Kontext für KI-Agenten GitLab Orbit zeigt KI-Agenten, was hinter dem Code steckt

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Coding-Agenten sehen meist nur den Code. GitLab will ihnen mit Orbit auch den Rest zeigen: wer eine Zeile geändert hat, welche Pipeline sie baut und wer dafür zuständig ist. Premium- und Ultimate-Kunden können das Werkzeug ab sofort nutzen, bezahlt wird pro Abfrage.

Den Quellcode bildet Orbit ebenso ab wie Pipelines, Reviews und Sicherheitsbefunde. Code ist im Graphen nur ein kleiner Teil der Daten.(Bild:  GitLab)
Den Quellcode bildet Orbit ebenso ab wie Pipelines, Reviews und Sicherheitsbefunde. Code ist im Graphen nur ein kleiner Teil der Daten.
(Bild: GitLab)

Ein Entwickler ändert eine Zeile in einer zentralen Bibliothek, ein KI-Agent prüft den Merge Request und gibt grünes Licht. Was der Agent nicht sieht: Drei weitere Dienste hängen an dieser Bibliothek, eine Pipeline baut sie in ein Produktions-Image, und zuständig sind andere Teams. Diese Lücke soll GitLab Orbit schließen. Orbit legt über eine GitLab-Umgebung einen Graphen, in dem Code, Merge Requests, Pipelines, Tickets und Schwachstellen miteinander verknüpft sind. Ein Agent kann dort direkt fragen, welche Dienste eine Änderung betrifft und wem sie gehören.

Bislang muss sich ein Agent solche Zusammenhänge laut GitLab mühsam zusammensuchen. Er liest Datei um Datei, ruft Schnittstellen ab und fängt im Zweifel von vorn an. Jede dieser Runden kostet Zeit und Tokens. Mit Orbit soll oft eine einzige Abfrage reichen.

So docken Agenten an

GitLabs eigene Agenten auf der Duo Agent Platform greifen ohne Einrichtung auf Orbit zu. Claude Code, Codex, Cursor oder Gemini CLI werden über das Model Context Protocol (MCP) oder die GitLab-Kommandozeile angebunden, eigene Tools über REST. Wer selbst suchen will, nutzt den Data Explorer. Was jemand zu sehen bekommt, richtet sich nach den bestehenden Rechten in GitLab.

Der Graph werde bei jedem Push, Merge und Deployment aktualisiert. Die Indexierung laufe als separater Dienst, damit GitLab selbst nicht langsamer werde. Für GitLab.com seien mehr als 1,5 Millionen Projekte und acht Terabyte Graphdaten, die in unter zwei Stunden indexiert würden. Später sollen auch Daten aus anderen Systemen einfließen können.

Bezahlt wird pro Abfrage

Statt Lizenzen pro Platz verkauft GitLab Abfragepakete. Sie landen in einem gemeinsamen Topf, aus dem sich Mitarbeiter und Agenten der ganzen Organisation bedienen. Ein Paket kostet 30 US-Dollar in GitLab Credits pro Nutzer und Monat und bringt 1.000 Abfragen. Was darüber hinausgeht, rechnet GitLab mit rund drei Cent pro Abfrage ab. Frühe Kunden bekommen in diesem Quartal Sonderkonditionen.

Zum Start gibt es Orbit nur auf GitLab.com für die Tarife Premium und Ultimate. Self-Managed-Installationen und GitLab Dedicated sollen in den nächsten Wochen folgen.

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