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BARC-Studie Datenmanagement wird Chefsache

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die aktuelle BARC-Studie „Modernes Datenmanagement für die Analytik“ zeigt, dass Veränderungsprozesse im Rahmen der Digitalisierung am besten ablaufen, wenn die Unternehmensführung entsprechende Voraussetzungen schafft.

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Management und Fachbereiche entwickeln sich zunehmend zum Treiber für Veränderungen im Bereich der Business Analytics.
Management und Fachbereiche entwickeln sich zunehmend zum Treiber für Veränderungen im Bereich der Business Analytics.
(Bild: BARC)

Eine zentrale Erkenntnis der vom Beratungshaus Oraylis gesponserten Studie ist, dass die digitale Transformation nur mit einem entsprechenden Datenmanagement gelingt. „Insbesondere Management und Fachbereiche setzen hohe Erwartungen in die wertorientierte Datenanalyse und wollen diese für die Neuausrichtung von Geschäftsprozessen und -modellen nutzen“, erklärt Timm Grosser, Senior Analyst von BARC. Gerade beim Datenmanagement klaffe aber eine beträchtliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Diskrepanz zwischen Relevanz und Zielerreichung sei vor allem bei Predictive- oder Prognoseverfahren am höchsten. 66 Prozent der Befragten bemängelten unzureichende Ressourcen, 50 Prozent festgefahrene Strukturen und 39 Prozent eine fehlende Kultur. Immerhin befinden sich über 80 Prozent der Unternehmen in moderaten bis großen Veränderungsprozessen, wobei zunehmend Datenmanagement-Aufgaben in Fachbereiche verlagert werden.

Datenmanagement als Disziplin

Laut BARC entwickelt sich das Datenmanagement zunehmend zur fachlichen Disziplin. Dabei sind Self-Service-Lösungen Wegbereiter. Sie ermöglichen schnell und flexibel eine selbstständige Datenbearbeitung von der Integration bis zur Visualisierung. Bei der Hälfte der befragten Unternehmen sind sie bereits im Einsatz oder kurzfristig geplant. Die Studie geht davon aus, dass Self-Service künftig fester Baustein jeder BI-Strategie wird, wobei IT-Abteilungen primär als Ideengeber und Dienstleister fungieren. Als Basis dienen traditionelle Formen der Datenspeicherung: Data Marts und ein zentrales Enterprise Data Warehouse sind mit 57 und 55 Prozent elementarer Bestandteil der analytischen Infrastruktur und werden es laut BARC auch in Zukunft bleiben.

Organisationsform zählt

Die Studie zeigt außerdem, dass Veränderungsgeschwindigkeit und Zielerreichung stark von der Organisationsform abhängen. So zeigen Unternehmen mit eigenständiger BI-Organisation die besten Ergebnisse. „Der Übergang zum datengetriebenen Unternehmen bedarf einer umfassenden Managementunterstützung und eines bewussten Kulturwandels. Es gilt, Ziele und Strategien im Umgang mit Daten auf den Prüfstand zu stellen und daraus unternehmensweite Maßnahmen abzuleiten. Erst dann kann man von seinen Daten nachhaltig profitieren“, verdeutlicht Oraylis-Geschäftsführer Jörg Plümacher. Die kompletten Studienergebnisse stehen auf der Oraylis-Homepage zum kostenlosen Download bereit (Registrierung erforderlich).

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