukunftsallianz Maschinenbau, der 2. Innovationsdialog, findet im November 2015 in Wolfsburg statt.

Dieser Artikel stammt von unserem Schwesterportal MaschinenMarkt. Verantwortlicher Redakteur: Robert Horn

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