Die Risiken generativer KI – Verletzungen des Urheberrechts oder der Cybersicherheit – sind offenkundig. Dennoch glauben die meisten Führungskräfte, dass die Vorteile größer sind als die damit verbundenen Probleme. Dies besagt eine Studie des Capgemini Research Institute.
Daniela Rittmeier von Capgemini: „Es überrascht nicht, dass generative KI aktuell ganz oben auf der Agenda jedes Vorstands steht.“
(Bild: Capgemini)
Für die Studie „Harnessing the value of generative AI: Top use cases across industries” hat das Capgemini Research Institute Konzerne zu ihren Erwartungen an generative KI und den aktuell wichtigsten Einsatzgebiete befragt. Nahezu alle Führungskräfte (96 % international, 99 % in Deutschland) stellen fest, dass generative KI eine Schlüsseltechnologie für den Vorstand ist, und die Mehrheit bestätigt, dass ihre Entscheidungsträger starke Befürworter sind.
Während 21 Prozent der Führungskräfte international sowie 28 Prozent der deutschen eine signifikante Disruption ihrer Branche durch diese Technologie erwarten, haben branchenübergreifend bereits vier von zehn der Unternehmen Teams und Budgets für ihren Einsatz aufgestellt. Rund die Hälfte erwägt, dies im Laufe des Jahres zu tun. Die Unternehmen sind der Auffassung, dass die bedeutendsten KI-basierten Plattformen und Tools für ihre Branche Chatbots zur Automatisierung im Kundenservice und zur Verbesserung des Wissensmanagements (83 % international, 82 % in Deutschland) sowie zum Generieren, Erfassen oder Zusammenführen von Daten (75 % international, 71 % in Deutschland) darstellen.
Zahlreiche Vorteile innerhalb von drei Jahren erwartet
Die meisten Führungskräfte (78 % international, 79 % in Deutschland) glauben, dass durch generative KI die Entwicklung von Produkten und Services effizienter sowie benutzerfreundlicher und inklusiver (76 % international, 75 % in Deutschland) wird. Sie erwarten darüber hinaus, dass sich durch die KI-Technologie das Kundenerlebnis interaktiver und ansprechender gestaltet (71 % international und in Deutschland) sowie der Kundenservice sich durch automatisierten, personalisierten Support verbessern wird (67 % international, 61 % in Deutschland).
Bei erfolgreicher Integration von generativer KI in die IT-Infrastrukturen rechnen die Manager für die kommenden drei Jahre mit einer Reihe von Vorteilen: International sowie national in Deutschland gehen sie davon aus, dass die Integration der Technologie zu einem Umsatzplus von acht Prozent und einer Kostensenkung von sieben Prozent führen wird. Darüber hinaus schätzen die Befragten, dass sie auf diesem Weg die Interaktion mit Kunden und deren Zufriedenheit sowie die operative Exzellenz um neun Prozent verbessern können.
„Generative KI ist eine transformative Kraft und wird die Mensch-Maschine-Interaktion grundlegend verändern. Daher überrascht es nicht, dass die Technologie aktuell ganz oben auf der Agenda jedes Vorstands steht“, kommentiert Daniela Rittmeier, Leiterin des Data & AI Center of Excellence bei Capgemini in Deutschland. „Generative KI bietet zahlreiche Chancen. Um die Technologie verantwortungsvoll einzusetzen und die Benachteiligung von Minderheiten auszuschließen, ist bei der Entwicklung auf Energieeffizienz zu achten und stets der Mensch in den Mittelpunkt zu stellen. So können Unternehmen die Akzeptanz sowie ein vertrauensvolles Arbeitsumfeld fördern und generative KI nachhaltig wertschöpfend einsetzen.“
Die Hightechbranche ist Vorreiterin bei der Integration generativer KI
Am stärksten überzeugt davon, dass generative KI sich insgesamt positiv auswirken wird, sind die Führungskräfte der Hightechbranche (84 %): Fast 70 Prozent berichten von Pilotprojekten mit generativer KI in ihrem Unternehmen; 18 Prozent geben an, dass sie generative KI bereits an einigen Standorten oder in mehreren Geschäftsbereichen eingeführt haben. Die häufigsten Anwendungsfälle sind 3-D-Modellierung für detailgenaue Konturen und vorausschauende Wartung.
Die Mehrheit (67 %) der Führungskräfte aller Branchen sieht das größte Potenzial für generative KI in der Unternehmens-IT. Dies gilt insbesondere für den Hightechsektor, in dem der größte Anteil der Führungskräfte (86 %) angibt, dass ihr Unternehmen generative KI in der IT einsetzt oder einzusetzen plant. Weitere Bereiche, in denen Führungskräfte einen Mehrwert durch generative KI sehen, sind der Vertrieb (54 %) sowie Marketing und Kommunikation (48 %).
Generative KI bringt neue Jobprofile und Verantwortungsbereiche hervor und erfordert Weiterbildung
Nach Einschätzung von 69 Prozent der Unternehmen wird generative KI erste Konzepte und Entwürfe für Anwendungen liefern, wodurch die Mitarbeitenden weniger Zeit auf die Ideenfindung und Entwicklung verwenden und sich stärker dem Testing, der Validierung, Absicherung und Optimierung widmen werden. Diese Meinung teilen auch die Anwender: 70 Prozent von ihnen glauben, dass sie mit generativer KI ihre Arbeit effizienter gestalten, sich von fehleranfälligen Routineaufgaben befreien und den strategischen Aspekten ihrer Arbeit mehr Aufmerksamkeit widmen können, welche nicht von der Maschine übernommen werden können.
Stand: 08.12.2025
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Wie die Studie zeigt, glauben 69 Prozent der Führungskräfte, dass generative KI zum Entstehen neuer Jobprofile und Verantwortungsbereiche wie KI-Auditoren und KI-Ethikern führen wird. Hinsichtlich der Integration der Technologie in die Arbeitswelt und der Etablierung solcher neuen, auf generative KI ausgerichteten Tätigkeitsprofile sind 68 Prozent der Führungskräfte der Meinung, dass erhebliche Investitionen in die Höherqualifizierung und die bereichsübergreifende Kompetenzentwicklung von Talenten benötigt werden.
Die meisten Unternehmen sehen die Notwendigkeit von nachhaltiger generativer KI
Vier von fünf Prozent der Unternehmen international sowie in Deutschland haben erkannt, wie wichtig es ist, generative KI und Foundation Models nachhaltig zu implementieren und zu skalieren. Ebenso vielen ist bewusst, dass Foundation Models einen größeren ökologischen Fußabdruck als klassische IT-Entwicklung haben können. Dennoch hat von den Unternehmen, die eigene Modelle trainieren wollen (8 %), bislang nur etwa die Hälfte vor, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit konkreter Nachhaltigkeitskonzepte.