Gartner-Umfrage unter Führungskräften Automatisierung ist auf jede Entscheidung anwendbar

Von Martin Hensel

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Einer aktuellen Umfrage der Marktforscher von Gartner zufolge, sind 80 Prozent aller Führungskräfte der Ansicht, dass sich Automatisierung auf jede Geschäftsentscheidung anwenden lässt. Etwa ein Drittel aller Unternehmen setzt bereits KI in mehreren Geschäftsbereichen ein.

KI und Automatisierung sind im digitalen Geschäftsalltag auf dem Vormarsch.
KI und Automatisierung sind im digitalen Geschäftsalltag auf dem Vormarsch.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Im Rahmen der Umfrage konnte Gartner aufzeigen, wie Unternehmen die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) integriert in ihr digitales Geschäft und als Teil ihrer Automatisierungsstrategien vorantreiben. Befragt wurden insgesamt 699 Teilnehmer aus den USA, Deutschland und Großbritannien, die bereits KI einsetzen oder dies innerhalb der kommenden drei Jahre beabsichtigen.

Über die Hälfte der Projekte hält durch

Zu den wesentlichen Ergebnissen der Umfrage zählt, dass es über die Hälfte (54 Prozent) aller KI-Projekte von der Pilotphase bis in den Produktivbetrieb schaffen. „Die Skalierung von KI bleibt eine signifikante Herausforderung“, erklärt Frances Karamouzis, Distinguished VP Analyst der Gartner Research and Advisory Group. Noch immer falle es Unternehmen schwer, ihre Algorithmen mit dem Versprechen auf einen geschäftlichen Wert zu verbinden. „Das macht für die IT- und Geschäftsleitung schwierig, die für die Operationalisierung erforderlichen Investitionen zu rechtfertigen“, so Karamouzis.

40 Prozent der Teilnehmer gaben an, bereits Tausende KI-Modelle ausgerollt zu haben. Dies führt nicht nur zu komplexer Governance, sondern erschwert auch den Rentabilitätsnachweis. Zudem zeigt die Umfrage, dass der Fachkräftemangel kein wesentliches Hindernis für die KI-Einführung darstellt. 72 Prozent der Führungskräfte berichten, dass sie bereits über die nötigen Experten verfügen oder diese schnell anheuern können. Als besonders erfolgsträchtig gilt eine Kombination von In-House-Entwicklung und externer Fachkräftegewinnung. Dadurch ist dafür gesorgt, dass stets frische Ideen von außerhalb des Unternehmens die vorhandenen Skills erweitern.

Kaum Sicherheitsbedenken

Sicherheits- und Datenschutzbedenken sind keine wesentlichen Hindernisse bei der KI-Einführung. Nur drei Prozent aller befragten Führungskräfte äußerten hier Besorgnis. Dennoch trat in 41 Prozent der Unternehmen schon einmal ein KI-Datenschutzproblem oder ein entsprechender Sicherheitsvorfall auf.

In Sachen KI-Sicherheit fürchten die Unternehmen vor allem die Aktivität von Konkurrenten, Partnern oder Dritten (50 Prozent). 49 Prozent machen sich zudem Sorgen über Hackerangriffe. Das widerspricht allerdings der Faktenlage: Kam es bereits zu einem KI-Sicherheits- oder -Datenschutzvorfall, wurden in 60 Prozent aller Zwischenfälle Daten durch interne Parteien kompromittiert.

„Die Bedenken der Unternehmen in Bezug auf die KI-Sicherheit sind oft unangebracht, da die meisten KI-Zwischenfälle von Insidern verursacht werden“, erklärt Erick Brethenoux, Distinguished VP Analyst von Gartner. „Obwohl das Erkennen und Verhindern von Angriffen wichtig ist, sollten sich die Sicherheitsbemühungen auch auf die Minimierung menschlicher Risikofaktoren konzentrieren“, ergänzt er.

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