Aiven for AlloyDB Omni Aiven bringt KI-fähige AlloyDB-PostgreSQL auf Multi-Clouds

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit „Aiven for AlloyDB Omni“ erweitert Aiven sein Portfolio um eine KI-optimierte, vollständig verwaltete PostgreSQL-Variante für Multi-Cloud-Umgebungen. Der Anbieter verspricht hohe Performance, Flexibilität und Compliance.

Launch von Aiven for AlloyDB Omni: KI-unterstützte PostgreSQL-Lösung für alle wichtigen Cloud-Anwendungen.(Bild:  Aiven)
Launch von Aiven for AlloyDB Omni: KI-unterstützte PostgreSQL-Lösung für alle wichtigen Cloud-Anwendungen.
(Bild: Aiven)

Der finnische Daten- und KI-Spezialist Aiven hat die allgemeine Verfügbarkeit von Aiven for AlloyDB Omni angekündigt. Der Service basiert auf Googles AlloyDB-Technologie und richtet sich laut Anbieter an Unternehmen, die hochperformante Datenbanklösungen für KI- und Analytics-Workloads benötigen und dabei Cloud-Unabhängigkeit anstreben.

Aiven für Vektordatenbanken: Erweitert und vereinfacht. Optimale Auswahl für  spezifische Bedürfnisse und Leistungsanforderungen, einschließlich umfassender  AI/ML-Workflows.(Bild:  Aiven)
Aiven für Vektordatenbanken: Erweitert und vereinfacht. Optimale Auswahl für spezifische Bedürfnisse und Leistungsanforderungen, einschließlich umfassender AI/ML-Workflows.
(Bild: Aiven)

Der Service unterstütze sowohl Multi-Cloud- als auch hybride Infrastrukturen, garantiere eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent und lasse sich in Aivens bestehende Datenplattform integrieren.

Nach Angaben von Aiven, gestützt auf interne Tests von Google Cloud vom April 2024, soll AlloyDB Omni in transaktionalen Workloads mehr als doppelt so schnell arbeiten wie Standard-PostgreSQL, bei analytischen Abfragen bis zu 100-fache Geschwindigkeitsvorteile erzielen und Vektorsuchen viermal schneller durchführen.

Solange unabhängige Benchmarks fehlen, bleibt allerdings offen, ob diese Werte auch in produktiven Multi-Cloud-Umgebungen erreicht werden.

Hybride Speicherarchitektur und KI-Integration angekündigt

Technisch soll AlloyDB Omni auf einer hybriden Speicherarchitektur basieren: Während klassische OLTP-Workloads weiterhin zeilenorientiert verarbeitet würden, komme bei analytischen Abfragen eine spaltenbasierte Storage-Engine zum Einsatz.

Diese Architektur solle speziell Vorteile für OLTP- und OLAP-Mischszenarien bieten, wie sie bei modernen Unternehmensanwendungen zunehmend gefragt seien.

Zudem kündigt Aiven an, dass AlloyDB Omni native Vektorsuchen unterstützen werde, die als zentrale Funktionalität für KI-gestützte Anwendungen gelten. Über Integrationen mit Googles Vertex AI sollen sich Machine-Learning-Modelle direkt aus der Datenbankumgebung heraus trainieren und steuern lassen.

Intelligentere Suche: AlloyDB Omni Performance mit der Einfachheit von Aivens  Managed Service(Bild:  Aiven)
Intelligentere Suche: AlloyDB Omni Performance mit der Einfachheit von Aivens Managed Service
(Bild: Aiven)

Flexibilität und Compliance als Verkaufsargument

Laut Aiven adressiert AlloyDB Omni zentrale Anforderungen moderner Applikationen: hohe Verfügbarkeit, Compliance-Sicherheit und optimierte Cloud-Kosten.

Die Plattform solle es ermöglichen, Workloads dynamisch zwischen AWS, Azure, Google Cloud und lokalen Umgebungen zu verlagern. Disaster-Recovery-Mechanismen und einheitliche Sicherheitsstandards seien ebenso Bestandteil des Konzepts.

„Da KI und maschinelles Lernen für den Geschäftserfolg immer wichtiger werden, ist AlloyDB Omni wichtiger denn je“, betont John Kennedy, Head of Databases bei Aiven. „Für Entwickler ist dies ein entscheidender Vorteil, da sie KI-Anwendungsfälle einfach testen und Anwendungen erstellen können – und das alles innerhalb der PostgreSQL-Datenbank, mit der sie bereits vertraut sind. Mit der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Aiven-Plattform können Teams schneller arbeiten, den Verwaltungsaufwand reduzieren und KI-Initiativen problemlos skalieren.“

Wettbewerbsvorteil oder nur ein weiteres Versprechen?

Mit AlloyDB Omni tritt Aiven in ein Segment ein, das von etablierten Anbietern wie AWS (Aurora) und Microsoft (Azure Cosmos DB) dominiert wird. Während diese Angebote tief in die jeweiligen Cloud-Ökosysteme integriert sind, positioniert sich Aiven mit einem Open-Source-basierten Ansatz als cloudunabhängige Alternative.

Ob die strategische Fokussierung auf Offenheit und Flexibilität ausreicht, um sich in einem hochkompetitiven Markt durchzusetzen, wird wesentlich davon abhängen, ob AlloyDB Omni in der Praxis die angekündigten Performance- und Skalierungsvorteile einlöst.

Unabhängige Tests und valide Kundenerfahrungen stehen bislang aus. IT-Entscheider sollten daher Pilotprojekte mit klar definierten Erfolgskriterien durchführen, um das tatsächliche Potenzial für ihre spezifischen Anforderungen bewerten zu können.

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