Unternehmen sollten rechtzeitig in Fortbildungen investieren TÜV-Studie zeigt Defizite bei KI-Weiterbildungen

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Das Thema KI ist in aller Munde: So hat etwa jeder Dritte Bundesbürger bereits ChatGPT genutzt. Eine aktuelle Studie im Auftrag des TÜV-Verbands zeigt aber, dass noch längst nicht alle fit für die digitale Zukunft sind.

Eine aktuelle Studie des TÜV-Verbands zeigt, dass Unternehmen frühzeitig KI-Weiterbildungen in Angriff nehmen sollten.(Bild:  Studio Romantic / Shutterstock.com)
Eine aktuelle Studie des TÜV-Verbands zeigt, dass Unternehmen frühzeitig KI-Weiterbildungen in Angriff nehmen sollten.
(Bild: Studio Romantic / Shutterstock.com)

Für die repräsentative „TÜV-Weiterbildungsstudie 2024“ von Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands wurden 500 Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern befragt. Die Ergebnisse bewegen den Verband zur Mahnung, dass Unternehmen besser frühzeitig in die KI-Kompetenzen ihrer Angestellten investieren sollen. „Künstliche Intelligenz wird für die Wirtschaft zu einem wichtigen Erfolgsfaktor“, meint Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. Ratsam seien neben spezifischen KI-Qualifikationen für IT-Experten auch Anwenderkenntnisse in KI-Tools wie ChatGPT, Gemini, Midjourney oder DeepL.

Über ein Drittel (39 Prozent) der Personalverantwortlichen erwartet für die kommenden Jahre einen stark steigenden Weiterbildungsbedarf rund um KI. 27 Prozent der Manager sehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Technologie im eigenen Unternehmen. 13 Prozent gehen davon aus, dass KI-Anwendungen viele Tätigkeiten der Mitarbeiter ersetzen werden.

Schulungsmöglichkeiten sind vorhanden

Laut der Studie bieten nahezu alle (95 Prozent) Unternehmen ihren Angestellten Weiterbildungsmöglichkeiten an. Gängig sind Budgets zwischen 500 und 1.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (38 Prozent). Aber auch Summen bis 2.000 Euro (13 Prozent) oder sogar 5.000 Euro (11 Prozent) wurden in der Umfrage genannt. Allerdings stellt knapp jedes vierte Unternehmen weniger als 500 Euro jährlich pro Mitarbeiter für Fortbildungen bereit. Beim Zeitbudget ist die Spanne ebenfalls groß und reicht pro Mitarbeiter von bis zu zwei Tagen (16 Prozent) bis hin zu mehr als neun Tagen (16 Prozent) jährlich. Laut Bühler hängen die Unterschiede weniger von der Unternehmensgröße als vielmehr von der Branche ab: Der Dienstleistungssektor ist eher großzügig, der Handel tendenziell zurückhaltender.

Die Mitarbeiter selbst erwarten von KI positive Auswirkungen: 55 Prozent erhoffen sich Unterstützung im Privaten, 58 Prozent im Beruf. Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen geht davon aus, dass KI in fünf Jahren eine große oder sehr große Rolle für ihre berufliche Tätigkeit spielen wird. Jeder Dritte fürchtet allerdings auch, ohne entsprechende Fachkenntnisse beruflich abgehängt zu werden. Fast zwei Drittel (63 Prozent) halten daher wenig überraschend eine Weiterbildung zum Thema KI für ihre berufliche Tätigkeit für sinnvoll.

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