Welche Technologien bringen den digitalen Wandel 2018 voran?

Blockchain, Robotik, Künstliche Intelligenz – die Kombination macht's

| Redakteur: Ulrike Ostler

Absprung in den digitalen Wandel 2018: Die Kombination aus diversen Zukunftsrechniken liefert gemäß Dimension Data den Beschleuniger.
Absprung in den digitalen Wandel 2018: Die Kombination aus diversen Zukunftsrechniken liefert gemäß Dimension Data den Beschleuniger. (Bild: gemeinfrei: mohamed1982eg/Pixavay / CC0)

Die Technologien von morgen sind keine neuen Konzepte. Interessant wird es, wenn einzelne Technologien nicht mehr isoliert zum Einsatz kommen, sondern miteinander kombiniert werden. Das könnte die Entwicklung in vielen Bereichen entscheidend beschleunigen. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung von IT-Dienstleister Dimension Data zur Digitalisierung. Sie zeigt, welche Innovationen im Jahr 2018 tatsächlich erfolgsentscheidend sein werden.

Die Geschäftswelt befindet sich durch die Digitalisierung in einem rasanten Umbruch, heißt es. Die Technologien Blockchain, Maschinelles Lernen (ML) , Robotertechnik, Künstliche Intelligenz (KI) und drahtlose Technologien werden sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft im kommenden Jahr grundlegend verändern. Zu diesem Schluss kommt Dimension Data, bei der Ermittlung der globalen IT-Trends für 2018. Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen, die noch immer nicht in digitale Technologien investieren, sollten jetzt handeln. Ansonsten laufen sie Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

Das größte Potenzial für die Zukunft der Unternehmen liegt den Ermittlungen zufolge in der Blockchain. Die Technologie hinter der Kryptowährung „Bitcoin“ hat bereits 2017 eine große Bekanntheit erlangt und könnte schon bald die Finanzbranche aber auch andere Bereiche der Wirtschaft maßgeblich verändern.

Jan Willem Dees, CEO von Dimension Data Deutschland, sagt der Blockchain eine steile Karriere in der Wirtschaft voraus: „Wir hatten bereits für 2017 vorhergesagt, dass die bestehenden, zentralisierten Transaktionsmodelle unter Druck geraten würden. Damit lagen wir richtig: Die Kapitalmärkte haben sich in den USA ebenso wie in Europa und in Teilen von Asien den Blockchain-Plattformen zugewandt. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Finanzbranche als eine der konservativsten überhaupt gilt und sich sehr stark auf Compliance-Richtlinien fokussiert.“

Unschlagbar: Blockchain und IoT

Dees sagt zudem, dass sich das Internet of Things (IoT) durch die Entwicklungen im Blockchain-Bereich weiterentwickeln wird. „Im Internet der Dinge werden Millionen von kleinsten Transaktionen generiert, die von verteilten Sensoren zusammengetragen werden. Um solche Dimensionen zu bewältigen, wird ein Peer-to-Peer-Ansatz benötigt, den derzeit nur die Blockchain bietet.“

Es sei unmöglich, diese Systeme mit einem zentralisierten Transaktionsmodell zu betreiben – es ist zu langsam, zu teuer und vor allem zu exklusiv. Damit die IoT-Technologie ihr wahres Potenzial entfalten könne, sollten die Systeme in der Lage sein, in Echtzeit zu arbeiten. Dafür müssten die Transaktionskosten gegen Null gehen oder am besten komplett kostenfrei sein.

Die Kostenelemente eines zentralisierten Modells unterstützen potenzielle Geschäftsmodelle im Internet der Dinge einfach nicht. Für die Entwicklung des IoT-Marktes ist der Einsatz von neuen Technologien und Kostenstrukturen dringend erforderlich. „Wenn wir uns beispielsweise den Smart-Home-Bereich ansehen, so sind vorhandene Technologien und Produkte bereits sehr ausgereift. Deren Verbindung mit den Vorteilen der Blockchain könnte dem gesamten Markt den entscheidenden Schub zum Durchbruch geben“, so Dees.

5G kommt

So ließe sich mit der Blockchain insbesondere die Sicherheit von Internet-fähigen Geräten verbessern. Immer häufiger missbrauchten Cyber-Kriminelle unsichere IoT-Geräte für ihre Angriffe. Gleichzeitig bestehe für die Hersteller bislang nur ein geringer Anreiz, in Schutzmechanismen zu investieren. Die Blockchain könnte die Sicherheit im Internet der Dinge drastisch erhöhen, da sie als nicht manipulierbar gelte und die Transaktionskosten dennoch gering seien.

Weil 2018 zudem massive Veränderungen im Bereich der Drahtlostechniken zu erwarten sind, könnte das Internet der Dinge kurz vor dem Durchbruch stehen, besagt die Studie. Durch den Ausbau der WLAN-Netze können immer größere Datenmengen in immer kürzerer Zeit verarbeitet werden. Dies macht sowohl eine schnelle Verbindung zahlreicher Haushaltsgeräte über das Internet als auch eine praktikable Einbindung von Blockchain-Technologien möglich.

Traditionelle Unternehmen auf dem Weg zurück an die Spitze

Zu den weiteren Ergebnissen der Studie zählen: Im kommenden Jahr werden sich Unternehmen, die bereits lange am Markt etabliert sind und in den letzten Jahren mit der Geschwindigkeit agiler Jungunternehmen zu kämpfen hatten, erfolgreich neu am Markt positionieren. Das gilt vor allem für jene Unternehmen, die proaktiv ihre digitale Transformation vorangetrieben haben. Dort, wo IT-Infrastrukturen modernisiert und Arbeitsabläufe automatisiert wurden, können 2018 wichtige Marktanteile zurückerobert werden.

„Ich gehe davon aus, dass zahlreiche Unternehmen, die bereits lange am Markt agieren und die sich inzwischen erfolgreich transformiert haben, ihren Platz an der Spitze mittelfristig zurückerobern werden. Sie verfügen im Gegensatz zur oft weniger erfahrenen Konkurrenz über mehr Glaubwürdigkeit, eine längere Unternehmensgeschichte und eine stabile Kundenbasis“, so Dees. „Diese Unternehmen profitierten von ihren Werten, die sie über Jahrzehnte aufgebaut haben.“

Gleichzeitig müssten sie aber in Innovationen investieren, um den Ansprüchen der Kunden in Zukunft gerecht zu werden. Der erfolgreiche Einsatz von neuen Technologien und digitalen Services könne Unternehmen in kurzer Zeit ein ganzes Stück nach vorn bringen – wenn sie den Kulturwandel geschickt mit Unternehmenstraditionen verbänden. „Da die Innovationsgeschwindigkeit permanent steigt, können längerfristig versäumte Entwicklungen nur schwer aufgeholt werden - gefragt ist ein kontinuierliches Engagement, um in der digitalen Business-Welt in den kommenden Jahren die Nase dauerhaft vorn zu haben.“

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