Agenten unter Beobachtung Pendo macht KI-Agenten transparent und messbar

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit Agent Analytics führt Pendo ein Tool ein, das die Leistung von KI-Agenten erstmals systematisch erfasst. Unternehmen sollen damit nachvollziehen können, ob „digitale Mitarbeiter“ tatsächlich Mehrwert schaffen – oder nur neue Fragen aufwerfen. Der Vorstoß trifft einen sensiblen Punkt in der Diskussion um Vertrauen, Kontrolle und Effizienz von Agentic-AI-Systemen.

Mit Agent Analytics bringt Pendo eine neue Lösung zur Bewertung von KI-Agenten auf den Markt. Unternehmen können erstmals Leistung, Nutzung und ROI von Agentic-Systemen analysieren.(Bild:  Pendo)
Mit Agent Analytics bringt Pendo eine neue Lösung zur Bewertung von KI-Agenten auf den Markt. Unternehmen können erstmals Leistung, Nutzung und ROI von Agentic-Systemen analysieren.
(Bild: Pendo)

Mit Agent Analytics bringt Pendo ein Tool auf den Markt, das eine einfache, aber bislang unbeantwortete Frage adressieren soll: Wie gut arbeiten KI-Agenten wirklich? Die Lösung analysiert das Verhalten autonomer Systeme in Echtzeit, dokumentiert Interaktionen, Promptverläufe und Veränderungen im Workflow. Der Hersteller spricht davon, die Leistung von Agenten ähnlich wie die menschlicher Mitarbeiter erfassen zu können – inklusive Nutzungsfrequenz, Aufgabenerfüllung und Konformität.

Damit reagiert Pendo auf einen Bedarf, der mit dem Boom generativer Künstlicher Intelligenz (KI) rasant wächst. Während sich LLM-gestützte Systeme in Produkt- und Supportprozesse drängen, fehlt vielen Unternehmen eine solide Grundlage zur Bewertung. Ob Agenten Prozesse beschleunigen oder zusätzliche Komplexität erzeugen, bleibt oft unklar. Agent Analytics soll diese Lücke schließen – mit Metriken, die etwa zeigen, welche Prompts dominieren, wie sich Nutzer nach einer Interaktion mit einem Agenten verhalten oder ob bestimmte Agenten überhaupt genutzt werden.

Messbarkeit wird zur Pflicht

Laut dem Forrester-Report „Agentic AI Agents Are A Rare Sighting“ sei eine breite Einführung solcher Systeme nur unter klaren Bedingungen denkbar – darunter Monitoring, Leitplanken und Kontrolle. Genau hier möchte Pendo ansetzen: Die Lösung erfasst Daten über selbst entwickelte wie auch Drittanbieter-Agenten und ermöglicht eine Zuordnung zur Erledigung konkreter Aufgaben. Unternehmen könnten so den Return-on-Investment ihrer „digitalen Kollegen“ ermitteln – etwa durch Tracking, wann und wie ein Agent zur Zielerreichung beiträgt.

Die Analysedaten lassen sich auch mit klassischer Software-Nutzung kombinieren. Damit ergibt sich ein umfassendes Bild: von der Agenten-Interaktion über Folgeaktionen bis hin zum finalen Output. Zudem erkennt das System nicht-konformes Verhalten und bietet Kontrollfunktionen auf Enterprise-Level. Pendo selbst betont den Fokus auf Vertrauen, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit – Faktoren, die gerade im regulierten Umfeld eine zentrale Rolle spielen.

Transparenz statt Blackbox

Mit der Vorstellung im Rahmen der hauseigenen Veranstaltung Pendomonium X in New York will Pendo seine Position im Software Experience Management (SXM) ausbauen. In Deutschland soll das Tool am 8. Juli 2025 in München präsentiert werden.

Für Pendo ist die Erweiterung ein logischer Schritt. Die Plattform analysiert bereits das Verhalten von Nutzern in Web- und SaaS-Anwendungen. Der Übergang zu Agenten folgt der Logik eines neuen Softwareparadigmas: KI-Systeme agieren nicht mehr nur als Werkzeuge, sondern als selbstständige Entitäten – oft ohne klare Sicht auf ihre Effizienz oder ihren Einfluss auf Geschäftsziele. Genau das soll Agent Analytics ändern. Mit Zahlen, die Licht in eine Blackbox bringen, die immer größer wird.

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