DeepSeek und datenschutzkonform OVHcloud integriert DeepSeek-R1 in AI Endpoints

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Seit mehreren Wochen steht das neue KI-Modell DeepSeek-R1 im Zentrum kontroverser Diskussionen. Während die Open-Source-Natur des Modells Chancen für Entwickler bietet, werfen Experten Sicherheits- und Datenschutzbedenken auf. OVHcloud reagiert darauf mit einem „destillierten“ Modell, das in der EU betrieben wird und europäischen Datenschutzstandards entsprechen soll.

OVHcloud kündigt die Veröffentlichung von DeepSeek-R1-Distill-Llama-70B auf den OVHcloud AI Endpoints an.(Bild:  artacet - stock.adobe.com)
OVHcloud kündigt die Veröffentlichung von DeepSeek-R1-Distill-Llama-70B auf den OVHcloud AI Endpoints an.
(Bild: artacet - stock.adobe.com)

Die Veröffentlichung von DeepSeek-R1 hat die IT-Branche in Aufruhr versetzt. Das Modell, das sich durch seine Stärken in Mathematik, Codierung und logischem Denken auszeichnet, ist unter Open-Source-Lizenz verfügbar – eine Tatsache, die sowohl Begeisterung als auch Besorgnis auslöst. Entwickler profitieren von der offenen Struktur, die ihnen ermöglicht, das Modell individuell anzupassen und in eigene Anwendungen zu integrieren. Doch gerade diese Offenheit wirft Sicherheits- und Datenschutzfragen auf, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung der DeepSeek-App, bei der Daten möglicherweise außerhalb der EU verarbeitet werden.

OVHclouds Antwort: Destilliertes Llama 70B-Modell

In Reaktion auf diese Bedenken hat OVHcloud den Code von DeepSeek genutzt, um ein eigenes Modell auf Basis von Llama 70B zu trainieren. Dieses „destillierte Modell“ wird nun über die OVHcloud AI Endpoints bereitgestellt. Der entscheidende Vorteil: Alle Prompts, Daten und generierten Inhalte bleiben in der Europäischen Union und unterliegen damit den strengen europäischen Datenschutzstandards. OVHcloud hebt hervor: „Damit werden sehr viele Datenschutz-Probleme, die beispielsweise die Nutzer der DeepSeek-App haben, umgangen.“

Durch die Integration in die OVHcloud-Infrastruktur können Unternehmen und Entwickler das Modell nutzen, ohne Kompromisse bei der Datensicherheit einzugehen. Die Datenverarbeitung erfolgt lokal in der EU, wodurch die Risiken einer Übertragung sensibler Informationen in Drittländer wie China ausgeschlossen werden.

Die „Chain of Thought“-Methode

Das Modell nutzt die sogenannte Chain-of-Thought-Methode, bei der komplexe Aufgaben schrittweise bearbeitet werden – ein Ansatz, der menschlichem Problemlösen ähnelt. Das macht das Modell besonders effektiv in Bereichen wie Softwareentwicklung, Big-Data-Analyse und wissenschaftlichem Rechnen.

Entwickler können das Modell über die OVHcloud AI Endpoints in ihre Anwendungen integrieren. Ein Playground steht zur Verfügung, um erste Tests durchzuführen: OVHcloud AI Endpoints Playground. Die Implementierung erfordert keine tiefgreifenden KI-Kenntnisse, was den Zugang auch für kleinere Unternehmen und Einzelentwickler erleichtert.

Bias bleibt eine Herausforderung

Trotz der Vorteile weist OVHcloud darauf hin, dass auch das destillierte Modell nicht frei von Bias ist. „Auch das ‚destillierte Modell‘ weist natürlich den üblichen Bias/Verzerrung auf, die jedes KI-Modell aufweist, das mit menschlich erstellten Daten trainiert wurde.“ Dieser Hinweis ist wichtig, da Verzerrungen in KI-Modellen zu Fehlinterpretationen oder Diskriminierung führen können, wenn sie nicht entsprechend berücksichtigt werden.

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