Eine Studie von IBM und der Dubai Future Foundation zeigt: Unternehmen mit einem Chief AI Officer erzielen signifikant höhere Renditen auf ihre KI-Investitionen. In Deutschland und der Schweiz ist die Rolle im internationalen Vergleich überdurchschnittlich stark etabliert – mit klaren Zuständigkeiten und Einfluss in der Führungsetage.
IBM-Studie: Unternehmen mit einem CAIO erzielen einen höheren ROI bei KI-Investitionen. Deutschland und Schweiz mit starker Führungsstruktur.
(Bild: IBM)
Laut einer globalen Untersuchung* des IBM Institute for Business Value (IBV), erstellt in Kooperation mit der Dubai Future Foundation, erzielen Unternehmen mit einem Chief AI Officer (CAIO) im Schnitt einen um zehn Prozent höheren Return on Investment (ROI) für ihre KI-Ausgaben. Wird die Rolle in ein zentrales oder sogenanntes Hub-and-Spoke-Betriebsmodell eingebettet (siehe Kasten), liegt der ROI sogar um bis zu 36 Prozent höher. Weltweit verfügen derzeit 26 Prozent der Unternehmen über einen CAIO – in Deutschland und der Schweiz liegt der Anteil mit 25 beziehungsweise 26 Prozent auf vergleichbarem Niveau.
Strategisch eingebunden und budgetverantwortlich
CAIOs in der DACH-Region sind häufig eng an die Führungsetagen angebunden. In Deutschland und der Schweiz berichten 83 Prozent der Befragten, dass sie ausreichende Unterstützung durch den CEO erhalten. Zudem geben 70 Prozent der deutschen und 88 Prozent der schweizerischen CAIOs an, dass auch andere Führungskräfte ihre Arbeit aktiv unterstützen.
Die Zuständigkeit für Budgets liegt dabei oft direkt bei den CAIOs: 73 Prozent der deutschen und 63 Prozent der schweizerischen Befragten steuern das KI-Budget ihrer Organisation. Auch die Aufgabenpriorisierung unterscheidet sich regional: Während 57 Prozent der deutschen CAIOs den Fokus auf die konkrete Implementierung von KI legen, priorisieren 63 Prozent der Schweizer die strategische Ausrichtung.
Fachlich breit aufgestellt
Inhaltlich bringen die CAIOs in Deutschland und der Schweiz meist eine Kombination aus Daten- und Strategiekompetenz mit. 80 Prozent der deutschen und 88 Prozent der schweizerischen Befragten verfügen über einen beruflichen Hintergrund im Datenbereich, weltweit liegt der Anteil bei 73 Prozent. Parallel dazu haben sich 70 Prozent der deutschen und 63 Prozent der schweizerischen CAIOs zuvor auf Geschäftsstrategie spezialisiert.
Bemerkenswert ist auch der hohe Anteil interner Ernennungen: In Deutschland wurden 80 Prozent der CAIOs aus dem eigenen Unternehmen heraus berufen, in der Schweiz liegt dieser Wert bei 46 Prozent. Global betrachtet liegt der Durchschnitt bei 57 Prozent.
Erfolg auch ohne exakte Messung
Trotz der wachsenden Bedeutung von Wirkungskennzahlen starten viele Unternehmen KI-Initiativen auch ohne klare Erfolgsmessung. 80 Prozent der deutschen und 63 Prozent der schweizerischen CAIOs stimmen zu, dass sie KI-Projekte auch dann initiieren, wenn die Auswirkungen nicht direkt quantifizierbar sind.
Gleichzeitig äußern 70 Prozent der deutschen und 63 Prozent der Schweizer CAIOs die Sorge, dass Organisationen ohne belastbare KI-Auswertung ins Hintertreffen geraten könnten.
Obwohl die Rolle des CAIOs zunehmend etabliert ist, steckt die operative Umsetzung vielerorts noch in den Anfängen. 60 Prozent der deutschen und 63 Prozent der schweizerischen Unternehmen befinden sich weiterhin in der Pilotphase, mit begrenzter Implementierung.
Auch global bleibt die Mehrheit der Organisationen auf diesem frühen Reifegrad.
Ein Hub-and-Spoke-KI-Betriebsmodell beschreibt eine Organisationsstruktur für KI-Initiativen, bei der ein zentraler Kernbereich (Hub) strategische Vorgaben, Plattformen und Standards bereitstellt, während dezentrale Einheiten (Spokes) die operative Umsetzung in den Fachbereichen übernehmen.
Konkret bedeutet das:
Der Hub (z. B. das Data/AI Center of Excellence oder das Team des Chief AI Officer) verantwortet:
die übergreifende KI-Strategie, zentrale Governance-Modelle, Tools, Infrastruktur und Datenplattformen, Methodik und Trainingsstandards, sowie die Evaluierung von Ergebnissen.
Die Spokes sind typischerweise Fachbereiche oder Geschäftsbereiche, die: eigene Anwendungsfälle identifizieren, KI in ihre operativen Prozesse integrieren und eng mit dem Hub zusammenarbeiten, um Lösungen zu entwickeln und zu skalieren.
Vorteile:
Bessere Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Modellen und Lösungen
Einheitliche Governance und Compliance (z. B. Datenschutz, Ethik)
Fachbereiche behalten ihre Domänenexpertise, während der Hub die technologische Klammer bildet
IBM und andere Unternehmen sehen dieses Modell oft als besonders wirksam für große Organisationen, da es Kontrolle und Autonomie kombiniert – was gerade bei KI entscheidend ist, um Innovation zu fördern und gleichzeitig Risiken zu managen.
Stand: 08.12.2025
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* Das IBM Institute for Business Value (IBM IBV) hat in Zusammenarbeit mit Oxford Economics und der Dubai Future Foundation im ersten Quartal 2025 eine globale Umfrage durchgeführt, um die neue Rolle von CAIOs zu untersuchen. Für die Studie wurde ein Querschnittserhebungsdesign verwendet, bei dem Antworten von über 600 CAIOs – darunter 30 in Deutschland und 24 in der Schweiz – oder gleichwertigen Organisationen aus 21 Branchen und 22 Ländern gesammelt wurden. Die Umfrage untersuchte die Rolle, Verantwortlichkeiten und Herausforderungen, mit denen CAIOs in verschiedenen Organisationen konfrontiert sind, und deckte die Ursprünge der Position, den beruflichen Hintergrund, die Wahrnehmung von Einfluss und Herausforderungen, die Teamstruktur und die wichtigsten Verantwortlichkeiten ab. Darüber hinaus wurden die Leistung der KI-Initiative, die Wirkungsmessung, die organisatorischen Stärken in der KI-Governance und Bereiche mit Verbesserungsbedarf bewertet.