Studie von Deloitte Personalbedarf nimmt durch generative KI kurzfristig zu

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Unternehmen mit hoher KI-Expertise schreiten bei der Einführung generativer KI (GenAI) schnell voran und sehen sich kurzfristig mit erhöhtem Personalbedarf konfrontiert. Firmen mit geringer GenAI-Expertise drohen dagegen zurückzufallen.

Eine aktuelle Deloitte-Studie zeigt, dass bei der GenAI-Einführung zumindest kurzfristig erhöhter Personalbedarf besteht.(Bild:  Alexandra Koch /  Pixabay)
Eine aktuelle Deloitte-Studie zeigt, dass bei der GenAI-Einführung zumindest kurzfristig erhöhter Personalbedarf besteht.
(Bild: Alexandra Koch / Pixabay)

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Deloitte-Umfrage unter knapp 2.000 Führungskräften aus Deutschland, Australien, Frankreich, Indien, UK und den USA. Sie sollte untersuchen, wie Unternehmen bei der Einführung generativer KI vorgehen, um ihre Wertschöpfung zu beschleunigen und zu skalieren.

Laut der Studie hat sich die anfängliche Neugier der Unternehmen mittlerweile konkretisiert: 72 Prozent berichten von gestiegenem Vertrauen in alle Arten von KI. Aber nur knapp die Hälfte (47 Prozent) erzielt schnelle Fortschritte bei der GenAI-Einführung. Unternehmen mit hoher KI-Expertise (73 Prozent) sind hierbei gegenüber weniger KI-affinen Firmen (40 Prozent) im Vorteil. Effizienz- und Produktivitätssteigerungen gelten als größte Vorteile, die bei rund zwei Drittel der Befragten zudem bereits in der Praxis sichtbar sind. Die Integration in Geschäftsabläufe und dauerhaft wertsteigerndes Arbeiten bleibt aber überwiegend eine Herausforderung.

Mensch bleibt im Mittelpunkt

Eine positive Nachricht bringt die Studie für die Arbeitsmärkte mit: Zumindest kurzfristig erwarten die teilnehmenden Unternehmen, dass die GenAI-Einführung die Zahl ihrer Mitarbeiter eher erhöht (39 Prozent) als verringert (22 Prozent). Sie planen dementsprechend, ihren Personalbestand aufzustocken. Gefragte Kompetenzen sind dabei Datenanalyse (70 Prozent), Prompt-Engineering (60 Prozent), Informationsrecherche (59 Prozent) und Software-Engineering (57 Prozent). Als wichtig gelten zudem kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten (62 Prozent) und Kreativität (59 Prozent). Schwierig bleibt dagegen, die Belegschaft an den Umgang mit GenAI zu gewöhnen und mögliche Vorteile im Arbeitsalltag aufzuzeigen.

„Alle Unternehmen lernen gerade den Umgang mit Generativer KI“, meint Dr. Björn Bringmann, Managing Director des Deloitte AI Institutes. Wer hier schneller lerne, sei laut der Studie klar im Vorteil und könne bereits den kritischen, aber herausfordernden Schritt hin zur wertsteigernden Integration ins Geschäft gehen. „Dabei kommt es insbesondere auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Gefragt sind längst nicht nur die Technik-Experten, sondern auch kreative und kritische Köpfe, die verstehen, was sich mit der Technik gewinnbringend anfangen lässt“, so der Experte.

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