Datenethik-Umfrage von Alteryx Ethischer Umgang mit Daten gilt oft als irrelevant

Von Martin Hensel

Eine repräsentative Umfrage von Alteryx zeigt, dass fast die Hälfte der Mitarbeiter in Deutschland Trainings zum ethischen Umgang mit Daten für irrelevant hält. Dies deute auf eine fehlende Datenkultur hin und könne die KI-Strategien der Unternehmen gefährden.

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Roger Illing, Vice President Central & Eastern Europe von Alteryx
Roger Illing, Vice President Central & Eastern Europe von Alteryx
(Bild: Alteryx)

48 Prozent der täglich mit Daten arbeitenden Arbeitnehmer gaben bei der Alteryx-Umfrage an, dass Wissen zum Thema Datenethik für ihre Rolle nicht relevant ist. 82 Prozent wollen ihre Daten-Skills verbessern. Dabei werden Fähigkeiten rund um das richtige Teilen von Daten, Visualisierungen oder Datenbereinigung priorisiert.

Alteryx findet, dass ein ethischer Ansatz beim Sammeln oder Verwenden von Daten oder ein Bewusstsein für möglicherweise diskriminierende Verzerrungen („Bias“) zum Grundwissen gehören sollte. Dass viele Befragte dieses Wissen für irrelevant halten, könnte auch an fehlender Datenkultur in deutschen Unternehmen liegen: Nur 13 Prozent gaben an, dass es eine solche in ihrem Unternehmen gäbe und sie diese auch beschreiben könnten. 28 Prozent der Befragten gaben an, dass in ihrem Unternehmen keine Datenkultur im Sinne eines unternehmensweiten und mit allen geteilten Wissens rund um den Wert von Daten besteht. Weitere 40 Prozent vermuten eine derartige Kultur, können sie aber nicht beschreiben.

Weitere Ergebnisse

Nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Unternehmen trainiert alle Mitarbeiter im Umgang mit Daten, obwohl sich 59 Prozent der Umfrageteilnehmer Datentrainings für alle wünschen würde. Meist stehen Experten wie Data Scientists (45 Prozent) und Business-Analysten (24 Prozent) gezielt im Fokus von Weiterbildungsmaßnahmen.

Die Umfrage zeigt auch, dass sie besonders viel Zeit mit der grundlegenden Datenaufbereitung verbringen: Bei 21 Prozent der Experten sind es mehr als zehn Stunden und bei weiteren 29 Prozent zwischen sechs und zehn Stunden pro Woche. Diese Aufgabe könnte auch von Kollegen mit weniger fortgeschrittenem Wissensstand erledigt werden und damit die Spezialisten entlasten. 84 Prozent der Datenexperten fordern daher Daten- und Analytics-Trainings für alle Mitarbeiter.

„Fehlt eine konsistente Ausbildung rund um Daten und mangelt es demnach an standardisiertem Wissen, so kann dies – insbesondere im Bereich KI – Technologieprojekte in Deutschland gefährden“, meint Roger Illing, Vice President Central & Eastern Europe von Alteryx. „Angesichts der Tatsache, dass sich so viele Mitarbeitende weiterbilden wollen, sollte die Unternehmensleitung die Herausforderungen annehmen und allen Mitarbeitenden eine grundlegende Datenkompetenz an die Hand geben“, ergänzt er.

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