„ISG Provider Lens“ veröffentlicht

Umstellung auf SAP HANA läuft teilweise schleppend

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die ISG Provider Lens hat auch einige Leader in SAP-Bereichen identifiziert.
Die ISG Provider Lens hat auch einige Leader in SAP-Bereichen identifiziert. (Bild: ISG)

Die neue „ISG Provider Lens SAP – HANA & Leonardo Ecosystem Partners Germany 2019“ der Information Services Group (ISG) zeigt einen Bedarf für zügigere Abläufe bei der Umstellung auf SAP HANA.

Obwohl viele SAP-Anwenderunternehmen die Integrationsplattform SAP HANA erworben haben, ist sie nur bei einem Teil der Firmen auch produktiv im Einsatz. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle „Provider Lens“ von ISG. Die Analysten sehen deshalb SAP und die Serviceanbieter im SAP-Ökosystem in der Pflicht, die Firmenkunden bei der Migration zu SAP HANA zu unterstützen und damit die Dauer der Umstellung zu verkürzen.

Die aktuelle Fassung der „Provider Lens“ enthält nicht nur aktualisierte Daten der letzten Ausgabe von November 2018, sondern auch ein neues Kapitel zur SAP-Leonardo-Transformation. In diesem werden Provider und ihr Portfolio zum ersten Mal untersucht. „Die Dienstleistungen für die digitale Transformation mit SAP Leonardo stellen einen recht neuen Markt dar“, erklärt Andrea Spiegelhoff, Partner bei ISG DACH. „Es gibt zwar viele Anbieter, die gerade dabei sind, entsprechende Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln. Erfahrungen mit produktiven Lösungen liegen jedoch erst wenige vor. Zudem sind Provider im Vorteil, die über breite Erfahrungen mit der SAP Cloud Platform verfügen. Denn sie ist das zentrale Entwicklungswerkzeug im Leonardo-Framework“, ergänzt sie.

Laut den Analysten kommen bislang vor allem produktive Logistikanwendungen auf Leonardo-Basis entlang der Waren- und Lieferketten zum Einsatz. Sie rechnen damit, dass Funktionen rund um Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Blockchain und das Internet der Dinge folgen werden. „Für Service-Provider bietet der Markt zu SAP Leonardo deshalb großes Geschäftspotenzial“, betont Spiegelhoff. Leader in diesem Segment sind laut der Studie Accenture, Atos, Capgemini, CamelotITLab und Itelligence.

Weitere Erkenntnisse

Zu den Ergebnissen der „Provider Lens“ zählt auch, dass sich HANA im Bereich der SAP-basierten Business-Warehouse-Anwendungen als Standard etabliert hat. Eine Herausforderung ist dabei immer noch das Datenmanagement. Führenden Anbietern gelingt es hierbei, das Volumen der In-Memory-Daten und damit auch die Kosten zu reduzieren. Dies ist insbesondere für Großunternehmen mit sehr großen Datenbeständen ein wesentlicher Faktor, um auf eine HANA-basierte Systemlandschaft zu wechseln.

ISG sieht außerdem bei den Multi-Service-Providern die HANA-Transformation als zentrales Thema. Herausforderungen sind dabei unter anderem hohe Funktionsvielfalt und Innovationsgeschwindigkeit der SAP-Lösung, das Support-Ende bisheriger Produkte im Jahr 2025 sowie der hohe Transformationsaufwand. Bei der HANA-Technologie gewinnen außerdem hybride Modelle an Bedeutung, da sich cloudbasierte Infrastrukturen immer weiter verbreiten. Die SAP Cloud Platform als zentrale Integrationsplattform für SAP-basierte Systemlandschaften bietet hier gute Möglichkeiten, von On-Premise- und Cloud-Integration über IoT-Szenarien bis hin zu mobilen Anwendungen oder Dritthersteller-Lösungen.

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