Veritas-Studie zeigt regen Technologieeinsatz Über die Hälfte der Büroangestellten nutzt generative KI

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie des Spezialisten für Cloud-Datenmanagement Veritas Technologies zeigt, dass über die Hälfte der Büroangestellten bereits jede Woche auf generative KI zurückgreifen.

Generative KI-Tools kommen laut einer Veritas-Studie bei Büroangestellten bereits regelmäßig zum Einsatz.(Bild:  Franz Bachinger /  Pixabay)
Generative KI-Tools kommen laut einer Veritas-Studie bei Büroangestellten bereits regelmäßig zum Einsatz.
(Bild: Franz Bachinger / Pixabay)

Im Rahmen der Studie „Generative AI in the workplace“ hat sich Veritas mit dem Einsatz von KI in der Arbeitswelt befasst. Dafür wurden insgesamt 11.500 Personen befragt, 1.000 davon aus Deutschland. Es zeichnet sich demnach ein deutlicher Trend ab: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten deutschen Büroangestellten nutzen generative KI bereits mehr als einmal pro Woche. Rund ein Fünftel (22 Prozent) greift sogar täglich auf Tools wie etwa ChatGPT zurück.

Skepsis und mangelnde Regulierung

Bedenken gibt es vor allem hinsichtlich der Sicherheit: 41 Prozent der Büroangestellten befürchten, dass generative KI-Tools sensible Daten preisgeben könnte. Ein Drittel (33 Prozent) sieht Compliance-Risiken. Bei der Regulierung der Technologie gibt es noch deutliche Diskrepanzen: Knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten fordert von Führungskräften klare Richtlinien oder verbindliche Regeln zum Umgang mit generativer KI ein. Rund ein Drittel (32 Prozent) der Unternehmen lässt die Beschäftigten aber im Unklaren und macht keine formalen Vorgaben.

Nahezu alle (90 Prozent) Studienteilnehmer haben Bedarf an Anleitungen für den KI-Einsatz am Arbeitsplatz und fordern entsprechende Unterstützung. 70 Prozent befürworten nationale oder internationale Regulierungsmaßnahmen, um einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Zudem findet etwa mehr als die Hälfte (51 Prozent), dass Relevanz und Tragweite des Themas KI die Entscheidungskompetenz einzelner Unternehmen übersteigt und einen breiteren, strukturierten Ansatz erfordert.

Konkrete Anwendungsszenarien

Laut der Studie kommt generative KI im Büroalltag vor allem zum Verfassen von E-Mails (44 Prozent), für Recherchen (41 Prozent), für interne Berichte und Auswertungen (36 Prozent) und zur Verbesserung der Textqualität (32 Prozent) zum Einsatz. Knapp jeder Zehnte (9 Prozent) nutzt KI-Tools, um bei seinen Vorgesetzten einen guten Eindruck zu hinterlassen. Auch bei den Altersgruppen zeigen sich Unterschiede: Unter den 18- bis 24-Jährigen setzen 85 Prozent bereits KI ein, während mehr als die Hälfte (52 Prozent) der 55- bis 64-Jährigen die Technologie noch gar nicht genutzt hat.

„KI prägt unaufhaltsam die Arbeitswelt. Ihre Auswirkungen auf Arbeitsprozesse, Datenmanagement und die Kommunikation im Team sind tiefgreifend“, erklärt Ralf Baumann, Country Manager Germany von Veritas. Viele Büroangestellte würden den Einsatz von Tools wie ChatGPT oder Bard sogar als unfairen Vorteil sehen und Sanktionen für deren Nutzung befürworten. „Um einen fairen Wettbewerb, regelkonformes Handeln und eine klare Orientierung zu gewährleisten, müssen jetzt entsprechende Maßnahmen ergriffen werden“, meint Baumann.

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