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Abgrenzung Big Data und Business Intelligence

Was genau eigentlich ist Big Data?

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Big Data ist folglich nicht allein eine Beschreibung des Volumens von Daten, sondern vielmehr ein Synonym für den wirtschaftlichen Umgang und die intelligente Nutzung des Informationsgehalts extrem großer Datenmengen, die mit herkömmlichen Methoden kaum zu erschließen sind.

Aus der Wissenschaft sind Beispiele für Big-Data-Anwendungen bereits seit langem bekannt: Es geht dort um die enorme Verarbeitung großer Datenmengen von Informationen über Erdbeben- und Wettervorhersagen oder um die Berechnung, Steuerung und Prognose von Verkehrsflüssen. Hier wird übrigens die Machine-to-Machine-Kommunikation immer öfter angewendet, beispielsweise wenn Fahrzeuge mittels Funkchips Informationen über das Verkehrsaufkommen an andere Fahrzeuge senden.

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Big Data steuert die Produktion

Ein anderes Beispiel ist die Produktionssteuerung in der Industrie. So senden Turbinen zur Energieerzeugung oder Produktionsanlagen dauerhaft eine enorm große Datenmenge an die Kontrollsysteme. Diese Informationen über die Leistungsfähigkeit müssen in Echtzeit ausgewertet werden, um Störungen und damit kostenintensive Ausfälle zu vermeiden. Das Stichwort ist hier Predictive Maintenance.

Die private Wirtschaft adoptiert Big Data als Managementkonzept daher zunehmend stärker. Gerade Strategie- und Managementberatungen beraten das Top Management darin, wie sie innovative Geschäftsmodelle mit Big Data aufbauen können. Die meisten Unternehmen arbeiten derzeit vor allem an Proof of Concepts, wie Big Data einen sinnvollen Nutzen stiften kann. Konkrete Geschäftsmodelle auf Basis von Big Data finden sich nur vereinzelt, aber wenn, dann sehr erfolgreich.

Beispiele dafür sind die digitalen Versandhändler Zalando und Amazon. Aber auch Logistikdienstleister haben digitale Geschäftsmodelle, wie das Live-Tracking und eine individuelle Zustellung von Paketen innerhalb eines festen Zeitfensters.

Big Data nimmt erst Anlauf

Für IT-Dienstleister werden Big-Data-Projekte aber erst in einigen Jahren ein wirkliches Mega-Thema sein, denn der Einführung entsprechender Lösungen geht die Planung entsprechender Konzepte auf Strategieebene voran. Weiterhin sind die IT-Systeme der meisten Unternehmen noch nicht auf Big Data ausgelegt, vor allem in Bezug auf die Datenebene und die Leistungsfähigkeit der IT-Prozesse.

In diesen beiden Bereichen planen CIOs allerdings für 2015 die stärksten Investitionen, wie die aktuelle Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ – erhältlich unter www.luenendonk.de – zeigt.

Wichtig bei der Planung von Innovationsprojekten mit Big Data wird es zudem sein, angrenzende Technologien wie Cloud, Mobility und IT-Security zu berücksichtigen. Auch die Modernisierung von IT-Systemen und Anwendungen wird im Fokus der IT stehen, um die Prozesse fit für die neuen Technologien zu machen.

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