Hannover Messe 2018

22 IIoT-Plattformen, die Sie kennen sollten

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Nico Litzel

Rund 590 Aussteller zeigen auf der Digital Factory 2018 mehr als 1600 Produkte.
Rund 590 Aussteller zeigen auf der Digital Factory 2018 mehr als 1600 Produkte. (Bild: Deutsche Messe)

Plattformökonomie ist ein zentrales Thema der Hannover Messe 2018 – genauer der Digital Factory. Von AXOOM und Amazon Web Services über Microsoft und Google bis Siemens: Fast alle Big Player in Sachen IIoT-Plattformen sind am Start. 20 interessante Lösungen haben wir für Sie zusammengestellt.

Die Industrie 4.0 braucht ein Betriebssystem. Und auf der weltweiten Suche nach diesem ist die Hannover Messe 2018 eine entscheidende Station: Globale IT-Größen, führende Maschinenbauer und neue branchenübergreifende Allianzen werben auf der Weltleitmesse der Industrie um Kunden für ihre IoT-Plattformen, aus denen das Betriebssystem entstehen soll.

Bereits im Vorfeld der Hannover Messe 2018 haben der VDMA, die Unternehmensberatung Roland Berger und die Deutschen Messe AG eine Studie zur „Plattformökonomie im Maschinenbau“ erarbeitet. Die Autoren Dr. Michael Zollenkop und Martin Lüers untersuchen darin Chancen, Voraussetzungen und Hindernisse digitaler Geschäftsmodelle im industriellen B2B-Segment, inklusive Handlungsempfehlungen. Dabei unterscheiden sie zwischen digitalen Marktplätzen für industrielle Güter und Services auf der einen Seite und vernetzten IIoT-Plattformen auf der anderen Seite. Als Beispiele für plattformbasierte Services nennt die Studie die MindSphere (Siemens), the@vanced (Kampf) und MAX (thyssenkrupp).

Wie IIoT-reif ist Ihr Unternehmen?

Solche IoT-Plattformen ersparen den beteiligten Industrieunternehmen erstens Transaktionskosten, zweitens ermöglichen sie ganz neue Dienste und Geschäftsmodelle. Die dritte Eigenheit der Plattformökonomie liegt im Netzwerkeffekt, der gleichermaßen Vorteil und Risiko ist: Je mehr Beteiligte sich auf einer IoT-Plattform versammeln kann, desto größer ist der Nutzen für die Einzelnen. Daraus folgt aber auch ein enormer Konsolidierungsdruck, der es Unternehmen derzeit nicht leicht macht, eine Entscheidung zu treffen, und am Ende vermutlich auf eine einzige „Winner-takes-it-all-Lösung“ hinausläuft.

In jedem Fall machen solche Plattformen etablierte Geschäftsmodelle obsolet oder zwingen durch veränderte Wertschöpfungs- und Umsatzanteile zu einer Neupositionierung. Umso sinnvoller ist es, dass Unternehmen rasch und unkompliziert herausfinden können, wie „reif“ sie für das Industrial Internet of Things sind. Und so gehört zur Studie ein IIoT-Readiness-Selbstcheck , der nach wenigen Abfragen den jeweiligen Industrie-4.0-Reifegrad ausgibt.

Industrie 4.0 - Jetzt setzen wir die Zukunft um

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Wo steht Deutschland aktuell beim Thema Industrie 4.0? Ist der Trend vorbei oder aktueller und relevanter denn je? Wie weit ist die Umsetzung in der deutschen Industrie vorangeschritten? weiter...

Die wichtigste Lehre aus dieser Studie ist, dass sich der Wettbewerbsdruck im Maschinen- und Anlagenbau insgesamt deutlich erhöhen dürfte. Daher, so die Empfehlung im Ergebnisüberblick, sei das Thema unbedingt auf der „Chefetage“ zu behandeln. Die dafür nötigen informatorischen Input kann man sich auf der Hannover Messe 2018 verschaffen – in Halle 7 beispielsweise, wo die IT-Schwergewichte Microsoft Azure, SAP und IBM ihre Plattformdienste präsentieren. Amazon Web Services (AWS), Deutsche Telekom, Cisco und EdgeX Foundry sind in Halle 6 vertreten, während in Halle 8 die TRUMPF-Tochter AXOOM dem Fachpublikum ihre IoT-Plattformlösung näher bringen will.

Ericsson etabliert neue Entwicklerplattform

Eine neue Kollaborationsplattform für Entwicklungen im Internet of Things kommt aus Schweden. Der IoT Accelerator Marketplace von Connectivity-Spezialist Ericsson soll Entwicklern und Dienstleistern offenstehen. Anwendungsentwickler können sich über den IoT Accelerator Marketplace mit den passenden Dienstleistern vernetzen und sie erhalten Zugang zu verschiedenen, weltweit verwendeten Programmierschnittstellen für mobile Vernetzungslösungen.

Außerdem bietet die Plattform Funktionen, um Leistungen direkt aus dem Marketplace heraus zu monetarisieren und abzurechnen. Dienstleister können damit flexibel auf die unterschiedlichen Angebote verschiedener Entwickler zugreifen und sie den Anforderungen ihrer Auftraggeber entsprechend bündeln. Nutzer aller Gruppen können den Zugang über das Web-Angebot von Ericsson beantragen.

Auch diverse Aussteller der Integrated Automation, Motion & Drives bringen eigene IoT-Plattformen mit: In Halle 9 werben sowohl B&R mit der Orange Box als auch Siemens mit dem cloudbasierten offenen IoT-Betriebssystem MindSphere um „Mitmacher“.

„IT und Industrie haben sich aus zwei Richtungen aufeinander zubewegt“, stellt Arno Reich, Global Director IAMD und Digital Factory der Hannover Messe, fest. „In Zeiten der digitalen Transformation ziehen sie nun an einem Strang und können nicht mehr separat voneinander betrachtet werden.“ Automatisierer, die laut Reich mittlerweile über große Softwarekompetenz verfügen, werten ihre Produkte und Services mit digitaler Technologie auf. „Gleichzeitig wenden sich IT- und Internetkonzerne der Industrie zu und finden dort mit Adaptionen ihrer bisherigen Angebote – Stichwort Plattformökonomie – ein hochattraktives Anwendungsfeld“, so Reich.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal https://www.industry-of-things.de/.

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