Google Bard steht als generative KI in Deutschland zur Verfügung und bietet ähnliche Funktionen wie ChatGPT. Erweiterungen sind ebenfalls dabei, sodass sich die KI auch mit Google Drive, Mail, Docs und in anderen Google-Anwendungen nutzen lässt.
Google kann standardmäßig auf das Internet zugreifen und die Google-Suche nutzen.
(Bild: T. Joos)
Google Bard steht offiziell in Deutschland auch mit deutschen Menüs und in deutscher Sprache kostenlos zur Verfügung. Der Mitbewerber von OpenAIs ChatGPT nutzt das Modell PaLM 2 als LLM. Die KI bietet jetzt auch Integration in Programmiersprachen. Die neuen Erweiterungen von Google Bard entsprechen allerdings nicht den Plug-ins von Drittanbietern, die sich in ChatGPT einbinden lassen. Aktuell öffnet Google seinen KI-Bot vor allem für die eigenen Anwendungen.
Über Erweiterungen lässt sich die KI mit anderen Apps von Google verbinden, zum Beispiel mit Google Drive, Mail und Docs. Auch intelligente Routen mit Google Maps lassen sich dadurch erstellen. In Google Workspace kann Google Bard zum Beispiel mit dem Prompt „Fasse die letzten E-Mails mit dem Kunden Müller AG für mich zusammen“ die wichtigsten Informationen aus einer E-Mail-Konversation in einem Text zusammenfassen.
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Auf dem gleichen Weg kann Google Bard auch auf Dokumente in Google Drive zugreifen und diese zusammenfassen. Google gibt an dieser Stelle auch an, dass die auf diese Weise zugegriffenen Daten nicht als Trainingsdaten für die KI zum Einsatz kommen. Normalerweise nutzen die generativen KI-Bots die eingegebenen und verwendeten Daten für das eigene Training oder zur Prüfung. Wer aber Google nicht traut, kann diese Einstellungen in den Datenschutzeinstellungen auch deaktivieren. Am besten lassen sich die Einstellungen über die URL https://myactivity.google.com/product/bard erreichen. Es ist aber zu erwarten, dass in Zukunft beim Google-Konto und auch an anderen Einstellungen entsprechende Optionen zu finden sein werden.
Beim Erstellen von Texten greift Google Bard auf seine Trainingsdaten zu. Dabei kann es generell durchaus passieren, dass die erstellten Texte urheberrechtlich geschützt sind, weil die generative KI diese nicht so erstellt, dass sie nicht den Quell-Texten entspricht. Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass der Text aus der Quelle kopiert erscheint. In diesem Fall will Google für den Anwender einspringen und eventuelle Strafen übernehmen.
Google Bard kommt auf Smartphones und Smartwatches von Google
Dazu kommt die Integration von Google Bard in Google Assistant. Der Mitbewerber von Amazon Alexa soll mit neuen KI-Funktionen deutlich besser werden. Ein Beispiel dafür ist das Zusammenfassen der aktuellen E-Mails auf dem Smartphone oder mit anderen Geräten. Die Kommunikation kann über Spracheingabe erfolgen, was die Verwendung von Google Bard natürlich deutlich vereinfacht. Dazu kommt die Möglichkeit jetzt in Google Assistant über Google Bard auch Folgefragen zu stellen. Amazon Alexa kann das bereits rudimentär, mit Google Bard soll das im Google Assistant wesentlich besser werden. Integriert werden diese Funktionen auch in die Pixel-8-Serie und der Pixel-Watch 2. Diese Funktionen sind derzeit noch in einem frühen Zustand.
Google Bard kann Anleitungen, Tutorials und Informationen zusammenstellen
Wie bei ChatGPT kann Google Bard auch für das Erstellen von Reden oder dem Zusammenfassen anderer Texte zum Einsatz kommen. Interessant ist die Möglichkeit, auch Bilder von Produkten mit Google Lens in deutscher Sprache in das Chatfenster zu laden und nach Informationen zu Produkten zu suchen. Das ist eine neue Funktion des LLMPaLM 2.
Laden Anwender zum Beispiel das Bild eines Werkzeugs in das Fenster und geben im Prompt „Das ist ein neues Werkzeug, das ich gekauft habe, zeige mir, wie ich es bedienen kann“ ein, zeigt Google Bard passende Videos auf YouTube und Anleitungen dazu an.
Bei der Suche nach Flügen und Hotels hilft Google Bard auch, zum Beispiel mit „Zeige mir Flüge in die USA und Hotels, die in der Nähe des Grand Canyons sind“.
Google Bard erhält Zugriff auf das Internet
Zwar kann ChatGPT mittlerweile über die Bing-Suche und Plug-ins wieder im Internet suchen, in Google Bard ist diese Technik bereits nativ dabei, es muss keine Umstellung erfolgen, wie bei ChatGPT zu GPT-4. Google Bard kann auf Wunsch auf die Google-Suche zugreifen. Parallel zur direkten Einbindung von Suchergebnissen aus dem Internet, können Anwender durch Anklicken des Google-Logos unter der Antwort von Google Bard ebenfalls Recherchen mit der Google-Suche durchführen.
Google Bard kann Antworten verifizieren und einfacher ändern
Google Bard kann seine Antworten verifizieren und dabei auf das Internet zugreifen. Über die Schaltfläche „Diese Antwort anpassen“ unten bei der Antwort, können Anwender die Antworten nicht nur neu erstellen lassen, sondern Google Bard direkt anweisen, welche Änderungen durchgeführt werden sollen. Beispiele dafür sind kürzer, länger, einfacher, informeller und professioneller.
Stand: 08.12.2025
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Google Bard zur Datenanalyse verwenden
Mit Google Bard ist es auch möglich, Daten zu analysieren. Dazu können Anwender zum Beispiel den Link zu bestimmten Tabellen mitgeben und Google Bard veranlassen die Daten zu analysieren. Anschließend liest Google Bard die Daten ein und zeigt das Ergebnis im Fenster an. Das funktioniert auch mit anderen Daten, solange diese über das Prompt-Fenster und das Internet zugreifbar sind. Neben Tabellen auf Basis von Google Sheets, funktioniert das auch für Dokumente.