Kognitive Software

IBM spendiert IBM Watson Explorer und PowerAI Updates

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Mit IBM Watson lassen sich die unterschiedlichsten Wissensanwendungen realisieren, so etwa die Wettervorhersage.
Mit IBM Watson lassen sich die unterschiedlichsten Wissensanwendungen realisieren, so etwa die Wettervorhersage. (Bild: IBM)

Nach dem Launch der POWER9-CPU und des zugehörigen Serversystems erneuert IBM nun auch die kognitive Software. Der Watson Explorer, Customer Experience Analytics und PowerAI haben eine Leistungssteigerung und Erweiterung des Funktionsumfangs erfahren.

Watson ist IBMs Plattform für Künstliche Intelligenz. Neben den IBM-Watson-Kernservices gibt es jedoch zahlreiche weitere Angebote in IBMs Produktpalette mit kognitiven Fähigkeiten. Watson Explorer beispielsweise unterstützt Anwender beim Auffinden, Verstehen und der Auswertung großer Informationsmengen aller Art. In der kürzlich angekündigten Version 12.0 bietet der neu integrierte Cognitive Miner geführte Navigation und Machine Learning als Hilfe an, um den Nutzer auf schnellstem Weg zu relevanten Informationen zu geleiten.

Der Nutzwert der Watson-Explorer-Plattform hängt erheblich von den spezifischen Anwendungen ab, die sich damit erstellen lassen. Der appBuilder stellt nun eine einheitliche Sicht auf alle unternehmensweiten Daten bereit und verfügt über eine Architektur, die für den Einsatz in einer Private (Managed) Cloud vorbereitet ist. Damit sollen sich individuelle Views schnell entwickeln lassen, die über natürliche Sprache gesteuert und in der Private Cloud – natürlich auch in der von IBM – genutzt werden.

Deep Analytics Edition

Mit Ankündigung der neuen Version 12 wird Watson Explorer nun in einer einzigen Edition angeboten: der Deep Analytics Edition. Sie enthält Analyse-Komponenten, die bislang der Advanced-Edition vorbehalten waren. Die Advanced-Edition ist komplett enthalten. Die Deep Analytics Edition soll von der erhöhten Leistung der Power9-CPU und des entsprechenden Systems AC922 profitieren.

Die SaaS-Lösung Customer Experience Analytics (CXA) aus dem Watson-Marketing-Portfolio kommt den Wünschen der Kunden entgegen, die die CXA-Fähigkeit, Millionen von Ereignissen in kürzester Zeit zu analysieren, nur allmählich aufstocken wollen. Bislang musste der Kunde die Kapazität von fünf Millionen Events jeweils um weitere fünf Millionen erweitern. In der Standard- und Premium-Edition hat er nun die Möglichkeit, nur um eine Million Events aufzustocken. Die entsprechende Lösung wird kosteneffizienter.

Die CXA-Lösung wurde durch weitere Analysefunktionen abgerundet, nämlich um AdTarget, Content Recommendations und Digital Data Exchange. Über die Schnittstelle UBX (Universal Behaviour Exchange), als integraler Bestandteil aller IBM-Marketing-Lösungen, können Daten aus der Webanalyse direkt in der Kundenansprache genutzt werden, um mit diesen Informationen den Kunden noch besser zugeschnittene Angebote anzubieten. Marketing-Experten können eine verbesserte Gestaltung von Customer Journeys auf einer Webseite erreichen.

Die kostenlose Deep-Learning-Plattform PowerAI läuft in der Version 1.5 auf dem POWER8-System S822LC mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 7.4. IBM hat nun den gebührenpflichtigen Support dafür qualitativ erhöht. PowerAI 1.5 unterstützt die Deep-Learning-Frameworks Google TensorFlow, IBM Caffe und BVLC Caffe.

TensorFlow und Caffe

Da die Deep-Learning-Frameworks hinsichtlich Memory, Storage usw. sehr anspruchsvoll sind, hat IBM dafür nicht nur Multisystem-Cluster mit großen Memory-Kapazitäten bereitgestellt, sondern auch die entsprechenden Server gebaut und den nötigen Support bereitgestellt. Zwei POWER9-CPUs werden bereits im POWER9-System AC922 mit vier oder sechs GPUs zusammengeschaltet, um die beiden nächsten Supercomputer der USA zu bilden, nämlich „Summit“ und „Sierra“. Sie liefern 200 bzw. 120 Petaflop/s, um Aufgaben des US-Energieministeriums (Department of Energy, DOE) zu erfüllen. Bei Google baut man mithilfe von Rackspace einen POWER9-Server, der auf den schönen Namen „Zaius“ hört.

Nach Angaben von Ken King, dem für die POWER-Systeme zuständigen IBM-Manager, und Sumit Gupta, Vice President für KI und HPC in der Cognitive-Abteilung, sollen die Power-Systeme die Spielregeln im Bereich der KI- und Cognitive-Workloads ändern. Die POWER9-CPU lässt sich, wie bei den DOE-Supercomputern, mit GPUs, FPGAs und ASICs zusammenschalten, um die für jeden Zwecke optimale Leistung zu liefern. Davon dürften auch Nutzer von PowerAI und Watson Analytics profitieren, nicht zuletzt, weil sie im Ökosystem von OpenPOWER Foundation über 300 Partner (wie Red Hat) finden, die die POWER-Plattform mit entsprechender Hardware und Software unterstützen.

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