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Kommentar von Ramakrishnan K, Infosys Data Analytics – ein entscheidender Schritt für Händler

| Autor / Redakteur: Ramakrishnan K / Nico Litzel

Das digitale Zeitalter eröffnet Unternehmen eine Vielzahl von Kanälen, über die sie Verbraucher erreichen können. Damit einher gehen neue Herausforderungen: Organisationen müssen sich der Relevanz dieser Kanäle ebenso bewusst sein. Auch eine personalisierte Nutzererfahrung ist enorm wichtig. Von der Lieferkette über Kampagnen bis hin zur Auslieferung des Produkts – die Integration und Relevanz zwischen stationären Geschäften und Online-Kanälen muss nahtlos sein.

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Der Autor: Ramakrishnan K ist AVP Data Analytics bei Infosys
Der Autor: Ramakrishnan K ist AVP Data Analytics bei Infosys
(Bild: Infosys)

Wichtige Grundsätze wie „Kenne Deine Kunden“, Personalisierung, dynamische Preisgestaltung und effiziente Lieferkette waren für den Einzelhandel von entscheidender Bedeutung. Je mehr Kanäle es gibt, desto wichtiger bleibt diese Leitlinie. Diese Grundsätze sind miteinander verknüpft, die Grundlage sind relevante Kundendaten. Um ein personalisiertes Erlebnis zu bieten, müssen Unternehmen ihre Kunden und Interessenten verstehen.

Es gibt allerdings eine Reihe von Methoden und Algorithmen, die bei der effektiven Kundensegmentierung und -suche helfen können. Etablierte Einzelhändler investieren daher in geeignete Kanäle, um weitere Kundeninformationen zu erhalten – abgesehen von den internen Daten, die zur Verfügung stehen. Ihr Ziel ist es, einen personalisierten Touch zu bieten und damit Kunden an sich zu binden.

Retailer können sich nicht mehr nur auf die Strahlkraft ihrer Marke verlassen, deshalb entwickeln sie entsprechende Strategien, mit denen sie die Markenloyalität aufrechterhalten wollen. Ein weiterer Fokus ist der Ausbau der Kundenbasis, auch über unterschiedliche Online-Kanäle – einschließlich Social Media. Dank WiFi sind Unternehmen in der Lage, eine Reihe wichtiger Informationen zu erhalten. Abgesehen von wertvollen Kundeninformationen, unterstützt ein reichhaltiges In-Store-Erlebnis das Tracking der Kunden. WiFi-Signale und Kameras im Verkaufsraum unterstützen dabei, eine Fülle von Daten zu erfassen. So lässt sich beispielsweise der Gang durch das Geschäft tracken, der Gang, in dem sich der Kunde befindet oder getestete bzw. gekaufte Produkte. Identifiziert wird außerdem, in welchen Gängen das größte Gedränge herrscht und weitere Möglichkeiten einer effektiven Datenanalyse.

Wie werden Daten gespeichert und genutzt?

Sind die wichtigsten Datenquellen und Werbekanäle definiert, folgt als nächster Schritt die Entwicklung einer Strategie, wie die Daten gespeichert und genutzt werden sollen. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, auf deren Basis sich strategische Entscheidungen treffen und die Geschäftsergebnisse verbessern lassen. Es ist enorm wichtig, dass Einzelhändler eine intakte Datenstrategie haben. Sie beschreibt, welche Informationen on premises gespeichert und welche in die Cloud migriert werden. Darüber hinaus geht es nicht nur um die beste Speichermöglichkeit, sondern auch darum, wie die Daten – egal, ob on premises oder in der Cloud – analysiert und eingesetzt werden, um auf dieser Basis informierte Entscheidungen für die Führung des Unternehmens zu treffen. Mittlerweile sind fast alle Retailer in die Cloud migriert oder planen das.

Während die Migration in die Cloud Kosten reduziert, ist es für den Cloud-Partner und das Ökosystem wichtig, dass es die Möglichkeit gibt, nahtlose Integrations-, Aufnahme- und Abwanderungsinformationen für den Geschäftsbetrieb bereitzustellen. Die Technologie- sowie die Technologie-Plattform muss für die Speicherung und Nutzung der Vielzahl an Daten aus verschiedenen Quellen, Volumina, Geschwindigkeiten usw. optimale Voraussetzungen schaffen. Informationen werden über die Plattform nahtlos miteinander verknüpft, um entsprechende Erkenntnisse zu liefern. Eine weitere wichtige Dimension ist eine effektive Data-Governance-Strategie. Einzelhändler befinden sich jetzt an einem Wendepunkt: Sie sind in der Lage, riesige Datenmengen nutzen zu können, anspruchsvolle Analyseprogramme durchzuführen und ihr Geschäft auszubauen. Andererseits müssen sie diese Daten aber auch schützen.

Ausgangspunkt, um die Daten effizient nutzen zu können, ist die Erstellung eines klaren Governance-Protokolls. Dies hilft, Probleme zu lösen, die sich aus den verschiedenen Datenpools und den darin enthaltenen Informationen ergeben. Da die Daten aus einer Reihe unterschiedlicher Quellen kommen, ist es unerlässlich, diese gut zu verwalten und zu kanalisieren. Nur so lassen sich ihre Vorteile nutzen. Bei Data Governance dreht sich alles darum, Regeln für alle Aspekte der Unternehmensdaten wie Herkunft, Eigentümer, Gültigkeit, Sicherheit und auch für die Data Governance festzulegen. Ein robustes System der Datenverwaltung ist heute kein Luxus mehr, sondern es ist das Gebot der Stunde.

Fazit

In einem immer stärker umkämpften Geschäftsumfeld müssen Einzelhändler alle erfolgversprechenden Möglichkeiten identifizieren und nutzen, um diese Kundenrelevanz zu erhöhen. Einzelhändler, die ihre Kunden nicht verstehen und die keine personalisierten oder maßgeschneiderten Dienstleistungen anbieten, laufen Gefahr, selbst ihre treuesten Kunden zu verlieren. Eine klare Strategie zur Datenanalyse für eine effektive Speicherung der Kundeninformationen kombiniert mit einer starken Data Governance, der Generierung von Erkenntnissen und deren Nutzung ist ein Garant dafür, dass Unternehmen ihren Kunden die bestmöglichen Produkte und Services bieten – und damit dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus sind.

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