KI-gestützte Softwareentwicklung Cognition baut Windsurf zu Devin Desktop um

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Cognition hat Devin Desktop vorgestellt. Die Plattform löst den Code-Editor Windsurf ab und kombiniert eine vollständige Entwicklungsumgebung mit einer zentralen Verwaltungsoberfläche für mehrere KI-Agenten. Grundlage ist ein offenes Protokoll, das auch Agenten von Drittanbietern einbinden soll.

Aus Windsurf wird Devin Desktop: Cognition vereint Code-Editor und Agent-Management in einer Oberfläche. Grundlage ist das offene Agent Client Protocol, das auch Agenten externer Anbieter einbinden soll. (Bild:  Cognition)
Aus Windsurf wird Devin Desktop: Cognition vereint Code-Editor und Agent-Management in einer Oberfläche. Grundlage ist das offene Agent Client Protocol, das auch Agenten externer Anbieter einbinden soll.
(Bild: Cognition)

Windsurf und Devin waren bislang zwei getrennte Produkte im Portfolio von Cognition. Mit Devin Desktop führt das Unternehmen beide zusammen und stellt das Agent Command Center in den Mittelpunkt: eine Kanban-ähnliche Übersicht, über die Entwicklerteams sämtliche laufenden Agenten von einer einzigen Oberfläche aus verwalten können, lokal wie cloudbasiert. Ergänzend dazu führt Cognition „Spaces“ ein. Damit lassen sich Agenten nach Projekten gruppieren und Kontextinformationen wie Pull Requests, Dateien und Aufgaben sitzungsübergreifend teilen.

Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Konsolidierung: Cognition übernahm im vergangenen Jahr Windsurf und integriert die Plattform seitdem schrittweise in das Produktportfolio.

Offenes Protokoll als Grundlage

Devin Desktop setzt auf das Agent Client Protocol (ACP), ein quelloffenes Protokoll, das es kompatiblen Agenten ermöglicht, innerhalb der Plattform zu laufen. Zum Start sollen neben dem hauseigenen Devin auch Codex, Claude Agent und OpenCode unterstützt werden, ebenso wie intern entwickelte Agenten. Drittanbieter-Agenten erscheinen in derselben Kanban-Ansicht und teilen denselben Kontext wie Devin. Das Unternehmen Harvey hat für die Integration einen eigenen internen Agenten namens „Spectre“ entwickelt. NVIDIA nehme nach eigenen Angaben an einer Research Preview für Multi-Agent-Support teil.

In den kommenden Wochen soll zudem ein Agent-Router hinzukommen. Dieser soll Aufgaben automatisch an den jeweils geeignetsten Agenten weiterleiten. Unternehmen können dabei laut Cognition Prioritäten für Leistung und Kosten konfigurieren.

Lokaler Agent komplett neu geschrieben

Mit Devin Desktop führt Cognition auch Devin Local ein, den Nachfolger von Cascade. Das Team habe den lokalen Agenten vollständig neu in Rust entwickelt. Devin Local soll nach Herstellerangaben bis zu 30 Prozent Token-effizienter arbeiten als sein Vorgänger und unterstütze moderne Agentenfunktionen wie Subagenten. Cascade bleibt für bestehende Nutzer übergangsweise bis zum 1. Juli 2026 verfügbar.

Devin Desktop ist rückwärtskompatibel mit Windsurf und VSCode. Extensions, Keybindings und Language Server Protocols bleiben erhalten. Bestehende Windsurf-Nutzer erhalten die neue Version als Over-the-Air-Update. Preise und Pläne ändern sich laut Cognition nicht.

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