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SAP startet Big-Data-Initiativen HANA hilft beim Aufbau von Gendatenbanken

| Redakteur: Nico Litzel

Auf der Erde leben geschätzt 100 Millionen Arten. Das Projekt „International Barcode of Life“ (iBOL) verfolgt das ehrgeizige Ziel, eine umfassende Gendatenbank aller Arten mithilfe von SAP HANA aufzubauen. Die Datenbanktechnik von SAP hilft darüber hinaus im Rahmen eines weiteren Projektes, Lebensmittel sicherer zu machen und Betrug am Verbraucher aufzudecken.

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Die Datenbanktechnik HANA von SAP unterstützt das Projekt „International Barcode of Life“ dabei, eine umfassende Gendatenbank aufzubauen.
Die Datenbanktechnik HANA von SAP unterstützt das Projekt „International Barcode of Life“ dabei, eine umfassende Gendatenbank aufzubauen.
(Bild: © SAP AG / Reto Klar)

SAP hat in London auf der Veranstaltung „SAP Big Data for Industries Influencer Event“ mehrere Big-Data-Initiativen gestartet. So unterstützt das Walldorfer Unternehmen das Projekt „International Barcode of Life“ (iBOL), in dessen Rahmen bereits über 400.000 Genproben von verschiedenen Arten gesammelt wurden.

SAP und das iBOL-Projekt haben zusammen die iPhone App „LifeScanner“ entwickelt. Mit dieser App und in Kombination mit einem Kit zur Erfassung von Genmaterial können iPhone-Nutzer eine Gewebeprobe oder einen kompletten Organismus erfassen und zur Analyse einsenden. Die Anwendung nutzt dabei nach Angaben des Unternehmens die Lösungen von SAP SQL Anywhere, um zum einen Datensicherheit zu gewährleisten und zum anderen auch an Orten ohne Netzwerkverbindung einsetzbar zu sein.

Daten Forschern und Studierenden zur Analyse bereitstellen

Das Hochschulprogramm SAP University Alliances (UA) Programm plant, die Analyse der über LifeScanner erfassten Daten zu unterstützen. Die veröffentlichten DNA-Barcodedaten sollen Forschern und Studierenden zur Analyse bereitgestellt werden und über SAP HANA, die Software SAP Lumira und andere Analysewerkzeuge von Drittanbietern abrufbar sein. Dem globalen Netzwerk von SAP University Alliances gehören über 1.500 Hochschulen in mehr als 80 Ländern an.

„In der Tat eröffnet uns Big Data die Möglichkeit, das Leben auf unserem Planeten besser zu verstehen, ganz gleich, ob es um die Gattung Mensch, eine Tierart oder irgendeine andere Spezies geht“, so Irfan Khan, Senior Vice President und General Manager, Database & Technology, bei SAP. „Die heute verfügbare Datenmenge und die Anzahl der Datenquellen wachsen immer schneller. Wenn wir die daraus gewonnenen Informationen intelligent nutzen, können wir dabei helfen, zu verhindern, dass Arten aussterben, neue Entdeckungen in den Biowissenschaften fördern und das Leben auf unserem Planeten verbessern. Mit der Plattform SAP HANA sind Unternehmen besser in der Lage, diese enormen Datenmengen zu verarbeiten, um dadurch in Echtzeit neue Erkenntnisse zu gewinnen, Informationen zu analysieren und entsprechende Entscheidungen zu treffen.“

Nahrungsmittel sollen sicherer werden

Nach Untersuchungen des Biodiversity Institute of Ontario sind vor allem Kräuter, Gewürze sowie Fisch und Meeresfrüchte häufig verunreinigt und falsch gekennzeichnet. In einer demnächst verfügbaren Studie des kanadischen Instituts wurde die Produktechtheit gängiger Kräuter und Gewürze wie Thymian, Zimt, Nelken und Chilipulver untersucht. Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts zeigen, dass ein Drittel der getesteten Produkte verfälscht wurde. Viele Proben seien verunreinigt gewesen oder hätten Ersatzprodukte und Füllstoffe enthalten, die nicht auf dem Etikett ausgezeichnet waren.

Die Rückverfolgbarkeit und Authentifizierung von Lebensmitteln ist schwierig und zeitaufwendig. Häufig ermöglichen Lösungen für die Logistikkette in der Lebensmittelbranche zwar, Prozesse strenger zu kontrollieren und Verpackungen zu verfolgen, jedoch nicht deren Inhalt zu erfassen. Nach ihrer Verarbeitung lassen sich viele Inhalte von Nahrungsmitteln nur noch schwer ermitteln. Um dieses Problem zu lösen und um etwaigen Betrug in der Lebensmittelkette aufzudecken, arbeiten SAP und das Startup Tru-ID gemeinsam an Lösungen, die mithilfe von SAP HANA mehr Transparenz in der Logistikkette ermöglichen.

Mit DNA-Analysen gegen Produktfälscher

Indem DNA-basierte Verifizierungstests und die Zertifizierung der Produktechtheit in die Lieferkettenlösungen von SAP integriert werden, können Unternehmen ermitteln, ob es zu Produktverfälschungen durch ihre Lieferanten kommt. Mithilfe der SAP HANA Cloud Platform können Organisationen von ihren Lieferanten verlangen, unabhängig geprüfte Tests vorzulegen, um einen besseren Einblick in die Lebensmittelechtheit in ihrer Logistikkette zu erhalten.

Kunden sollen diese Testergebnisse künftig auch in die SAP-Lösungen rund um die Logistikkette einbinden können. So können sie die Nahrungsmittelqualität bestimmter Lieferanten feststellen, Produktrückrufe bei Lebensmittelverunreinigungen oder -betrug veranlassen und das Risikopotenzial pro Lieferant und Produkt ermitteln.

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