Wide Data, DataOps und mehr

Qlik identifiziert Big-Data-Trends für 2020

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Qlik hat fünf Trends rund um Big Data benannt.
Qlik hat fünf Trends rund um Big Data benannt. (Bild: Gerd Altmann / Pixabay / Pixabay)

Der Analytics-Spezialist Qlik hat sich mit den Big-Data-Trendthemen für das kommende Jahr befasst. Dazu zählen etwa die Entwicklung hin zu Wide Data, mehr Agilität bei der Datennutzung oder das „Shazamen“ von Daten.

Qlik sieht als ersten Trend eine Entwicklung von Big Data hin zu Wide Data. Dank skalierbarer Cloud-Lösungen sind die Kapazitätslimits unternehmensinterner IT-Infrastrukturen kein begrenzender Faktor mehr. Dies führt zu fragmentierten, weitverzweigten Datenlandschaften, die durch uneinheitliche oder fehlerhaft formatierte Daten und Datensilos entstanden sind. Laut Qlik hat sich beispielsweise die Anzahl der Daten für unterschiedlichste Datenarten von 162 auf 342 mehr als verdoppelt. „Unternehmen, denen es künftig gelingt, diese Daten in einer Synthese sinnvoll zusammenzuführen, werden klar im Vorteil sein“, prognostiziert Wolfgang Kobek, Senior Vice President EMEA von Qlik.

Daten agiler nutzen

Ein weiterer Trend sind DataOps und Self-Service Analytics, die mittels automatisierter und prozessorientierter Technologien die Geschwindigkeit und Qualität des Datenmanagements erhöhen. Dafür werden IT-Ressourcen on-demand genutzt, Tests automatisiert und Daten bereitgestellt. Als Basis dienen Technologien wie Echtzeit-Datenintegration, Change Data Capture (CDC) und Streaming Data Pipelines. „Mit DataOps im operativen Datenmanagement und Self-Service Analytics auf der Business-Seite lässt sich ein fließender Prozess über die gesamte Informationswertschöpfungskette erreichen. Synthese und Analyse greifen ineinander“, erläutert Kobek. Zukunftsträchtig sind auch intelligente Metadaten-Kataloge, um Rohdaten in den verteilten Datenbeständen zu lokalisieren, zu erfassen und zu synthetisieren. Qlik rechnet hier mit zunehmendem KI-Einsatz, um eine schnelle Datenbereitstellung zu ermöglichen und letztlich die Agilität von DataOps und Self-Service-Analysen zu befeuern.

Datenkompetenzen und „Shazamen“

Die Nutzung von Daten lässt sich auch durch die Verknüpfung von Datensynthese und Analyse vorantreiben. „Allerdings werden noch so gute Technologien oder Prozesse nichts bringen, wenn die Menschen nicht mit an Bord sind. Es reicht nicht aus, den Anwendern die Tools einfach nur zur Verfügung zu stellen und auf das Beste zu hoffen. Erfolgsentscheidend wird sein, den Mitarbeitern dabei zu helfen, sich mit dem Lesen, Arbeiten, Analysieren und Kommunizieren von Daten vertraut zu machen“, meint Kobek. Unternehmen werden daher verstärkt die Datenkompetenzen ihrer Mitarbeiter fördern und somit datengestützte Entscheidungen im Geschäftsalltag stärker etablieren.

Als letzten Trend sieht Qlik das sogenannte „Shazamen“ von Daten. Das Konzept geht auf die App namens Shazam zurück, die laufende Songs identifizieren und Informationen dazu bereitstellen kann. Dieses Verfahren funktioniert auch in anderen Bereichen, ist sich der Qlik-Experte sicher: „Es wird möglich sein, das Umfeld von Daten näher in Augenschein zu nehmen: Woher stammen sie, wer hat sie verwendet, welche Qualität haben sie und wie haben sie sich kürzlich verändert? Algorithmen werden den Analyse-Systemen helfen, Datenmuster zu erkennen, Anomalien nachzuvollziehen und neue Daten für weitere Analysen vorzuschlagen. Dadurch wird Data und Analytics schlanker und wir können zur richtigen Zeit mit den richtigen Daten arbeiten.“

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