Tableau Next Salesforce will Tableau zur KI-Plattform umbauen

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Salesforce kündigt mit „Tableau Next“ die Zukunft seiner Analytics-Plattform an. Im Zentrum stehen semantische Modelle und KI-Agenten.

Salesforce plant mit Tableau Next eine neue Datenplattform. Im Fokus: KI-Agenten, semantische Modelle und Data Cloud.(Bild:  Salesforce)
Salesforce plant mit Tableau Next eine neue Datenplattform. Im Fokus: KI-Agenten, semantische Modelle und Data Cloud.
(Bild: Salesforce)

Salesforce hat mit „Tableau Next“ eine neue Ausbaustufe seiner Datenplattform vorgestellt. Laut Ankündigung soll sie nicht nur bestehende Analyseprozesse automatisieren, sondern sie grundlegend verändern. Möglich machen soll das eine Kombination aus KI-Agenten, semantischen Modellen und nativer Data-Cloud-Integration. Doch was konkret dahintersteckt, bleibt vorerst unklar.

Im Zentrum steht der Einsatz sogenannter „agentischer Analytik“. Gemeint sind damit autonome oder teilautonome Software-Agenten, die Aufgaben wie Datenaufbereitung, -analyse und -visualisierung übernehmen könnten. Ziel sei es, „die Arbeitslast von Analysten zu verringern“, wie Salesforce mitteilt. Die Agenten sollen nicht nur Befehle ausführen, sondern aktiv Vorschläge machen. Ob diese Fähigkeiten bereits produktiv nutzbar sind, lässt die Mitteilung offen.

Ein weiteres Versprechen: Geschäftsentscheider sollen künftig per Spracheingabe Fragen an ihre Daten richten können. Die Plattform würde dann antworten – inklusive empfohlener Maßnahmen.

Ebenfalls neu ist „Tableau Semantics“, eine semantische Schicht für Datenmodelle. Sie soll helfen, Daten standardisiert und kontextbezogen darzustellen. Ziel: weniger Interpretationsspielraum, mehr Klarheit. Diese Architektur erinnert an Ansätze aus dem Semantic Web, wie sie etwa in RDF-Tripeln oder Ontologien genutzt werden.

Eine Workflow-Engine soll dafür sorgen, dass Erkenntnisse aus Analysen direkt in Geschäftsprozesse überführt werden können. Nutzer könnten aus Dashboards heraus Aktionen auslösen, etwa Benachrichtigungen oder Prozessketten. Das klingt nach klassischer Operationalisierung. Neu ist allerdings, dass dies innerhalb der Tableau-Oberfläche geschehen soll – ohne Brüche in der Toolchain.

Die Integration mit der Salesforce Data Cloud soll eine flexible Datennutzung ermöglichen – über Silos hinweg. Ob das auch für Drittanbieter gilt, lässt sich nicht abschätzen. Entscheidend dürfte die Frage sein, wie offen die Plattform für externe Datenquellen bleibt.

Die Ankündigung folgt einem Trend: KI wird zum Pflichtmodul in Business-Software. Ob die Tableau-Agenten halten, was sie versprechen, lässt sich derzeit nicht prüfen. Auch bleibt unklar, wie transparent ihre Entscheidungen sind. In Zeiten wachsender Anforderungen an AI-Governance könnte das zum Risiko werden.

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