Globale Studie von SAS zeigt Vorreiter China und die USA haben bei GenAI die Nase vorn

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie des Daten- und KI-Spezialisten SAS zeigt, dass China und die USA in Sachen Generative KI (GenAI) deutlich weiter als Deutschland oder Europa sind. Demnach verfügen neun von zehn Unternehmen noch immer nicht über eine stringente Strategie in dieser Hinsicht.

Beim Einsatz von GenAI ist Europa deutlich abgeschlagen, wie eine aktuelle Studie von SAS zeigt.(Bild:  SAS)
Beim Einsatz von GenAI ist Europa deutlich abgeschlagen, wie eine aktuelle Studie von SAS zeigt.
(Bild: SAS)

Für die Studie „Generative AI Challenges and Potential Unveiled: How to Achieve a Competitive Advantage“ wurden insgesamt 1.600 Entscheider aus Unternehmen verschiedener Branchen befragt. Zu den wesentlichen Erkenntnissen zählt, dass China und die USA bei Generativer KI (GenAI) im Unternehmenseinsatz das Tempo vorgeben. So berichteten 83 Prozent der chinesischen Teilnehmer, dass ihre Organisation die Technologie bereits einsetzt – weltweit der höchste Wert. Hinsichtlich einer umfassenden GenAI-Implementierung liegen dagegen die USA mit 24 Prozent gegenüber China mit 20 Prozent vorn.

Im Vergleich der weltweiten Wirtschaftsräume zeigt sich, dass die Entwicklung grundsätzlich noch am Anfang steht. Nordamerika liegt mit nur 20 Prozent an erster Stelle beim Einsatz und der Einbindung von GenAI in Geschäftsprozesse. Danach folgen der asiatisch-pazifische Raum mit zehn Prozent sowie Lateinamerika mit acht Prozent. Teilnehmer aus europäischen Ländern einschließlich Deutschland bilden mit sieben Prozent das Schlusslicht. Bei der Einführung von GenAI-Nutzungsrichtlinien zeigt sich ein anderes Bild: Hier liegt der asiatisch-pazifische Raum mit 71 Prozent vorne und Europa mit 60 Prozent im Mittelfeld, während Lateinamerika mit 52 Prozent das Schlusslicht bildet.

Branchenunterschiede und Fallstricke

Wenn es um die Einbindung Generativer KI in das Tagesgeschäft geht, liegt der Bankensektor (17 Prozent) vor dem Bereich Telekommunikation (15 Prozent) sowie Versicherungen, Life Sciences und Professional Services mit jeweils elf Prozent. Bei der tatsächlichen Nutzung führt der Telekommunikationsbereich (29 Prozent) vor dem Einzelhandel (27 Prozent) sowie Banken und Professional Services (je 23 Prozent). Versicherungen folgen mit 22 Prozent nur knapp dahinter.

Nach wie vor bremsen Fallstricke die GenAI-Implementierung aus. Dazu zählt vor allem das das Fehlen einer klaren Strategie: Nur knapp jeder Zehnte der Befragten umreißt vollständig, in welchem Umfang sein Unternehmen Generative KI einführt. Selbst in Organisationen mit nach eigenen Angaben vollständig implementierter GenAI liegt dieser Anteil nur bei rund einem Viertel der Mitarbeiter. Neun von zehn Entscheider sagen über sich selbst, dass sie das Geschäftspotenzial von ChatGPT und Co. nicht vollständig durchdringen. Am ehesten haben noch CIOs (45 Prozent) und CTOs (36 Prozent) den Durchblick.

Daten bleiben ein Problem

Die SAS-Studie zeigt außerdem, dass Datenbestände bei der GenAI-Einführung nach wie vor ein Problem darstellen. Demnach sind diese häufig für Detailanpassungen von LLMs („Large Language Models“) ungeeignet oder es fehlen schlicht die passenden Tools für eine erfolgreiche KI-Implementierung. Sorgen bezüglich des Datenschutzes und der Datensicherheit beschäftigen zudem drei Viertel der IT-Verantwortlichen. Auf künftige KI-Richtlinien ist sogar nur jedes zehnte Unternehmen vorbereitet. Nur fünf Prozent gaben an, über ein zuverlässiges System zur Messung von Bias und Datenschutzrisiken in LLMs zu verfügen.

„Bei jeder neuen Technologie durchlaufen Unternehmen eine Discovery-Phase, in der sich Hype und Realität trennen, dann zeigt sich die Komplexität von Real-World-Implementierungen. Und genau an diesem Punkt stehen wir gerade bei Generative AI“, erklärt Bryan Harris, Executive Vice President und CTO von SAS. „Nachdem wir den Hype-Cycle verlassen haben, geht es jetzt vor allem darum, die Technologie sinnvoll zu implementieren, sodass sie wiederholbare und vertrauenswürdige Ergebnisse liefert“, ergänzt er.

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