Single Source of Truth (SSOT) ist ein Konzept beziehungsweise ein Prinzip des Datenmanagements. Es schafft einen zentralen, allgemeingültigen und verlässlichen Datenbestand. SSOT verbessert die Datenqualität und sorgt dafür, dass in einem Unternehmen alle mit den gleichen, korrekten und aktuellen Daten arbeiten.
Das Akronym für Single Source of Truth lauter SSOT. Die deutsche Übersetzung lautet „einzige Quelle der Wahrheit“. Manchmal werden synonym auch die Begriffe Single Point oft Truth, abgekürzt SPOT, oder Single Version of Truth (SVOT) verwendet. Bei einer Single Source of Truth handelt es sich um einen Begriff aus dem Bereich der Informationsverarbeitung und des Datenmanagements. Er beschreibt das Konzept beziehungsweise das Prinzip, einen zentralen, allgemeingültigen und verlässlichen Datenbestand zu schaffen.
Das Konzept der Single Source of Truth sorgt in einem Unternehmen dafür, dass trotz einer redundanten oder verteilten Datenhaltung alle mit den gleichen, korrekten und aktuellen Daten arbeiten. Je mehr verschiedene Datenquellen existieren und je mehr Daten aus unterschiedlichen Systemen aggregiert und vorgehalten werden müssen, desto wichtiger ist das Konzept der Single Source of Truth. Dank der SSOT steht für die Daten eine Art zentraler Referenz- und Zugangspunkt zur Verfügung, über den die benötigten Daten in der erforderlichen Qualität abgerufen werden können.
Die SSOT bildet eine solide technische und organisatorische Grundlage für die Konsistenz der Unternehmensdaten und stellt eine Voraussetzung für korrekte, datenbasierte Entscheidungen dar.
Maßnahmen zur Realisierung und Implementierung
Zur Realisierung und praktischen Umsetzung des Prinzips der Single Source of Truth sind sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen notwendig. Aus organisatorischer Sicht muss verhindert werden, dass in den verschiedenen Bereichen und Abteilungen einer Organisation mit unterschiedlichen Datenbeständen und Tools gearbeitet, durch die unabhängige und voneinander isolierte Datensilos entstehen. Diese können dazu führen, dass eine Art von Schattendatenhaltung Oberhand gewinnt und Mitarbeiter ihre lokalen, unternehmensübergreifend nicht synchronisierten Daten für die Arbeit nutzen.
Technisch lässt sich das Prinzip einer SSOT umsetzen, indem die Datensätze aus den verschiedenen Systemen und Datenquellen an einem zentralen Ort beziehungsweise in einer zentralisierten Referenzdatenbank aggregiert werden. Die Referenzdatenbank ist über Schnittstellen mit anderen Datenquellen und Systemen verbunden, um Datenanpassungen entsprechend zu aktualisieren. Die verschiedenen Datenquellen und Systeme übermitteln ihre Daten in regelmäßigen Abständen oder bei jeder Änderung an den zentralen Referenzpunkt, über den dann die aktualisierten, gelöschten oder neu eingefügten Daten zur Verfügung stehen.
Überflüssige, veraltetet oder redundante Daten werden am Referenzpunkt aussortiert. Auch eine bidirektional Synchronisierung der Daten zwischen den Systemen ist grundsätzlich möglich. Die Zugriffe der Mitarbeiter auf Unternehmensdaten haben über die Single Source of Truth zu erfolgen. Zur technischen Realisierung einer Single Source of Truth kommen Softwarelösungen zum Einsatz, die die Zentralisierung, die Aggregation und die Konsolidierung der Daten automatisieren.
Ein Beispiel für eine Umsetzung einer Single Source of Truth ist ein Data Warehouse. Bei einem Data Warehouse handelt es sich um ein zentrales Datenbanksystem oder eine Datenplattform, die Daten aus anderen Systemen sammelt, sie verdichtet und für Anwender und nachgelagerte Prozesse oder Systeme in einer konsistenten, strukturierten Form bereitstellt.
Vorteile einer Single Source of Truth
Die Umsetzung des Prinzips einer Single Source of Truth bietet einer Organisation oder einem Unternehmen zahlreiche Vorteile. Eine SSOT verbessert die Datenqualität und verhindert, dass eine Schattendatenhaltung mit isolierten Datenbeständen entstehen kann. Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf den gleichen, korrekten Datenbestand. Die verschiedenen Unternehmensbereiche lassen sich leichter und schneller auf den gleichen Wissensstand bringen, da keine dezentralen Datenbestände aufwendig aktualisiert werden müssen.
Sämtliche Prozesse und Entscheidungen basieren auf den relevanten, aktuellen und korrekten Daten. Fehlentscheidungen aufgrund inkonsistenter, veralteter oder falscher Daten können vermieden werden. Kurz zusammengefasst ergeben sich durch das Prinzip der Single Source of Truth folgende Vorteile:
Vermeidung von Schattendatenhaltung und isolierten Datenbeständen
gleicher Wissensstand im kompletten Unternehmen
höhere Datenqualität
Vermeidung von Datendubletten
höhere Qualität und Geschwindigkeit bei datenbasierten Entscheidungsprozessen
schnellere Aktualisierung von Informationen
weniger Aufwand durch manuelle Aktualisierung, Überarbeitung oder Korrektur von Datenbeständen
höhere Transparenz im Unternehmen
effizientere und produktivere Workflows und Prozesse
weniger Zeitaufwand bei der Suche nach Informationen
Unterstützung bei der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben durch eine konsolidierte Datenhaltung
Anwendungsbereiche der Single Source of Truth
Grundsätzlich macht die Anwendung einer Single Source of Truth in allen Unternehmensbereichen Sinn. Besonders wichtig ist sie dort, wo Prozesse auf konsistente, korrekte und aktuelle Daten angewiesen sind. Typische Anwendungsbereiche des SSOT-Prinzips sind das Kundenmanagement (CRM), das Personalwesen mit seinen HR-Systemen, das Finanzdatenmanagement, Produktdatenmanagement, Lieferkettenmanagement, IT-Konfigurationsmanagement, Projektmanagement, Dokumentenmanagement, Bestellmanagement, Business Intelligence und vieles mehr.
Stand: 08.12.2025
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