AI Agent Studio Oracle stellt Plattform für KI-Agenten nach dem Baukastenprinzip vor

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit dem AI Agent Studio erweitert Oracle seine Fusion Applications um eine Plattform zur Erstellung und Verwaltung von KI-Agenten. Anwender sollen damit komplexe Geschäftsprozesse automatisieren – ohne Zusatzkosten und mit Integration in bestehende Systeme.

Das neue Oracle AI Agent Studio soll Kunden und Partnern von Oracle Fusion Cloud Applications ermöglichen, KI-Agenten und Agententeams unternehmensweit zu erzeugen, zu erweitern, bereitzustellen und zu verwalten. (Bild:  Oracle)
Das neue Oracle AI Agent Studio soll Kunden und Partnern von Oracle Fusion Cloud Applications ermöglichen, KI-Agenten und Agententeams unternehmensweit zu erzeugen, zu erweitern, bereitzustellen und zu verwalten.
(Bild: Oracle)

Das AI Agent Studio ist Teil der Fusion Cloud Applications Suite und soll es Nutzern ermöglichen, KI-Agenten zu erstellen, zu konfigurieren und unternehmensweit zu betreiben – ohne zusätzliche Lizenzkosten. Im Fokus stehen klassische Business-Prozesse wie Angebotserstellung, Retourenmanagement oder Schichtplanung. Dafür bringt die Plattform unter anderem eine Bibliothek mit Agentenvorlagen, eine Orchestrierungsfunktion für Agententeams sowie Test- und Validierungstools mit.

Laut Oracle basiert das AI Agent Studio auf derselben Technologie, die auch für die mehr als 50 bereits bestehenden KI-Agenten innerhalb der Fusion-Anwendungen genutzt wird. Neu sei allerdings die Möglichkeit für Kunden und Partner, diese Agenten nicht nur zu verwenden, sondern auch selbst anzupassen oder komplett neue Agenten zu entwickeln. Mithilfe vordefinierter Vorlagen, natürlicher Spracheingabe und Zugriff auf verschiedene große Sprachmodelle (LLMs) wie Llama oder Cohere können individuelle Anwendungsfälle effizient umgesetzt werden – von der Schichtplanung über Retourenbearbeitung bis zur Angebotserstellung.

Agententeams: Oracles Zukunft der Prozessautomatisierung

Ein zentraler Baustein der Plattform sei die sogenannte „Agententeam-Orchestrierung“. Damit ließen sich mehrere KI-Agenten koordinieren, um komplexe, mehrstufige Geschäftsprozesse gemeinsam zu bearbeiten. Nutzer sollen Kontrollpunkte und Genehmigungen einbauen können, um wichtige Entscheidungen abzusichern. Gleichzeitig erlaube das System eine nahtlose Verbindung zu Drittanbieterlösungen über gesicherte APIs – etwa um externe KI-Dienste in bestehende Prozesse einzubinden oder mit anderen Unternehmenssystemen zu kommunizieren.

Nicht ganz unwichtig für viele Unternehmen: Das AI Agent Studio ist laut Oracle ohne zusätzliche Lizenzkosten verfügbar. Das dürfte die Einstiegshürde senken – gerade für kleinere IT-Abteilungen, die neue Automatisierungspotenziale ausloten möchten. Technisch basiert das Studio auf einer tiefen Integration in die Fusion-Anwendungen: Zugang zu APIs, Wissensdatenbanken und vordefinierten Tools ermöglicht eine schnelle Umsetzung, ohne dass bestehende Geschäftslogik neu modelliert werden muss.

Integration statt Hype – aber auch ohne Risiken?

Trotz aller Modularität bleibt die Frage: Wie sicher ist es, wenn Unternehmen selbst KI-Agenten entwickeln? Immerhin geht es oft um kritische Geschäftsprozesse. Oracle will hier mit einem Vertrauens- und Sicherheits-Framework sowie Validierungstools gegensteuern. Sicherheitsrichtlinien aus Fusion Applications sollen automatisch auf neue Agenten übertragen werden. Die Testfunktionen wiederum sollen helfen, Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Erklärbarkeit zu gewährleisten.

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