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Datengetriebenes Marketing Warum Big Data zu Smart Data werden muss

| Autor / Redakteur: Oliver Hülse / Nico Litzel

Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu gewaltigen Datenmengen in allen Bereichen – doch Daten allein helfen wenig. Wie man Big Data in Smart Data verwandelt? Das Onlinemarketing macht es vor.

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(Bildquelle: Pixabay)

In den vergangenen Jahren gab es wohl kein Media- oder Advertising-Event, das ohne das allgegenwärtige Buzzword Big Data auskam. Immer fand sich mindestens ein Slot oder Speaker, der sich mit den „enormen Potenzialen“ oder den „gewaltigen Herausforderungen“ beschäftigte, die durch die riesigen Datenmengen entstehen würden.

Es ist richtig, die Potenziale sind tatsächlich enorm. Es gibt mit Sicherheit keine Branche, die nicht davon profitieren könnte, durch Daten mehr zu erfahren über Kunden, Prozesse oder die Wirksamkeit von bestimmten Maßnahmen. Big Data ist allerdings schon längst Realität. Während mancherorts immer noch darüber diskutiert wird, wie man den Begriff genau definieren müsste, versinken die Marketingabteilungen bereits in den Datenfluten. Die Folge davon: Für viele Marketingverantwortliche ist die Menge der Informationen bereits jetzt so groß, dass sie keine Vorteile mehr aus ihnen ziehen können.

Um das zu ändern sollten wir uns jetzt dringend auf die Verarbeitung dieser Datenfluten konzentrieren, denn bis jetzt ging es hauptsächlich um das Sammeln und weniger um das Analysieren und Verwerten. Zu diesem Zweck müssen wir uns den Computern, oder genauer gesagt der künstlichen Intelligenz zuwenden. Der Grund: Erst durch künstliche intelligente, selbstlernende Modelle wird es möglich, mittels Daten nicht mehr nur die Gegenwart zu beschreiben, sondern auch die Zukunft vorherzusagen.

Obwohl sich die Forschung schon seit Jahren mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, gelingt es uns erst seit kurzem, diese Technologie einzusetzen, um bedeutsame Erkenntnisse aus unserem allgegenwärtigen Informationsüberschuss zu generieren. Dies zeigt sich schon durch einen Blick auf Internet-Giganten wie Facebook und Google. Beide beschäftigen interne Experten für künstliche Intelligenz und Google hat kürzlich sogar zwei Spin-Off-Unternehmen der Oxford University gekauft: Dark Blue Labs und Vision Factory sind beide führend im Bereich Machine Learning und Computer Vision.

Warum wir die Pizza nicht länger zerschneiden müssen

Bis vor kurzem waren Marketingverantwortliche gezwungen, die unüberschaubare Masse von potenziellen Kunden ziemlich grob zu unterteilen – in etwa so wie man eine Pizza in größere und kleinere Stücke zerschneidet. Es wurde zum Beispiel entschieden, dass die Zielgruppe bestimmte demographische Merkmale und bestimmte Verhaltensmuster aufweist oder vornehmlich in bestimmten Kontextkategorien anzutreffen ist.

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